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TV Weiler: Der Blick richtet sich nach oben

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Mitte Philipp Klodt TV Weiler - Rems gegen links Philipp Lagelstorfer VfR Birkmannsweiler. © Ralph Steinemann Pressefoto

29 Punkte hat der TV Weiler in der Fußball-Kreisliga A I bereits gesammelt, nur zwei weniger als in der kompletten Saison 2015/16. Entsprechend zufrieden ist Spielertrainer Aljoscha Schäffner. Das Tabellenende muss er nicht mehr ängstlich im Blick haben, er kann sogar nach oben schauen.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Schäffner (29). „Ziel war, mehr Punkte zu holen als in der vergangenen Saison.“ Das sollte eine leichte Übung sein. Deshalb gilt nun das neue Ziel: „Den Blick nach oben richten.“ Platz fünf ist nicht weit entfernt.

Schäffner ist seit dieser Saison als Trainer für den TVW zuständig. Der Torjäger (er war Bezirksligatorschützenkönig 2011) hatte sich vor anderthalb Jahren die Achillessehne gerissen. Janni Falbo, damals Trainer in Weiler, hatte ihm angeboten, sich in Weiler fit zu halten. Daraus resultierte schließlich Schäffners Einsatz als Spieler noch in der Saison 15/16 und letztlich als Nachfolger von Falbo als Trainer. „Der Verein ist auf mich zugekommen“, sagt Schäffner. Dessen Anliegen traf auf offene Ohren, denn Schäffner arbeitet zum einen gerne als Führungskraft und „es macht mir Spaß, junge Leute zu entwickeln“.

Der Trainer ist auch der erfolgreichste Stürmer

Das gelingt ihm in Weiler – mit vielen jungen Spielern – offenbar gut. In der Vorrunde sammelte der TVW bereits 19 Punkte, in der Rückrunde nun ist er unbesiegt, holte in vier Spielen zehn Zähler. Schäffner hatte das System zu Beginn umgestellt auf 4:4:2. „Ich spiele gerne mit zwei Spitzen.“ Eine davon ist er selbst (13 Treffer), dazu kommt Simon Zasinski (10). In diesem Jahr tritt der TVW im 3:5:2 an. Schäffner: „Mit den Leuten, die sich mir im Training aufgedrängt haben, konnte ich mir ein 4:4:2 nicht vorstellen.“ Sein „Bauchgefühl“ wird durch die Ergebnisse bestätigt. Und gleichzeitig erfüllt der Wechsel eine zweite Vorstellung des Trainers: Die Mannschaft soll zwei, drei Systeme beherrschen, um flexibler zu sein. Allerdings nicht deshalb, um auf den Gegner angemessen zu reagieren. Schäffner: „Ich stelle mich auch ungern auf den Gegner ein. Meine Mannschaft solle sich auf die eigenen Stärken besinnen.“

Und mit welchem System tritt Schäffner am Sonntag bei Tabellenführer FSV Waiblingen an? Drei oder vier Abwehrspieler? „Sieben vielleicht“, sagte er lachend. „Also schon ein bisschen defensiver.“

Wichtiges Ziel: Konstanter werden

Gegen die Spitzenmannschaften der Liga hat seine Mannschaft allerdings bisher gar nicht schlecht ausgesehen, dagegen oft gegen jene aus der unteren Hälfte Punkte gelassen. Deshalb ist eines von Schäffners wichtigsten Zielen „konstanter werden“.

Fehlen wird ihm am Sonntag lediglich der Langzeitverletzte Benjamin Kurz (Kreuzband), eventuell auch Benedikt Schulz. Er hat muskuläre Probleme. Das Hinspiel endete mit einem knappen 3:2-Erfolg der Waiblinger.

Mittelfeldspieler Philipp Klodt zählt auch in dieser Saison zu den torgefährlichsten Spielern des TV Weiler (rechts Philipp Lagelstorfer vom VfR Birkmannsweiler). Zwölfmal hat er schon getroffen.

TV Weiler

Der TV Weiler spielt seit 2014 wieder in der Kreisliga A. 13/14 war er in der Bezirksliga.

Aljoscha Schäffner wohnt in Marbach. Als Spieler war er lange bei der Viktoria Backnang aktiv. Seine erste Trainerstation war der TSV Oberbrüden.