Rems-Murr-Sport

Warum die Bezirksliga auch ein bisschen Bundesliga ist

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Ricardo Kamp und der TSV Rudersberg sind weiter auf Kurs Vizemeisterschaft in der Fußball-Kreisliga A II. © Gisbert Niederfuehr

Der FC Bayern München schwächelt. Aus in der Champions-League, aus im Pokal, in der Liga aber noch recht klar auf Platz eins. Das erinnert doch an ...

Bezirksliga
Richtig, an den SV Breuningsweiler. Als FC Chelsea wurde er schon bezeichnet, jetzt gleicht er eher dem FCB. Zwar ist er nur aus einem Pokalwettbewerb rausgeflogen, aber die jüngste Bilanz ist ähnlich bescheiden wie die der Bayern. Sieben Spiele, darunter vier Niederlagen. Zwar liegt der SVB nach wie vor durchaus komfortabel auf Platz eins, baut er diese Bilanz aber nicht aus, wird’s womöglich doch noch einmal eng. Am Sonntag geht’s zum Schlusslicht SV Hegnach. Da könnte es doch zu drei Punkten reichen, oder? Ein bisschen kann der SVB aber auch darauf hoffen, dass die Verfolger genauso wenig optimal agieren. Wer weiß, was die Nellmersbacher in Oberrot erwartet? Und wer weiß, vielleicht mischen die Oberroter die Abstiegszone nun vollends auf. Noch so ein unerwarteter Erfolg wie in Remshalden, und der SC Korb (diesmal Gastgeber der SV Remshalden) und der VfL Winterbach (vor einer schweren Aufgabe in Allmersbach) schauen womöglich dumm aus der Wäsche. Und noch dümmer der SV Unterweissach, der tatenlos zusehen muss. Sogar den TSV Sulzbach-Laufen könnte noch mal das Zittern packen. Dann nämlich, wenn er gegen die SG Schorndorf verliert. Oder sogar der SV Fellbach II, der zu Breuningsweiler-Bezwinger TSG Backnang II muss. Der Zug Richtung Aufstiegsrelegationsplatz ist nach nur einem Punkt aus drei Spielen ohne den SV Kaisersbach abgefahren. Davon könnte nun der VfR Murrhardt profitieren.

Kreisliga A
Einer von drei Direktabsteigern in der A I steht mit der SV Winnenden fest (sie hat sich ja schon lange vom Spielbetrieb abgemeldet), der Zweite mit ASGI Schorndorf so gut wie, der Dritte möglicherweise am Sonntag; zumindest würde es für den SV Plüderhausen bei einer Niederlage in Haubersbronn sehr schwer werden. Allerdings geht es nur noch um den Relegationsplatz, der erste Nichtabstiegsplatz ist nur noch rein theoretisch erreichbar. Vor allem, wenn der TSV Leutenbach in Weiler (womöglich noch im 2:7-Schockzustand) gewinnt. In den Mittelpunkt rückt daher der Kampf um Platz zwei. In dem ist der TSV Schmiden gegen den TV Stetten zwar gefordert, er kann aber seinen Vorsprung auf den spielfreien VfR Birkmannsweiler mit einem Sieg – schon am Freitagabend – auf satte sieben Punkte ausbauen. Die Stettener sind zwar auswärts stark, Schmiden allerdings ist das zweitstärkste Heimteam. Ebenfalls spielfrei ist So-gut-wie-Meister FSV Waiblingen, dahinter geht’s in den Partien Hößlinswart - ASGI, Beinstein – Weinstadt sowie Steinach – Urbach lediglich noch um kleine Korrekturen. Hößlinswart ist klarer Favorit, nicht ganz so eindeutig sind die Kräfteverhältnisse in den beiden anderen Begegnungen.

In der A II ist der TSV Oberbrüden so gut wie durch, auch wenn am Sonntag ein schwers Spiel beim SV Steinabch anteht. Aber der härteste Verfolger, der TSV Rudersberg, hat am Donnerstagabend nur ein 3:3 in Kirchberg geschafft und am Sonntag beim TSV Schwaikheim II ist ein Erfolg - trotz zuletzt 20 Punkten in neun Spielen - auch nicht selbstverständlich, auch wenn die Schwaikheimer in den zurückliegenden vier Partien nur drei Punkte holten. Da war sogar der TSV Althütte erfolgreicher, und doch steht der auf einem möglichen Direktabstiegsplatz. Er tut das, weil ihn der TSV Lippoldsweiler überholt hat, und genau der ist diesmal zu Gast. Für Althütte also die beste Möglichkeit, die Verhältnisse wieder zurechtzurücken. Gelingt das, wird die Situation für Welzheim noch prekärer. Der FC fährt nämlich nicht sonderlich aussichtsreich zum FV Sulzbach/Murr. Hoffen muss er deshalb darauf, dass der FSV Weiler zum Stein die SK Fichtenberg (zwei Punkte voraus) bezwingt.

Kreisliga B
Anagennisis Schorndorf und SF Höfen-Baach führen die B I an. Durch die Spiele gegen den TSV Schornbach II und gegen den VfL Waiblingen wird sich daran kaum etwas ändern. Interessant wird es erst am Wochenende darauf, wenn Anagennisis die Höfener erwartet. Ob sich bis dahin der TSV Schlechtbach noch Hoffnungen machen darf, könnte sich bereits an diesem Sonntag entscheiden: Der TSV empfängt Iraklis Waiblingen. Die Griechen haben zuletzt Zrinski Waiblingen mit 9:1 gedemütigt.

In der B II ist es weiter eng an der Spitze. Diesmal ist der Große Alexander Backnang spielfrei, Spitzenreiter SKG Erbstetten gegen Spiegelberg klarer Favorit, die Spvgg Kleinaspach aber muss sich gegen die SG Oppenweiler-Strümpfelbach erst mal durchsetzen.

In der B II könnte sich nach der Meisterschaft auch der Kampf um Platz zwei entscheiden. Wenn Meister SV Breuningsweiler beim SV Hegnach II gewinnt und der SC Korb II gleichzeitig die SV Remshalden II bezwingt, ist Korb kaum noch vom Relegationsplatz zu verdrängen.

Auch in der B IV könnte am Wochenende der Meister feststehen. Gerinnt der VfR Birkmannsweiler II das Spitzenspiel gegen den Zweiten, den TV Oeffingen II, dann ist er nicht mehr einzuholen.

Da kommt der 1. Mai dann gerade recht.