Rems-Murr-Sport

Wenn der Wind das Fußballspiel verhindert

VfB Stuttgart - Hannover 96 (12.12.16)_0
Symbolbild. © Danny Galm
Schon wieder hat er zugeschlagen, der Wind. Auch an diesem Wochenende sind Spiele ausgefallen oder abgebrochen worden. In Remshalden sehr zum Unwillen beider Mannschaften. Sowohl die Gastgeber als auch die Gegner aus Hößlinswart hätten gerne weitergespielt, der Schiedsrichter nicht. Wann aber darf ein Schiri abbrechen oder das Spiel ausfallen lassen?
Diese Frage stellte auch Sascha Leonhardt vom TB Beinstein auf unserer Facebookseite: „Dieser Spieltag (am 10. März, Anm. d. Red.) war das beste Beispiel dafür, dass es keine klare Regelauslegung gibt und falls es diese doch gibt, die Schiedsrichter diese nicht umsetzen. Unser Schiedsrichter sagte klipp und klar, dass das Spiel nur nicht angepfiffen werden darf, falls eine Verletzungsgefahr besteht (Das Spiel des TB Beinstein beim TV Weiler fand denn auch statt, d. Red). In weiteren Spielen war das allerdings dann wohl nicht der ausschlaggebende Grund für eine Absage, im Bericht von Allmersbach im Internet wird sogar die Aussage getroffen, dass kein normales Fußballspiel garantiert werden konnte - alles klar.“
Normal oder ordnungsgemäß – da gibt es Interpretationsspielraum. Die Verletzungsgefahr aber ist, so der Deutsche Fußballbund auf seiner Homepage, nicht der ausschlaggebende Faktor: Unter möglichen Abbruch-Kriterien steht da: „Verschlechterung des Wetters, so dass die Platzverhältnisse ein ordnungsgemäßes Spiel nicht mehr zulassen (Wasser auf dem Platz, Blitzeis, Schneefall)“ – oder eben zu starker Wind. Von Verletzungsgefahr ist nicht die Rede.
Auch Markus Seidl, Schiedsrichter-Obmann des Bezirks Waiblingen, sagt: „Verletzungsgefahr ist bei Wind ja nicht gegeben. Hier geht es darum, dass der Ball nicht kontrolliert gespielt werden kann.“