Handball im Rems-Murr-Kreis

VfL Waiblingen nach zuerst tollem Auftritt zerfahren zum Sieg

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Sechs Treffer gehen auf das Konto von Mariel Wulf (am Ball). © Ralph Steinemann Pressefoto

Die Handballerinnen des VfL Waiblingen entwickeln sich mehr und mehr zur Mannschaft der ersten Halbzeit: Wie zuletzt gegen Herrenberg (20:9) und in Heide (19:9) überrannte der VfL auch den HC Leipzig in den ersten 30 Minuten und führte mit 20:10. Im zweiten Durchgang lief jedoch im Waiblinger Angriff nicht mehr viel zusammen. Dennoch reichte es zum 28:22-Heimsieg.

Aus Waiblinger Sicht mag man sich mit einem Augenzwinkern fast schon wünschen, dass die 60 Minuten ohne Unterbrechung durchgespielt werden. Denn in den letzten drei Spielen war nach der jeweils klaren Führung die Luft nach der Pause weitgehend raus. Andererseits untermauerte der VfL gegen den HC Leipzig seine Aufstiegsambitionen wieder mit einer fulminanten Leistung und Hochgeschwindigkeitshandball. Die Gäste aus Sachsen hielten die Partie knapp zehn Minuten lang offen (5:5), dann rollte der Waiblinger Angriffsexpress auf Hochtouren. Aus einem erneut überzeugenden Abwehr-Torhüterinnen-Verbund heraus startete Waiblingen etliche Gegenstöße.

20:10 zur Halbzeit

Aber auch aus dem Positionsspiel heraus wirbelte der VfL die recht offensive HCL-Abwehr mit schnellen Passfolgen und Positionswechseln immer wieder aus. Mariel Wulf sorgte mit ihren Krachern aus dem linken Rückraum für einfache Tore. Insgesamt war die Heimmannschaft von allen Positionen aus gefährlicher als Leipzig. Gestützt auf die guten Torhüterleistungen von Celina Meißner und der später eingewechselten Svenja Wunsch, zog der VfL Tor um Tor davon. Der 20:10-Halbzeitstand war verdienter Lohn eines tollen Waiblinger Auftritts.

Nach der Pause folgt die Ernüchterung

In den ersten Minuten nach Wiederbeginn schien der VfL den Sturmlauf fortzusetzen. Rabea Pollakowski netzte per Strafwurf zum 23:11 ein (34. Minute). Das war es dann aber auch mit der bis dahin drückenden Überlegenheit des Gastgebers. Im Waiblinger Angriff riss fast völlig der Faden. Der VfL produzierte jetzt viele technische Fehler, scheiterte an der Gästetorhüterin Anna Kröber oder warf neben das Tor. Allein mit den vom Waiblinger Coach Thomas Zeitz vorgenommenen Auswechslungen ließ sich die plötzliche Sturmflaute nicht erklären. Denn auch den im ersten Durchgang noch überzeugenden arrivierten Kräften im VfL-Team unterliefen nun Fehler. Dank der hohen Halbzeitführung einerseits sowie auch einigen technischen Fehlern auf Seiten der Leipzigerinnen andererseits geriet der Sieg des Tabellenzweiten jedoch nicht mehr in Gefahr. Näher als auf fünf Tore (20:25, 51. Minute) kam der HCL nicht mehr heran. Somit sorgte die zweite Halbzeit beim 28:22-Sieg lediglich für einen kleinen Schönheitsfleck - solange sich der VfL bei den kommenden Aufgaben auch weiterhin auf die erste Halbzeit verlassen kann.

VfL Waiblingen: Zec, Wunsch, Meißner; Sabljak, Nagler (3), Schraml (2), Hagen (3), Klingler, Brand, Hammer (1), Wulf (6), Henkel (4), Jäger (3), Pollakowski (6/3).

HC Leipzig: Kröber, Krüger; Uhlmann (4/2), Seidel (2), Illge, Greschner (2), Glimm (2), Bessert (2), Lotta Röppcke, Lilli Röpcke (1), Hummel (6), Meyer (3), Gutseel.

Die Handballerinnen des VfL Waiblingen entwickeln sich mehr und mehr zur Mannschaft der ersten Halbzeit: Wie zuletzt gegen Herrenberg (20:9) und in Heide (19:9) überrannte der VfL auch den HC Leipzig in den ersten 30 Minuten und führte mit 20:10. Im zweiten Durchgang lief jedoch im Waiblinger Angriff nicht mehr viel zusammen. Dennoch reichte es zum 28:22-Heimsieg.

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Aus Waiblinger Sicht mag man sich mit einem Augenzwinkern fast schon wünschen, dass die 60 Minuten ohne

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