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Warum Gartenarbeit gesund und fit hält

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Gartenarbeit macht Spaß und ist gesund. (Archivbild) © Ramona Adolf
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Urlsula Sandholzer- © Privat

Erde umgraben, Samen auslegen, Blumen, Sträucher und Gemüse pflanzen – das tut Körper und Seele gleichermaßen gut. Denn Gartenarbeit besitzt heilsame Kräfte. Wer im Garten arbeitet, bewegt sich an der frischen Luft. Das regt den Kreislauf an, stärkt die Muskeln und das Immunsystem. Schon nach einigen Minuten Aufenthalt im Freien beginnt der Blutdruck zu sinken, der Puls wird ruhiger, die Herzfrequenz gleichmäßiger. Muskelverspannungen lösen sich, Koordination und feinmotorische Fähigkeiten verbessern sich, der Stoffwechsel wird angekurbelt und die Stimmung steigt.

Immer auf Pausen achten

Damit uns die Gartenarbeit nicht zu viel wird – sie hört nämlich nie auf –, müssen wir uns nur an einige Spielregeln halten. Sie darf uns nie beherrschen, wir müssen sie beherrschen. Überfordert uns die Tätigkeit, müssen wir entweder ehrgeizige Pläne zurückschrauben oder Arbeiten abgeben. Wichtig: Der eigene Garten muss unbedingt auch Erholungsraum sein. So darf zwischendurch die Gartenbank, ein großer Stein oder sonst eine Sitzgelegenheit zum Verweilen genutzt werden. So wird unser Garten erst zum richtigen Therapeuten und bereitet uns richtig Freude.

Die Arbeit gut einteilen - achten Sie auf diese Tipps:

  1. Das Gärtnern ist teilweise mit nicht unerheblich körperlichen Anstrengungen verbunden. Das viele Bücken, Graben, Zupfen und Schleppen kann selbst dem gesündesten Rücken zu schaffen machen. Insbesondere bei älteren Menschen ist Vorsicht geboten.
  2. Damit die Freude nicht zur Last wird, gilt es, die Arbeit gut einzuteilen und die Tätigkeit stündlich zu wechseln, um einseitige Belastungen zu vermeiden. Empfehlenswert sind mehrere Pausen mit Schulterkreisen, Strecken und Rückendehnen. Beim Heben und Tragen von beispielsweise schweren Blumentöpfen sollte die Beinmuskulatur zum Einsatz kommen und Drehbewegungen im Rücken sowie ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden.
  3. Zum Rückenschonen am besten stets rechtzeitig in die Knie gehen, anstatt vornübergebeugt zu arbeiten oder zu heben. Lasten bewegt man besser mit Schubkarren oder auf Rollen. Als rückenschonende Hilfsmittel sollten höhenverstellbare Stiele für Spaten verwendet werden, auch Besen und Rechen sind sehr hilfreich. Selbst ein Kniekissen kann bei Arbeiten am Boden äußerst sinnvoll sein.
  4. Unerlässlich ist zudem ein ausreichender Tetanus-Impfschutz, da gefährliche Erreger auch in der heimischen Erde vorkommen. Um Verletzungen und dadurch das Eintreten von Keimen zu vermeiden, sollten bei der Gartenarbeit stets geeignete Handschuhe getragen werden.
  5. Bei der Kleidung ist das Zwiebelprinzip genau richtig. Bevor man bei der Arbeit ins Schwitzen gerät, rechtzeitig ein Kleidungsstück ablegen. Ein verschwitzter Rücken kann schnell auskühlen und zu Verspannungen führen. Und natürlich: festes Schuhwerk

Werden diese Hinweise beachtet, hält Gartenarbeit bis ins hohe Alter fit und aktiv. Die überwiegend positiven Auswirkungen von Gartenarbeit auf Körper und Geist sind unbestritten.

Mein persönlicher Tipp zum Schluss: Rückenbeschwerden sollte man rechtzeitig vorbeugen – zum Beispiel durch spezielle Sportprogramme. Die AOK Ludwigsburg-Rems-Murr bietet in ihrem Gesundheitsprogramm entsprechende Kurse für jedermann an.