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VfR Birkmannsweiler: Beharrlichkeit zahlt sich aus

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Ali Dogan (hier gegen den Steinacher Maximilian Grau) hat bisher fünfmal für den VfR Birkmannsweiler getroffen. Erfolgreicher beim VfR war nur Andy Roll mit zehn Treffern. Am Sonntag steht für den VfR ein schweres Spiel in Stetten an. © Ralph Steinemann

Es lief lange Zeit nicht gerade berauschend beim VfR Birkmannsweiler. Platz neun nur nach der Vorrunde in der Fußball-Kreisliga A I mit gerade mal 19 Punkten, von denen lediglich vier zu Hause geholt wurden. Doch in der Rückrundentabelle steht der VfR mit Tabellenführer FSV Waiblingen gleichauf vorn. Mischt der VfR nun die Liga auf?

Dass es in der Tabelle noch ein wenig weiter nach vorne geht, wäre Trainer Tim Böhringer (43) zwar nicht unrecht, aber: „Wir bleiben am Boden“, sagt er. „Ziel in dieser Saison war, sich kennenzulernen und sportlich weiterzuentwickeln.“ Auf diesem Weg sei der VfR schon ein gutes Stück vorangekommen. Auch wenn er nun erst die Ernte, also erfolgreiche Ergebnisse, einfährt.

„Wir waren die bessere Mannschaft“

Trotz mäßiger Ergebnisse ist Böhringer nämlich schon von Beginn an nicht unzufrieden gewesen. „Wir haben uns Chancen erarbeitet, und zwar fußballerisch, aber im Abschluss Defizite gehabt.“ Das sei bereits im ersten Spiel – immerhin gegen Topfavorit FSV Waiblingen – so gewesen. Böhringer: „Wir waren die bessere Mannschaft.“ Der VfR aber verlor mit 2:3. Das Rückspiel in Waiblingen dagegen entschied er für sich.

Sieben Siege in acht Spielen sind Birkmannsweiler – jahresübergreifend – zuletzt gelungen. „Wir belohnen uns jetzt auch für unseren Aufwand“, so Böhringer.

„Hier gibt es ein intaktes Umfeld"

Der kam als erfolgreicher (Aufstiegs-)Trainer vom Landesligisten FC Viktoria Backnang zwei Klassen nach unten. Auch wenn im Kader weniger Qualität sei als in Backnang, fühlt er sich wohl. „Hier gibt es ein intaktes Umfeld, eine gute Abteilungsleitung und eine charakterlich einwandfreie Mannschaft.“ Die wolle er sportlich weiterentwickeln. Taktische Disziplin fordert er, den Ball flach am Boden, selbst agieren, nicht reagieren. Im System sei die Mannschaft mittlerweile so flexibel, dass sie im Spiel von 4:2:3:1 auf 4:4:2 umschalten könne; wie zuletzt beim 1:0 gegen den KTSV Hößlinswart – den Böhringer im Übrigen für „die spielstärkste Mannschaft der Liga“ hält.

Auch Abteilungsleiter Stephan Ohnhäuser bewahrte in der Vorrunde die Ruhe. Viele junge Spieler, Verletzungspech „und uns war klar, dass die neue Philosophie des Trainers nicht sofort greifen wird“.

Ein bisschen Qualität mehr müsste es schon sein

Mittlerweile tut sie das. Wohl auch, weil der VfR den eingeschlagenen Weg „gnadenlos (Böhringer) weitergegangen ist. Als Sechster liegt der VfR nur noch drei Zähler hinter dem Tabellenzweiten TSV Schmiden. Auf Platz zwei will Böhringer jedoch nicht schielen, jetzt noch nicht. Ein bisschen Qualität mehr müsste es schon sein, um ganz vorne mitzumischen. Und in diese Richtung gebe es für die kommende Spielzeit Gespräche.

Das bedeutet: Neue Spieler für den VfR, einige Spieler aus dem Kader gehen in die zweite Mannschaft, der in der Kreisliga B IV die Meisterschaft kaum noch zu nehmen ist. Er selbst macht auf jeden Fall weiter.

„Da haben wir noch etwas gutzumachen“

Zunächst jedoch steht die Partie beim TV Stetten an. „Da haben wir noch etwas gutzumachen“, sagt Böhringer. „Aber wir reisen mit Selbstvertrauen an und das Ziel ist mindestens ein Punkt.“

Der VfR trifft auf einen Gegner mit Parallelen. Auch beim TVS lief es in der Vorrunde mäßig. In der Rückrundentabelle steht er allerdings auf Platz drei, nur zwei Zähler hinter dem VfR.