Handball im Rems-Murr-Kreis

VfL Waiblingen gewinnt den eigenen Kempa-Cup

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Bei Vivien Jäger (mit Ball) und dem VfL Waiblingen lief es nicht nur wie hier gegen Julia Drachsler (hinten) vom ESV 1927 Regensburg rund. Am Ende stand der Turniersieg. © Ralph Steinemann Pressefoto

Fünf Wochen vor dem Start ins „Abenteuer 1. Bundesliga, das mit dem Heimspiel am 10. September um 17.30 Uhr gegen die Sport-Union Neckarsulm beginnt, präsentierten sich die Handballerinnen des VfL Waiblingen beim Kempa-Cup in der Rundsporthalle erstmals der Öffentlichkeit. Mit vier Siegen gewann der VfL das Fünfer-Teilnehmerfeld ohne Punktverlust. Wichtiger als der Turniersieg waren für den Waiblinger Trainer Thomas Zeitz die Erkenntnisse aus dem zweitägigen Turnier: „Einiges hat schon ganz gut funktioniert, aber vor allem im Zweikampfverhalten und im Zusammenspiel haben wir noch einiges zu tun.“ Insbesondere die vielen Gegentore waren nicht nach dem Geschmack des VfL-Coaches.

Den zweiten Platz belegte der schweizer Meister Spono Eagles Nottwil. Die Eidgenössinnen hatten am Samstagabend das entscheidende Spiel gegen Waiblingen mit 26:29 verloren. Der Gastgeber selbst legte in der Rundsporthalle vor rund 150 Zuschauern einen flotten Auftakt hin. Gegen den zweiten schweizerischen Erstligisten im Turnier, der HSC Kreuzlingen, klappte das Zusammenspiel der arrivierten Kräfte aus der vergangenen Saison und den vier beim Turnier eingesetzten Neuzugänge (Lara Eckhardt, Emma Hertha, Kimberly Gisa und Julia Herbst) schon sehr ordentlich. Einziger Wermutstropfen beim 29:15-Erfolg (Spielzeit 2 mal 25 Minuten) war die Knieverletzung von Julia Herbst. Wie schwerwiegend diese ist, wird sich erst noch bei der näheren Untersuchung am Montag herausstellen.

Julia Herbst erleidet Knieverletzung

Auch im zweiten Spiel gegen die Spono Eagles aus Nottwil (Kanton Luzern) lief schon vieles ordentlich zusammen in der neuformierten Waiblinger Mannschaft. Der VfL behielt in einer rasanten Partie am Ende verdient mit 29:26 die Oberhand.

Dass bis zum Saisonstart für den Waiblinger Coach Zeit und sein Team noch einiges an Arbeit und Feinschliff wartet, zeigte die erste Begegnung des VfL am zweiten Turniertag gegen den Zweitligisten ESV Regensburg. Die erste Halbzeit lief noch ganz passabel (12:9), doch schon da passten Zweikampfverhalten, Körpersprache und Abstimmung nicht, wie der VfL-Trainer Zeitz später meinte. Im zweiten Durchgang geriet Waiblingen sogar mit bis zu drei Toren in Rückstand. Nach einigen Umstellungen kehrte wieder mehr Zug und Biss ins Waiblinger Team, das das Spiel wieder drehte und knapp mit 24:22 für sich entschied. Dennoch gab es danach ein paar klare Worte des Coaches in Richtung der VfL-Mannschaft.

Wichtige Erkenntnisse

In der letzten Partie gegen den Zweitligaaufsteiger SG Schozach-Bottwartal begann Waiblingen ähnlich fahrig und sah sich schon bald mit vier Toren im Rückstand, für den vor allem die zu dieser Saison zur SG gewechselte Ex-Waiblingerin Julia Schraml sorgte. Erst nach dem Seitenwechsel stabilisierte sich die Waiblinger Abwehr um Kapitänin Caren Hammer. Auch kam das von Trainer Zeitz geforderte Tempogegenstoßspiel besser in Fahrt. Da gab es dann doch noch mehrere clever und konsequent zu Ende gespielte Aktionen mit sehenswerten Treffern. Am Ende gewann der VfL auch das vierte Turnierspiel (28:25) und stand als Gesamtsieger fest.

„Wir haben in den zwei Tagen wichtige Erkenntnisse gewonnen“, so der Waiblinger Trainer Thomas Zeitz. „Das Turnier hat gezeigt, dass wir noch einiges am Zweikampfverhalten und an der Feinabstimmung im Zusammenspiel arbeiten müssen. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung naturgemäß normal. Positiv war, dass wir in den beiden Partien am Sonntag am Sonntag jeweils die Rückstände noch gedreht.

Tag des Handballs am Samstag, 13. August 2022

Neben dem Turniersieger wurden beim Kempa-Cup auch zwei einzelne Spielerinnen gekürt: Ana Emmenegger (Spono Eagles Nottwil) als beste Feldspielerin sowie Rena Keller (SG Schozach-Bottwartal)als beste Torhüterin.

Das nächste Vorbereitungsspiel der Waiblingerinnen ist erneut in der Rundsporthalle. Am kommenden Samstag trifft der VfL im Rahmen des „Tag des Handballs“ um 17.15 Uhr auf Frisch Auf Göppingen. Die Göppingerinnen hatten in der vergangenen Saison den Erstligaaufstieg in der Relegation knapp verpasst.

Ergebnisse Kempa-Cup Waiblingen:

  • SG Schoz.-Bottwartal - ESV 1927 Regensburg 19:23
  • VfL Waiblingen Tigers - HSC Kreuzlingen 29:15
  • Regensburg - Spono Eagles Nottwil 23:24
  • Kreuzlingen - Schozach-Bottwartal 18:18
  • Spono Eagles - Waiblingen 26:29
  • Regensburg - Kreuzlingen 29:26
  • Spono Eagles - Schozach-Bottwartal 20:19
  • Waiblingen - Regenburg 24:22
  • Kreuzlingen - Eagles 16:27
  • Schozach-Bottwartal - Waiblingen 25:28

Turnierendstand:

1.VfL Waiblingen (8:0 Punkte / 110:88 Tore); 2. Spono Eagles (6:2 / 97:87); 3. ESV Regensburg (4:4 / 97:93); 4. SG Schozach-Bottwartal (1:7 / 81:89); 5. HSC Kreuzlingen (1:7 / 75:103).

VfL Waiblingen: Branka Zec, Svenja Wunsch, Celina Meißner (Torhüterinnen); Vanessa Nagler, Lena Klingler, Samira Brand, Caren Hammer, Emma Hertha, Kimberly Gisa, Leonie Henkel, Vivien Jäger, Rabea Pollakowski, Julia Hebst, Lara Eckhardt.

Fünf Wochen vor dem Start ins „Abenteuer 1. Bundesliga, das mit dem Heimspiel am 10. September um 17.30 Uhr gegen die Sport-Union Neckarsulm beginnt, präsentierten sich die Handballerinnen des VfL Waiblingen beim Kempa-Cup in der Rundsporthalle erstmals der Öffentlichkeit. Mit vier Siegen gewann der VfL das Fünfer-Teilnehmerfeld ohne Punktverlust. Wichtiger als der Turniersieg waren für den Waiblinger Trainer Thomas Zeitz die Erkenntnisse aus dem zweitägigen Turnier: „Einiges hat schon ganz

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