Rems-Murr-Sport

Verfahren gegen Harald Häfner eingestellt

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Symbolbild. © Mathias Ellwanger

Ringen. Es hat lange gedauert, doch jetzt ist die Entscheidung gefallen: Das Verfahren gegen Harald Häfner, den langjährigen Abteilungsleiter der Ringer des ASV Schlichten, ist gegen die Zahlung von 100 Euro zugunsten des Tierschutzvereins Backnang und Umgebung eingestellt worden. Der Vorwurf des Betrugs ist somit endgültig vom Tisch.

Der Fall hatte für viel Wirbel gesorgt. Häfner war vom ASV-Vorsitzenden Udo Issler angezeigt worden, es ging um den Gesamtbetrag von 74,37 Euro, zusammengekommen in den Jahren 2011 bis 2015. Im Mittelpunkt standen die Festles-Abrechnungen der Ringerturniere an Fronleichnam. Der Vorwurf lautete, der damalige Abteilungsleiter habe Privatkäufe über den Verein abgerechnet. Zu den ermittelten strafrechtlich relevanten Posten gehörten unter anderem Landjäger, Steaksoße und Hot-Dog-Brötchen.

Aus Sorge um seinen guten Ruf ging Häfner an die Öffentlichkeit. Im Gespräch mit dieser Zeitung bestritt er vehement, den ASV Schlichten betrogen zu haben. Das Geld sei selbstverständlich wieder in der Vereinskasse gelandet. Mit Ausnahme von insgesamt 36,50 Euro Pfand für Metzgerwannen, in denen Wurstwaren transportiert worden waren. Häfner räumte ein, er habe es versäumt, sich bei der Rückgabe eine Pfandgutschrift zu holen.

Normalerweise wäre das Verfahren wohl wegen Geringfügigkeit einfach eingestellt worden. Doch nach Aussage von Häfners befreundetem Anwalt entstand durch den Zeitungsartikel ein öffentliches Interesse. Die Folge wäre deshalb doch noch ein Gerichtsverfahren gewesen. Mit der Zahlung von 100 Euro hat Häfner das jetzt verhindert. „Das Verfahren wollte ich mir nicht antun.“

Der ASV-Vorsitzende Udo Issler war von unserer Zeitung nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.