Rems-Murr-Sport

Waiblingen dominiert Stadtderby

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Edgar Gneiding steigt hoch, Florian Burmeister vom TV Bittenfeld II kann nur zuschauen. Der VfL Waiblingen setzte sich im Stadtderby sicher durch. © Ralph Steinemann

Sicher mit 30:24 (17:11) haben die Handballer des VfL Waiblingen das Stadtderby der Württembergliga gegen den TV Bittenfeld II gewonnen. Nur Mitte der ersten Halbzeit gelang es den Gästen, das Stadtderby offen zu gestalten.

Den Rest der Begegnung dominierten eindeutig die VfL-Spieler. Die Gastgeber führten teilweise mit neun Toren Vorsprung und ließen nie einen Zweifel daran aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen würde.

Die ersten drei VfL-Tore gingen auf das Konto von Edgar Gneiding, der bei seinen Würfen genau die Lücke in der TVB-Abwehr erkannte. Lücken, die es in der VfL- Defensive zunächst überhaupt nicht gab. Aufmerksam und mit Aggressivität ließ die Waiblinger Defensive inklusive des wieder einmal sehr gut aufgelegten Torhüters Marc Krammer in den ersten zehn Minuten nur einen einzigen TVB-Treffer zu.

9:9 nach 19 Minuten

Die Gäste stellten früh ihre Mannschaft um, wechselten mit Philipp Porges ihren torgefährlichsten Spieler ein und versuchten es in den zweiten zehn Minuten durchaus erfolgreich, über den Kreis zum Abschluss zu gelangen. Nach 19 Minuten stand es 9:9 und es folgte die beste Phase der Gastgeber.

Es begann mit einem Hattrick des eingewechselten Damir Marjanovic, der einen Sahnetag erwischte. Die VfL-Abwehr stand wieder wie eine Festung, der sehr treffsichere Richard Babjak traf sowohl per Konter als auch von außen, und auch zwei Bittenfelder Auszeiten konnten den zehnminütigen 7:0-Lauf der Gastgeber nicht beenden. Mit einem deutlichen 17:11 ging es schließlich in die Kabinen.

VfL-Trainer Tim Baumgart fand offenbar die richtigen Worte

Auch hier fand VfL-Trainer Tim Baumgart offenbar die richtigen Worte. Waiblingen spielte weiterhin sehr flexibel, Kreisläufer Lukas Baumgarten wurde nun mehrfach erfolgreich eingesetzt, nach 38 Minuten führten die Gastgeber zum ersten Mal mit neun Toren Vorsprung. Die Gäste nutzten eine Überzahlsituation, um auf 23:18 zu verkürzen, doch der nächste Dreierpack von Marjanovic beendete alle möglichen Zweifel am Derbysieger.

Nach dem 27:18 schaltete der VfL einen Gang zurück, und die Gäste durften noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Am Ende gab es einen verdienten 30:24-Sieg, der dem Waiblinger Punktekonto extrem gut tut. Der VfL Waiblingen spielt in diesem Jahr noch gegen die beiden Letzten der Tabelle, die aber beide mit einigen Überraschungssiegen aufhorchen ließen und auf keinen Fall unterschätzt werden dürfen.

VfL Waiblingen: Krammer, Seeger; Brugger (2), Grüninger, Linsenmaier (3), Melo (1), Luckert, Ader, Babjak (5), Gneiding (4), Schwarz (1), Baumgarten (4), Marjanovic (9/3), Baumann (1).

TV Bittenfeld II: Buck (2), Bohnert, Burmeister (2), Gille (2), Kornmann, Schweikhardt, Lehmann, Heib (5/4), Schmid-Ungerer, Bischoff (3), Wissmann (4), Gantner, Haspinger (2), Porges (4).