Rems-Murr-Sport

Waiblinger Alexander Lauinger schafft's ins Halbfinale des Waiblinger Tennisturniers

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Nach langer Zeit schaffte es wieder einmal ein Spieler des TC Waiblinger bis ins Halbfinale des eigenen Turnier. Alexander Lauinger scheiterte erst am späteren Sieger Maximilian Scholl. © Ralph Steinemann Pressefoto

Steffi Bachofer vom TC Bernhausen und Maximilien Scholl vom TEC Waldau Stuttgart sind die Sieger bei der 47. Auflage des Waiblinger Hallen-Tennisturniers. Auch ein Waiblinger schaffte es erstmals wieder seit langer Zeit in die Vorschlussrunde: Alexander Lauinger, aktueller Bezirksmeister, scheiterte erst am späteren Sieger Maximilian Scholl vom TEC Waldau Stuttgart.

Turnierdirektor Peter Hagedorn war sehr zufrieden mit der Besetzung der Felder. Bei den Männern gab es ausgesprochen ausgeglichenes Feld, wobei der an Nummer eins gesetzte Torben Steinorth aus Weinheim mit Platz 90 der deutschen Rangliste das Feld anführte. Was den jungen Badener auszeichnete, war sein gewaltiger Aufschlag und eine klassische einhändige Rückhand, die er millimetergenau die Linie entlangzirkelte.

Druckvolles Spiel von Lauinger

Sehr gut verkaufte sich der Waiblinger Alexander Lauinger, der sich auf dem schnellen Hallenboden sehr gut und vor allem konstant präsentierte. Mit seinem guten Aufschlag und seiner schnellen Vorhand setzte er seine Gegner unter Druck und konnte auf seine gradlinige Rückhand die Linie entlang setzten. Das bekam unter anderem David Deumer (Hirschlanden) beim 6:2, 6:2 zu spüren, danach der an fünf gesetzte Düsseldorfer Niklas Koch beim 6:4, 6:4. Koch steht in der deutschen Rangliste auf Platz 182, Lauinger dagegen auf Position 653.

Im Viertelfinale schaltete der Waiblinger Sidney Zick aus Dachau mit einem hart umkämpften 6:2 2:6, 10:7 aus. Erst im Halbfinale wurde der Lauf von Lauinger von Maximilian Scholl gestoppt: Der Waldau-Spieler gewann 6:2, 6:2.

Igor Martic verkauft sich gut

Im Finale standen sich damit Torben Steinorth und der an vier gesetzte Scholl gegenüber. Beide haben einen gewaltigen ersten Aufschlag – bestens geeignet für den schnellen Waiblinger Teppichboden. Dazu ist das Tempo nochmals wesentlich schneller als bei den Frauen, wenige Punkte meistens von der Grundlinie entschieden über Erfolg oder Niederlage. Und da hatte Scholl, die Nummer 174 der deutschen Rangliste, meistens das bessere Ende für sich und gewann recht deutlich 6:2 und 6:3.

Gut verkaufte sich auch Igor Martic vom TC Waiblingen, der sein Erstrundenspiel gegen Deni Hadziajagic (TC Doggenburg) 7:6 und 6:3 gewann und sich danach gegen Sergej Topic (Hanau) mit 6:2 und 6:4 durchsetzt, dann aber die Segel gegen Scholl im Viertelfinale streichen musste. Auch der Fellbacher Moritz Dettinger siegte gegen Rico Gaisser (Oberstenfeld) 6:2, 6:1 sowie gegen Richard Pressler (Heilbronn) 6:3, 6:4 und unterlag im Viertelfinale dem an eins gesetzten Torben Steinorth mit 4:6 und 4:6. Dennis Katzenwadel aus Schorndorf, Naoh-Ralf Heeb aus Backnang und der Neu-Waiblinger Joel Wobmann waren jeweils bereits in der ersten Rundes des Hauptfeldes gescheitert.

