Handball im Rems-Murr-Kreis

VfL Waiblingen mit Zittersieg beim Tabellenletzten TV Aldekerk

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Vanessa Nagler vom VfL Waiblingen machte mit insgesamt 14 Treffern in der Partie beim TV Aldekerk die meisten Tore. Archivfoto: Steinemann © Ralph Steinemann Pressefoto

Mit „Hauptsache gewonnen“ ist der 33:31-Sieg (14:16) der Waiblinger Handballerinnen beim punktlosen Tabellenletzten der 2. Handball-Bundesliga TV Aldekerk wohl treffend überschrieben. Erst eine Parade der VfL-Torhüterin Svenja Wunsch und der 14. Treffer von Waiblingens bester Torschützin Vanessa Nagler zum 33:31 sicherten dem VfL in der Schlussminute den knappen Auswärtssieg. Mit der Angriffsleistung seiner Schützlinge war der VfL-Trainer Thomas Zeitz noch zufrieden. „Aber in der Abwehr standen wir ganz schwach“, so Zeitz.

Obwohl der Trainer eine positive Vorbereitung und eine gute Stimmung seines Teams vor der ersten Partie im neuen Jahr ausmachte, missglückte dem VfL im hohen Norden der Auftakt völlig. Nach 122 Sekunden führte der Gastgeber mit 3:0, drei Minuten später sogar mit 6:2. Schon früh zeigte sich die Waiblinger Abwehr als Schwachstelle. „Da waren wir gedanklich nur bei 50 Prozent“, resümierte später Zeitz. Die Folge: Einfache Körpertäuschungen der TV-Angreiferinnen reichten oft, dass die VfL-Defensive ausgehebelt wurde, ebenso landeten die Abpraller mehrheitlich wieder bei Aldekerk. Immerhin zeigte der Waiblinger Angriff seine Qualitäten, allen voran die Rückraumspielerinnen Vanessa Nagler, Samira Brand und Mariel Wulf, die am Ende zusammen 28 Tore erzielten. Doch auch der 11:11-Ausgleich durch Brand in der 22. Minute brachte keine Sicherheit in die Waiblinger Abwehr. Zumal auch die Anzahl der gehaltenen Würfe von Torhüterin Celina Meißner merklich unter ihrer sonst überdurchschnittlichen Quote lag. Bis zur Halbzeit setzte sich Aldekerk wieder leicht auf 16:14 ab.

Aldekerk führt lange Zeit

Der Tabellenletzte verteidigte die Zwei-Tore-Führung bis zum 19:17. „Danach standen wir für einige Minuten recht ordentlich in der Abwehr“, so der VfL-Coach Zeitz. Mit einem 4:0-Lauf holte sich Waiblingen erstmals die Führung in der Partie (38. Minute). Da die Gästeabwehr anschließend jedoch wieder schwächelte, blieb das Spiel auf der Kippe. Mit viel Kampfgeist und Einsatzwillen glich Aldekerk fünfeinhalb Minuten vor dem Ende wiederum aus (29:29). Das Remis hatte auch noch beim 31:31 Bestand, zu spielen waren da noch zweieinhalb Minuten.

Nagler trifft zur endgültigen Führung

Vanessa Nagler blieb vom Siebenmeterpunkt nervenstark und netzte auch ihren fünften Strafwurf zur neuerlichen Führung (32:31) ein. Auf der Gegenseite hielt die mittlerweile eingewechselte VfL-Torhüterin Svenja Wunsch zwei wichtige Bälle. Wieder in Ballbesitz überstand Waiblingen die noch verbleibenden 56 Sekunden gegen die nun offene TV-Abwehr schadlos. Nach der letzten Waiblinger Auszeit sicherte Nagler mit dem Treffer zum 33:31 den glücklichen Auswärtssieg des Tabellenzweiten.

„Im Angriff lassen wir insgesamt nur wenige Chancen liegen, da lag heute nicht das Problem“, gab der Waiblinger Trainer Thomas Zeitz zu Protokoll. „Aber in der Abwehr waren wir heute sehr schwach. Andererseits war der Auftritt heute mit dem glücklichen Ende hoffentlich auch ein Wachrüttler für die kommenden Spiele gegen Göppingen und im Pokal gegen den Thüringer HC.“

TV Aldekerk: Kothen, Cengiz, Leuf; A. Huppers (8/1), F. Huppers (9/5), Albin (1), Nebel, Nunnendorf, van Katwijk, Rottwinkel (6/2), Beugels (4), Korsten (2), Strunz (1). VfL Waiblingen: Meißner, Wunsch; Nagler (14/5), Schraml, Hagen (1), Klingler, Brand (8), Hammer (1), Wulf (6), Bergfeld, Henkel (3), Ridder, Pollakowski.

Mit „Hauptsache gewonnen“ ist der 33:31-Sieg (14:16) der Waiblinger Handballerinnen beim punktlosen Tabellenletzten der 2. Handball-Bundesliga TV Aldekerk wohl treffend überschrieben. Erst eine Parade der VfL-Torhüterin Svenja Wunsch und der 14. Treffer von Waiblingens bester Torschützin Vanessa Nagler zum 33:31 sicherten dem VfL in der Schlussminute den knappen Auswärtssieg. Mit der Angriffsleistung seiner Schützlinge war der VfL-Trainer Thomas Zeitz noch zufrieden. „Aber in der Abwehr

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