Rems-Murr-Sport

Warum der VfB Stuttgart so manches Rems-Murr-Team beneiden muss

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Symbolbild. © Anne-Katrin Walz
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sportredakteur Gisbert niederfuehr
sportredakteur Gisbert niederfuehr © schneider

Der VfB Stuttgart hat seine gute Lage im Aufstiegsrennen verspielt und muss wieder zittern. Das haben einige Rems-Murr-Aufstiegsaspiranten deutlich besser hinbekommen. Um die komfortable Lage einiger Spitzenreiter muss der VfB sie direkt beneiden.

Bezirksliga

Der SV Breuningsweiler zum Beispiel. Sieben Spiele hat er noch vor sich und zehn Punkte Vorsprung. Die Meisterschaft ist also so gut wie vergeben. Vor allem, weil die Verfolger schwächeln. Der TSV Nellmersbach, immer noch Zweiter, hat in der Rückrunde gerade mal acht Punkte geholt. Platz zwei ist in Gefahr, weil der SV Kaisersbach, aktuell Dritter, bei vier Punkten Rückstand noch ein Spiel mehr austragen darf als Nellmersbach und bisher – vom 0:3 gegen Allmersbach mal abgesehen – eine starke Rückrunde spielt (13 Punkte). Beim TSV Sulzbach-Laufen könnten die Kaisersbacher die nächsten drei Zähler folgen lassen. Oder ist der TSV (4:2 bei der TSG Backnang II) nach zuvor nur einem Punkt aus fünf Spielen nun aufgewacht?

Nellmersbach wiederum hat es mit der SV Remshalden zu tun, die 2017 recht wechselhafte Ergebnisse bot, immerhin aber in Breuningsweiler gewann. Nicht wechselhaft, sondern eher mäßig waren die Auftritte der SG Schorndorf in der Rückrunde. Fünf Punkte nur. Schlusslicht SV Hegnach hat schon neun geholt und sich durch das 2:1 in Fellbach zurückgemeldet. Noch ein Dreier und alles ist wieder möglich. Vor allem weil sich gleichzeitig FC Oberrot (drei Punkte voraus) und SV Unterweissach (zwei Zähler voraus) gegenseitig die Punkte abnehmen.

(Noch mehr) Zittern müsste dann auch der SC Korb. Der ist weiterhin weit von der einstigen Form entfernt und darf sich gegen Breuningsweiler nicht viel ausrechnen. Beruhigt rechnen dagegen kann der VfR Murrhardt. Vor allem, wenn er die TSG Backnang II schlägt. Das gilt auch für den SV Allmersbach. Und wer in Kaisersbach 3:0 gewinnen kann, sollte das gegen den SV Fellbach II wiederholen können. Spielfrei ist der VfL Winterbach.

Kreisliga A

Zehn Punkte wie beim SV Breuningsweiler sind’s zwar nicht, aber acht Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten müssten in der A I Spitzenreiter FSV Waiblingen auch zum Titel reichen. Am Wochenende sollte beim TSV Haubersbronn nichts anbrennen. Ein wenig darf der FSV sogar darauf hoffen, dass Verfolger TSV Schmiden gegen den TSV Leutenbach Federn lässt. Die Leutenbacher sind immerhin drittbestes Rückrundeteam. Besser sind nur Waiblingen und – noch besser – VfR Birkmannsweiler. Von Platz neun aus gestartet, könnte der VfR nun Platz drei übernehmen. Er muss nur beim TB Beinstein gewinnen, was angesichts der Birkmannsweilermer Erfolgsserie nicht ausgeschlossen ist.

Hinter diesen beiden droht der SSV Steinach-Reichenbach, weiter zurückzufallen. Er tritt beim TV Weiler an, der in der Rückrunde bisher mehr Punkte geholt hat als der Vorrundenzweite Steinach. Möglicherweise verliert der SSV Platz vier an die SG Weinstadt, wenn die nämlich den TV Stetten schlägt. Wenig läuft beim SC Urbach. Drei Punkte nur hat er im Jahr 2017 geholt. Gegen ASGI Schorndorf sollten nun allerdings die nächsten drei folgen.

