Handball im Rems-Murr-Kreis

VfL Waiblingen: Leipzig nicht ins Rollen kommen lassen

BrandS12
Zwar ist der Einsatz von Samira Brand, hier gegen Stefanie Schoeneberg (rechts) und Sulamith Klein von der SG H2Ku Herrenberg, gefährdet. Dennoch ist der VfL Waiblingen gegen den HC Leipzig Favorit. © Ralph Steinemann Pressefoto

Nach dem ausgefallenen Spitzenspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath müssen die Zweitliga-Handballerinnen nun wieder ihre Hausaufgaben erledigen, wie das Trainer Thomas Zeitz nennt. Zu Gast in der Rundsporthalle ist der HC Leipzig. Der ist zwar nur Zehnter, Zeitz schätzt das Team aber stärker ein.

VfL Waiblingen (2. Platz, 33:5 Punkte) – HC Leipzig (10. Platz, 16:24 Punkte; Samstag, 12. März, 18.30 Uhr). Es ist eine obskure Situation in der 2. Liga: Solingen und die punktgleichen Waiblingerinnen haben große Chancen auf die Meisterschaft und den Aufstieg, aber immer noch nicht gegeneinander gespielt. Bereits zum zweiten Mal sagte der HSV wegen Corona-Fällen im Team die Hinrundenpartie ab. „So was ist immer blöd“, sagt Zeitz. Seine Mannschaft und er hätten sich sehr aufs Spitzenduell in Waiblingen gefreut. Nun wird es voraussichtlich erst an einem Mittwochabend im April stattfinden. Die Terminsuche läuft noch.

Kapitänin Caren Hammer hätte im Spiel gegen Solingen gefehlt

Bei einer zweimaligen Absage schießen natürlich sofort die Gerüchte ins Kraut: Hat Solingen die Hosen voll? Zeitz glaubt das nicht. Sicher, zu Motivationszwecken sei es ein gerne genutztes Mittel, dem Team zu sagen, der Gegner habe Angst vor einer Niederlage. „Aber ich bin davon überzeugt, dass Solingen auch lieber gespielt hätte.“

Zwar sei Waiblingen derzeit sehr gut in Schwung, zuletzt gab’s vier souveräne Siege in Folge. „Man muss aber fairerweise sagen, dass Caren Hammer jetzt im Spitzenspiel gefehlt hätte.“ Nach ihrer Corona-Erkrankung habe sich die Kapitänin des VfL nicht freitesten können. Und ohne den Abwehrturm wäre es sehr schwer geworden, die starken Solinger Spielerinnen zu stoppen.

Entscheidung im Aufstiegskampf?

Corona schlägt überall zu. Bisher sei Waiblingen abgesehen von Hammer und Sinah Hagen verschont geblieben, betont Thomas Zeitz. „Aber auch uns kann es noch erwischen.“ Auch deshalb hält er es für nicht angebracht, Solingen für Absagen zu kritisieren oder gar etwas in diese hineinzuinterpretieren.

Für die Spannung in der Liga könnten diese sogar gut sein. Möglicherweise werden die nun kurz aufeinander folgenden Partien gegen den HSV den Aufstiegskampf entscheiden. In dem mischen auch FA Göppingen, derzeit mit einem Punkt Rückstand, aber einem absolvierten Spiel weniger auf Platz drei, und die viertplatzierten Füchse Berlin (29:7 Punkte, ebenfalls nur 18 Partien) mit.

Ein Sieg muss her

Um die tolle Ausgangslage zu behalten, muss der VfL Waiblingen an diesem Samstag die fünfte Partie in Folge gewinnen. Zu Gast ist der HC Leipzig. Beim Aufeinandertreffen in der Hinrunde zeigten sich dessen Stärken und Schwächen. Zeitz fasst sie so zusammen: „Vorne viel Hurra und Hui, hinten viel Pfui und Trallala.“ Mit 36:32 setzte sich der VfL durch. Allerdings hätte er deutlich höher gewinnen können. Wie des Öfteren in der Vorrunde verloren die Waiblingerinnen am Ende aber etwas den Fokus. „Da sind wir inzwischen konsequenter“, betont der Trainer.

Leipzig war geplagt vom Verletzungspech

Von der jungen Leipziger Mannschaft um die routinierten Jacqueline und Stefanie Hummel hält Zeitz viel. Der HC sei besser, als es die Tabelle widerspiegele. „Er hatte viel Verletzungspech.“ Waiblingen dürfe den Angriff der Gäste nicht ins Rollen kommen lassen. Sonst könne es gefährlich werden. Doch der VfL-Coach vertraut auf seine starke Abwehr: „Da haben wir gegenüber dem Gegner einen großen Vorteil.“ Gelinge auch vorne eine gute Leistung, sei die Chance auf zwei Punkte groß.

Ins Waiblinger Team zurückkehren wird Caren Hammer. Alina Ridder dagegen wird wegen ihrer Entzündung im Knie ein weiteres Mal ausfallen. Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Samira Brand. Sie ist krank – hat aber laut Thomas Zeitz kein Corona. Glück gehabt. Und auch ohne Brand wäre der VfL Waiblingen klarer Favorit.

Nach dem ausgefallenen Spitzenspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath müssen die Zweitliga-Handballerinnen nun wieder ihre Hausaufgaben erledigen, wie das Trainer Thomas Zeitz nennt. Zu Gast in der Rundsporthalle ist der HC Leipzig. Der ist zwar nur Zehnter, Zeitz schätzt das Team aber stärker ein.

{element}

VfL Waiblingen (2. Platz, 33:5 Punkte) – HC Leipzig (10. Platz, 16:24 Punkte; Samstag, 12. März, 18.30 Uhr). Es ist eine obskure Situation in der 2. Liga: Solingen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper