Rems-Murr-Sport

TVB II geht mit einem sehr jungen Kader in Handball-Oberliga-Saison

Bittenfeld
Der TV Bittenfeld, hintere Reihe von links: Sören Winger, Fabian Lucas, Felix Hoffmann, Alexander Bischoff, Luca Eckert, Luca Mauch, Yannick Wissmann. Mitte von links: Sebastian Luithardt, Finn Eberle, Physio Pascal Habermehl, Trainer Jörg Ebermann, Physio Sandra Suchanek, Maurice Widmaier, Dalio Uskok. Vorne von links: Michael Seiz, Philipp Porges, Fabian Bauer, Nick Lehmann, Daniel Sdunek, Joe Traub, Nico Bacani. Es fehlen: Trainer Michael Rill und Trainer Alexander Heib. © Privat

Der Weg, den die Handballer des TV Bittenfed II in der Baden-Württemberg-Oberliga einschlagen möchten, lässt sich leicht am Kader ablesen: Sieben Spieler sind aus der A-Jugend aufgerückt – und der einzige externe Neuzugang ist ein Bittenfelder. „Die Liga soll eine Plattform sein für unsere talentierten Spieler“, sagt der TVB-Trainer Jörg Ebermann (41). „Wir wollen eine neue Mannschaft aufbauen, die möglichst einige Jahre zusammenspielt.“

Der Torhüter Daniel Sdunek ist 42 Jahre alt, der Rechtsaußen Michael Seiz und der Kreisläufer Alexander Bischoff sind jeweils 29. Der Rest im Kader hat – etwas übertrieben ausgedrückt – kürzlich erst den Führerschein gemacht. Und hat trotzdem schon Oberligaerfahrung. Die Talente aus der A-Jugend-Bundesliga kamen in der vergangenen Saison bereits bei den Aktiven zum Einsatz.

Der Stamm der A-Jugend rückt ins Oberligateam auf

Mit 34:27 Punkten belegte der TVB II den siebten Platz unter 16 Teams, bei immerhin fünf Absteigern, und lag nur drei Punkte hinter dem Tabellenvierten. „Wenn uns das vor der Saison jemand angeboten hätte, hätten wir sofort unterschrieben“, sagt Ebermann. Nach dem kurzfristigen Abgang von Routinier und Torgarant Martin Kienzle „wussten wir nicht, wo wir stehen“. Ein paar Punkte mehr hätte sein Team sammeln können, sagt der Coach. Andererseits sei es normal, dass eine so junge Mannschaft nicht so konstant spiele wie ältere und erfahrenere Teams. Bis Mitte März stand der TVB immer mal wieder auf Rang drei. „Am Ende haben wir es ein bissle auslaufen lassen“, so Ebermann. Der Klassenverbleib sei früh erreicht gewesen, „weder nach oben noch nach unten ging noch was“. Das Wichtigste sei gewesen, dass sich die jungen Spieler in der BW-Oberliga alles in allem gut geschlagen hätten.

Spieler kennen den Verein und die Spielidee

In der neuen Spielzeit wird der junge Kader noch ein bisschen jünger sein. Auch, weil der Spielmacher Alexander Heib (35) aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere ein Jahr früher als geplant beenden musste. Klare Vorstellungen hatten die Verantwortlichen, wie der Kader für die Saison 2022/23 aussehen sollte: Die Stammformation der A-Jugend sollte behalten und die Spieler fest ins Oberligateam eingebaut werden. So rückten sieben Spieler von allen Positionen auf. „Langfristig versprechen wir uns von den Talenten und deren Entwicklung mehr“, so Ebermann. Entscheidend sei, außer der individuellen Qualität, auch die Leistungsbereitschaft. Der Trainingsumfang wurde von drei auf vier Einheiten erhöht. Zusätzlich trainierten die Spieler individuell. „Dazu brauchen wir Jungs, die den Weg mitgehen.“

Und gut ausgebildete. Der Vorteil sei, so Ebermann, dass alle Positionen, die es zu besetzen gab, vom eigenen Nachwuchs abgedeckt werden konnten. Was durchaus Vorteile habe. „Die Jungs kennen den Verein und die Spielidee, sie müssen sich nicht eingewöhnen – und sie haben viel Potenzial.“ Ganz wichtig sei auch, dass sie „vernünftig und keine Luftikusse“ seien – mit einem geerdeten Elternhaus. Keiner stelle übertriebene Forderungen – auch wenn er in der A-Jugend-Bundesliga gespielt habe. „Die Jungs erkennen, dass die BW-Oberliga eine andere Hausnummer ist als die A-Jugend. Und sie wissen, dass sie Spielzeit bekommen.“

Verletzungssorgen: Zwei Linkshänder fallen aus

Von außen mussten die Bittenfelder keine Spieler hinzuholen. „Das heißt aber nicht, dass das eine geschlossene Veranstaltung bei uns ist.“ Wenn ein Spieler gefunden werde, der ins Team passe, spreche nichts gegen einen externen Neuzugang. Mit seinem Kader ist Jörg Ebermann zufrieden. Eigentlich. Nun indes gibt es einen längerfristigen Ausfall zu beklagen: Der rechte Rückraumspieler Sebastian Luithardt hat sich das Kreuzband und Innenband gerissen. Damit ist die Saison für den 20-Jährigen im Grunde gelaufen.

Da sich der zweite Linkshänder auf dieser Position, Luca Mauch, seit Wochen mit einer Entzündung in der Schulter herumplagt und zum Auftakt passen muss, steht der TVB II ohne Linkshänder im Rückraum da. Nun werde, so Ebermann, der A-Jugendliche Luka Eckert eine größere Rolle spielen und diese Position mit einnehmen.

Blutjung ist der Rückraum der Bittenfelder, Maurice Widmaier mit 22 Jahren der Älteste. „Es ist sicherlich ein Nachteil, dass uns da die Erfahrung fehlt", sagt Ebermann. Der Trainer hat aber großes Vertrauen in seine Spieler. „Maurice spielte seine vierte Saison in der Oberliga.“ Und Daniel Uskok sei ein Spielmacher, der das Spiel „wie ein Alter“ steuere. „Er hat sich extrem entwickelt.“

In der Vorbereitung hatte Ebermann nicht immer alle Spieler zur Verfügung – teilweise aber auch aus erfreulichem Anlass: Ein paar Youngster durften mit dem Bundesligateam des TVB ins Trainingslager reisen.

„Jetzt schauen wir, was wir auf die Platte kriegen. Es wäre schön, wenn wir’s ähnlich wie in der vergangenen Saison hinkriegen würden.“ Möglichst schnell will sich Ebermann von den hinteren Plätzen verabschieden. „Wenn man hinten reinrutscht, steigt der Druck. Und damit können die erfahrenen Spieler meist besser umgehen.“

Der Weg, den die Handballer des TV Bittenfed II in der Baden-Württemberg-Oberliga einschlagen möchten, lässt sich leicht am Kader ablesen: Sieben Spieler sind aus der A-Jugend aufgerückt – und der einzige externe Neuzugang ist ein Bittenfelder. „Die Liga soll eine Plattform sein für unsere talentierten Spieler“, sagt der TVB-Trainer Jörg Ebermann (41). „Wir wollen eine neue Mannschaft aufbauen, die möglichst einige Jahre zusammenspielt.“

Der Torhüter Daniel Sdunek ist 42 Jahre alt,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper