Rems-Murr-Sport

Vorschau fürs Wochenende

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In Oeffingen lief es noch bestens für den TSV Schornbach (links Marius Jurczyk, rechts Georgios Mahlelis), in Pflugfelden dagegen verfiel der TSV in alte Muster und verlor. Gegen Schlusslicht SV Leingarten soll das nicht erneut geschehen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es läuft gut bei Fußball-Landesligist TSV Schwaikheim und noch besser beim SV Breuningsweiler. In Schornbach dagegen ist Trainer Giuseppe Greco unzufrieden. Er hat aber gute Chancen auf einen Sieg am Wochenende. Bereits am Freitag im Einsatz ist Drittligist SG Sonnenhof.

3. Liga

SV Werder Bremen II (16. Platz, 14 Punkte) – SG Sonnenhof Großaspach (8., 21 Punkte; Freitag, 19 Uhr). Zweimal nun hintereinander hat die SG gewonnen. Darauf, so Cheftrainer Sascha Hildmann, „werden wir uns aber nicht ausruhen“. In Bremen will die SG punkten, möglichst sogar dreifach, und damit den Anschluss an die oberer Tabellenregion herstellen. Gegner Bremen geht es weniger gut. Seit zehn Spielen ist er ohne Sieg. Das führte zu einem Trainerwechsel, allerdings zu einem der anderen Art. Die Entlassung von Alexander Nouri als Trainer der Profis hatte direkte Auswirkungen auf die Zweitvertretung: Florian Kohfeldt rückte nach oben, für ihn steht nun Miroslav Votava, zuvor Co-Trainer, an der Seitenlinie. Bis auf Sebastian Schiek (Sehnenreizung Knie) und Felice Vecchione (Aufbautraining) stehen Hildmann alle Spieler zur Verfügung.

Oberliga.

Neckarsulmer Sport-Union (1. Platz, 27 Punkte) – TSG Backnang (12., 16 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Zweimal gewonnen, zweimal zu null gespielt – die TSG hat sich fürs Erste aus dem Abstiegssumpf befreit. Der Sieges-Miniserie jedoch droht nun ein Ende. Die TSG muss zum Spitzenreiter. Allerdings war das der FC Villingen auch, bis er auf die TSG traf. Das jedoch war ein Heimspiel der Backnanger.

Landesliga. SV Fellbach (6., 16 Punkte) – TSV Heimerdingen (11., 12 Punkte; Freitag, 20 Uhr). Zwei Siege genügten, um die Fellbacher wieder bis auf Platz sechs nach oben zu spülen. Gelingt nun Sieg Nummer drei in Folge, kann der SVF die nächsten Wochen etwas beruhigter angehen. Die Gäste allerdings haben schon sieben Punkte auf fremden Plätzen gesammelt.

TSV Schornbach (7., 16 Punkte) – SV Leingarten (16., 9 Punkte; Sonntag 14.30 Uhr). TSV-Trainer Giuseppe Greco muss sich vorkommen wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Seine Mannschaft reißt sich gegen starke Gegner zusammen, zeigt, was sie kann, nimmt aber vermeintlich schwächere nicht so ernst, wie sie das sollte. „Unterirdisch“ sei die Spannung seiner Spieler beim Spiel in Pflugfelden gewesen. Dennoch hätten sie Chancen herausgearbeitet, sie nicht genutzt und am Ende den Sieg noch erzwingen wollen. Nicht zum ersten Mal sind sie schließlich ausgekontert worden. „Naiv“, nennt Greco das. Dass dies den Trainer ärgert, wussten die Spieler allerdings. Nur neun ließen sich deshalb im Montagstraining blicken. Sie müssen sich wohl dennoch auf eine härtere Gangart einstellen, denn der nächste Gegner birgt die noch stärkere Gefahr, ihn zu unterschätzen. Letzter ist der SV Leingarten, aber, wie Greco anmerkt, „auch nur sieben Punkte von uns entfernt“. Er muss noch einmal auf Timo Morawietz und auch Gian Luca Tosta verzichten (Urlaub), Kostas Petridis Sperre hingegen ist abgelaufen, und auch David Milojkovic kommt aus dem Urlaub zurück.

FV Kornwestheim (15., 10 Punkte) – TV Oeffingen (9., 13 Punkte; Sonntag 14.30 Uhr). Es läuft nicht mehr bei den Oeffingern. Auf sieben Spiele ohne Niederlage folgten drei verlorene Partien, von denen vor allem die letzte – zu Hause gegen Pfedelbach – schmerzt. Folgt die nächste Pleite, könnte sich die ebenfalls schmerzhaft in der Tabelle bemerkbar machen.

SV Breuningsweiler (1., 28 Punkte) – TV Pflugfelden (8., 14 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). 2:0 beim Titelfavoriten Löchgau, der zuvor erst drei Gegentreffer hat hinnehmen müssen – spätestens jetzt ist der SVB doch Topfavorit auf die Meisterschaft. Die Breuningsweilermer aber zieren sich immer noch. Spielertrainer Niko Rummel: „Das war schon ein Ausrufezeichen, aber Topfavorit? Nein.“ Aber auch Rummel muss zugeben: „Das Gebilde funktioniert.“ Das Gebilde aus Spielern von außen, die hohe Qualität mitbringen, zusammen mit SVB-eigenen Spielern. Die Konkurrenz im Kader ist groß. „Jeder muss Gas geben und tut das auch.“ Gegen Pflugfelden nun „sei Vorsicht geboten“. Wer in Löchgau gewinnt, unterschätzt womöglich den TV. „Wir müssen die Konzentration hochhalten.“ Unsicher ist, ob Christian Mayer und Markus Kellermann, die in Löchgau fehlten, wieder einsatzbereit sind.

TSV Schwaikheim (4., 20 Punkte) Spvgg Gröningen-Satteldorf (2., 21 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Nur ein Punkt fehlt den Schwaikheimern zum Relegationsplatz. Trainer Toni Guaggenti gefällt diese Sichtweise allerdings nicht. Es sei toll, was bisher erreicht worden ist, „aber das ist weiterhin nur eine Momentaufnahme“. Zwar fehle nur ein Punkt zu Platz zwei, aber sechs Punkte weniger, also zwei Niederlagen, und schon komme die Abstiegszone ziemlich nahe. Dennoch: Trotz einiger Verletzungsprobleme – der gerade wieder genesene Heiko Bernert hat sich bei einer Rettungsaktion das Außenband im Knie gerissen – steht die Mannschaft bestens da. In Stetten-Kleingartach „sind wir kompakt gestanden und haben fast nichts zugelassen“. Das wird auch im Spitzenspiel gegen Satteldorf nötig sein. Guaggenti: „Das ist für uns ein Bonusspiel, wir haben nichts zu verlieren.“ Aber viel zu gewinnen – wie schon gegen Spitzenreiter SV Breuningsweiler. Fehlen wird außer Heiko Bernert womöglich auch aus beruflichen Gründen Jochen Bartholomä, Daniel Charpentier ist angeschlagen, hat nicht trainiert.