Handball im Rems-Murr-Kreis

Waiblinger Handballerinnen spüren beim Sieg in Wuppertal ordentlich Gegenwind

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Sinah Hagen (links), hier im Spiel gegen den HC Leipzig, war auch beim schwer erkämpften 24:22-Erfolg beim TVB Wuppertal eine der großen Stützen im Team des Tabellenzweiten VfL Waiblingen. Sieben Tore gingen aufs Konto der Spielmacherin. © Ralph Steinemann Pressefoto

Ordentlich Gegenwind hatten die Handballerinnen des VfL Waiblingen bei ihrer Auswärtspartie in Wuppertal zu überstehen. In einer engen Begegnung verteidigte der Zweitligist mit dem 24:22-Erfolg (13:13) seinen zweiten Tabellenplatz. Auch das Hinspiel (27:24) war seinerzeit schon ein Arbeitssieg des VfL gewesen.

Nur in den Anfangsminuten sah es so aus, als könnte der VfL seine jüngste Serie überragender erster Halbzeiten auch im Bergischen Land fortsetzen. Angeführt von der starken Sinah Hagen legten die Gäste nach knapp sieben Minuten das 4:1 vor. Doch anschließend schloss Waiblingen einige Angriffe zu überhastet ab oder ließ gute Einwurfmöglichkeiten aus.

Starke Bergmann

Der TVB war bald wieder auf Augenhöhe mit dem VfL. Zum einen, weil der Gastgeber sehr diszipliniert und mit geringer Fehlerquote zu Werke ging. Zum anderen, weil seine Halbrechts-Spielerin Anna Lena Bergmann weder von der Waiblinger Abwehr noch von der VfL-Torhüterin gebremst werden konnte. Bergmanns Treffer zum 8:6 nach 18 Minuten veranlasste den Waiblinger Trainer Thomas Zeitz zur ersten Auszeit. Die hatte nur Kurzzeitwirkung bis zum 8:8. Denn Wuppertal spielte weiterhin sehr konsequent seine Möglichkeiten gegen die an diesem Abend allerdings auch nicht wie gewohnt stabile VfL-Abwehr aus.

Der VfL kommt nur schwer in den Spielfluss

Der Tabellendrittletzte holte sich beim 10:8 die Zwei-Tore-Führung zurück und behauptete diese bis 93 Sekunden vor dem Pausenpfiff (13:11). Immerhin raffte sich der VfL noch vor der Halbzeit wieder auf und stellte mit den beiden Toren zum 13:13 wieder alles auf null für den zweiten Durchgang.

Der bot über weite Strecken das gleiche Bild. Der VfL kam gegen die teilweise extrem offensive TVB-Abwehr schwer in den Spielfluss. Der finale Pass auf die freie Spielerin war mitunter unsauber oder blieb hängen. Da sich jedoch die Waiblinger Abwehr inklusive Torhüterin Svenja Wunsch steigerten, wurden Tore zunehmend zur Mangelware. Aber auch nach dem Waiblinger 3:0-Zwischenspurt, mit dem der VfL das 16:17 in die 19:17-Führung nach 46 Minuten drehte, war der TVB längst nicht geschlagen. Dem VfL fehlten komplett die einfachen Tore aus der ersten oder zweiten Welle, so dass es ein zähes Ringen um jeden einzelnen Treffer blieb. Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende glich Bergmann für den Gastgeber erneut aus (21:21). In den Schlussminuten waren es die nervenstarke Vanessa Nagler mit zwei Toren, Branka Zec mit einem gehaltenen Strafwurf sowie Sinah Hagen mit dem letzten Treffer der Partie, die Waiblingen doch noch als Sieger vom Platz gehen ließen.

Mannschaft ist mental gereift

„Nach dem guten Start haben wir uns schwergetan“, analysierte der Waiblinger Trainer Thomas Zeitz nach dem Spiel. „Wuppertal hat das aber auch clever gemacht und das Tempo immer wieder rausgenommen. So kam unser Tempogegenstoßspiel auch nicht in Fahrt.“ Mit Blick auf die entscheidenden letzten Minuten sieht der VfL-Chefcoach jedoch Positives: „Das hat gezeigt, dass die Mannschaft mental weiter gereift ist und die Spielerinnen Verantwortung übernehmen, auch wenn es davor nicht gut gelaufen ist.“

Ohnehin wird sich nach Einschätzung von Zeitz in der jetzt beginnenden heißen Phase um den Aufstieg jedes Team aus dem Spitzenquartett zunehmend schwerertun, wie auch die überraschende Niederlage von FA Göppingen gegen die Kurpfalz Bären zeigt. Der Bundesligaabsteiger (32:6 Punkte) liegt nun auch nach Minuspunkten hinter dem Spitzenduo Solingen-Gräfrath und Waiblingen (jeweils 37:5). Und die ersten vier der Tabelle treffen nun am kommenden Samstag aufeinander: Göppingen reist nach Solingen, der VfL empfängt die Füchse Berlin (33:9 Punkte) um 18.30 Uhr in der Rundsporthalle.

TVB Wuppertal: Steller, Grewe, Centini; Wagner (1), Eckert, Hufschmidt (1), Stefes (5/2), Matavs (3/2), Bratzke (1), Bergmann (10), Stens, Weisz, Flohr (1).

VfL Waiblingen: Zec, Wunsch, Meißner; Sabljak, Nagler (7/4), Schraml (2), Hagen (7), Klingler (1), Brand (2), Hammer, Wulf (3), Ridder, Jäger (1), Pollakowski (1/1).

Ordentlich Gegenwind hatten die Handballerinnen des VfL Waiblingen bei ihrer Auswärtspartie in Wuppertal zu überstehen. In einer engen Begegnung verteidigte der Zweitligist mit dem 24:22-Erfolg (13:13) seinen zweiten Tabellenplatz. Auch das Hinspiel (27:24) war seinerzeit schon ein Arbeitssieg des VfL gewesen.

Nur in den Anfangsminuten sah es so aus, als könnte der VfL seine jüngste Serie überragender erster Halbzeiten auch im Bergischen Land fortsetzen. Angeführt von der starken

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