In der A II ist der TSV Rudersberg Rückrundenbester und mittlerweile Spitzenreiter TSV Oberbrüden nähergekommen. Nun allerdings steht er vor einer besonders schweren Aufgabe. Er muss zum SV Steinbach, der 2017 all seine Spiele gewonnen hat (aber eines weniger als Rudersberg ausgetragen hat). Die Oberbrüdener, die selbst in Unterrot klarer Favorit sind, werden auf den SV Steinbach hoffen, denn von dem ist bei 13 Punkten Rückstand deutlich weniger zu befürchten als von den Rudersbergern.

Der FSV Weiler zum Stein kommt weiter nicht recht voran und hat es nun mit einer der stärksten Mannschaften der Rückrunde zu tun: der Spvgg Kirchberg. Um sich nach hinten deutlicher abzusetzen, wäre ein Heimerfolg keine schlechte Idee. Noch mehr trifft das auf den FC Welzheim zu, der mit einem Erfolg die Gäste aus Fichtenberg überholen würde. Profitieren würden die Welzheimer auch von einem Sieg des TSV Schwaikheim II. Der hat den TSV Althütte zu Gast, Tabellennachbar der Welzheimer auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Nach zwei Niederlagen wär’s für den TSV mal wieder an der Zeit zu punkten.

Kreisliga B

Überraschend nur unentschieden hat B-I-Tabellenführer Anagennisis Schorndorf in Buhlbronn gespielt.  Verfolger SF Höfen-Baach ist nähergekommen. Nun hat Anagennisis  den SV Hertmannsweiler zu Gast und darf sich nicht den nächsten Punktverlust erlauben. Verfolger SF Höfen-Baach  ist Favorit gegen den TSV Schornbach II. Dem TSV Schlechtbach geht es nach dem Patzer gegen Miedelsbach wie dem Tabellenführer: Er darf sich kein weiteren Punktverlust leisten. Das wird bei Zrinski Waiblingen aber nicht leicht werden.

Überraschungssieger TSV Miedelsbach kann gegen Iraklis Waiblingen nachlegen, die TSG Buhlbronn hat dazu die Gelegenheit in Rommelshausen. Offen ist das Stadtderby VfL Waiblingen TSV Neustadt: der Letzte erwartet den Drittletzten. Hohenacker muss Platz acht gegen den punktgleichen TSV Strümpfelbach verteidigen.

Erster gegen Fünften lautet das Spitzenspiel in der B II, SKG Erbstetten – SC Fornsbach. Der SC ist allerdings zwei Spiele im Rückstand und durchaus in der Lage, die Karten im Titelrennen neu zu mischen. Der Große Alexander Backnang hingegen muss erst noch die Pleite von Oppenweiler verdauen und die Spiegelberger schlagen. Weiter in Lauerstellung ist die Spvgg Kleinaspach, die Favorit gegen Großerlach ist.

Zweiter gegen Ersten heißt es in der B III. Vielleicht schaffte es der SC Korb II, Tabellenführer SV Breuningsweiler II die zweite Saisonniederlage beizubringen. Der SVB wird sich jedoch dadurch vom Weg in die Kreisliga A nicht abbringen lassen.

In der B IV steht das Duell Dritter gegen Ersten an, der TB Beinstein II empfängt den VfR Birkmannsweiler II. Auch hier wird ein Heimsieg kaum etwas am Gesamterfolg der Gäste ändern. Verliert der TBB, kann der TV Oeffingen II mit einem Erfolg gegen den SV Plüderhausen II  wieder vorbeiziehen. Zum TSV Schmiden II aufzuschließen, wird kaum gelingen, denn der ist gegen den TSV Leutenbach II klarer Favorit.