Bauchmuskelverletzung macht Putz im Finale zu schaffen

Das Feld bei den Frauen war vor allem an der Spitze bestens besetzt. Laura Isabel Putz aus Aschheim hatte eigentlich nicht für das Waiblinger Turnier gemeldet. Ihre Mutter rief Turnierdirektor Peter Hagedorn eine Viertelstunde vor der Auslosung an und fragte nach einem Startplatz. Hagedorn hievte die Nummer 33 der deutschen Rangliste mit einer Wild-Card ins Feld – und die Bayerin spielte sich sehr souverän ins Finale, hatte ihr Halbfinale gegen Charlotte Rösch vom TC Doggenburg glatt 6:1, 6:3 gewonnen.

Putz gehört zum Porsche-Nachwuchsteam des Deutschen Tennis-Bundes und wird auch von Bundestrainerin Barbara Rittner betreut. Die an zwei gesetzte Steffi Bachofer wird in Deutschland auf Platz 37 notiert. Bei den letzten Weltmeisterschaften der Seniorinnen 30 gewann sie den Titel im Einzel, Doppel und Mixed und holte noch Silber mit der Mannschaft. Die 38-Jährige vom TC Bernhausen spielte sich sehr souverän ins Finale mit 6:0, 6:0 gegen Darja Grigorieva (Bietigheim) sowie 6:0, 6:1 gegen Nadia Nemeth. Die frühere Waiblingerin spielt jetzt für den TC Weissenhof. Dann gab's ein 6:0, 6:2 gegen Liva Yildiz (Herne) und schließlich ein 6:0, 6:2 gegen die junge Anouk Richter (Jahrgang 2007) aus Vaihingen-Rohr. Die Nachwuchsspielerinnen wie etwa auch Gwendolyn Fedel (Jahrgang 2008) aus Hechingen, die das Viertelfinale erreichte, waren für Hagedorn die Überraschungen des Turniers.

Viele Breaks im zweiten Satz

Putz ging als leichte Favoritin ins Finale gegen Bachofer, die in Waiblingen allerdings schon mehrfach gewonnen hatte: „Wie oft, weiß ich selbst nicht“, bekannte die Sport-Sachbearbeiterin beim Württembergischen Tennis-Bund. Putz startete gut im Endspiel, nahm Bachofer auch gleich den zweiten Aufschlag ab und führte 2:1. Dann allerdings machte sich immer mehr die Bauchmuskelzerrung bei der 19 Jahre jungen Bayerin bemerkbar, die in ihrem letzten Aufschlagspiel des ersten Satzes einmal sogar von unten aufschlug. Bachofer brachte das nicht aus dem Konzept, sie holte sich Durchgang eins mit 6:2. Der zweite Satz war geprägt von vielen Breaks bis zum Stand von 4:4, nachdem Putz sich vor dem zweiten Durchgang eine Tablette gegen die Schmerzen eingeworfen hatte. Dennoch war ihr die Verletzung vor allem bei ihren Aufschlägen anzumerken. Nach knapp zwei Stunden schlug Laura Isabel Putz den letzten Ball ins Netz und Bachofer gewann mit 6:2 und 6:4. Turnierdirektor Peter Hagedorn hatte genau nachgeschaut: „Vor 20 Jahren spielte Steffi hier zum ersten Mal – und da war Isabel noch nicht einmal geboren.“

Steffi Bachofer vom TC Bernhausen und Maximilien Scholl vom TEC Waldau Stuttgart sind die Sieger bei der 47. Auflage des Waiblinger Hallen-Tennisturniers. Auch ein Waiblinger schaffte es erstmals wieder seit langer Zeit in die Vorschlussrunde: Alexander Lauinger, aktueller Bezirksmeister, scheiterte erst am späteren Sieger Maximilian Scholl vom TEC Waldau Stuttgart.

Turnierdirektor Peter Hagedorn war sehr zufrieden mit der Besetzung der Felder. Bei den Männern gab es ausgesprochen

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