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Wieder Handball beim TSV Haubersbronn

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Eifrig bereiten sich die Handballer des TSV Haubersbronn auf die neue Runde vor. Im Hintergrund Trainer Marc Rölz. © Palmizi/ZVW

Schorndorf-Haubersbronn. Seit 2007 gibt es im TSV Haubersbronn eine Handballabteilung – zumindest ist das in den Akten des Handballverbands Württemberg so registriert. Zuletzt bestand sie aber nur noch aus dem Abteilungsleiter Peter Klaus und sollte aufgelöst werden. 18 Mann plus Trainer Marc Rölz haben das verhindert und dafür gesorgt, dass beim TSV Haubersbronn wieder Handball gespielt wird.

Noch vor Jahresfrist bereiteten sich die 18 Mann plus Rölz bei der HSK Urbach-Plüderhausen auf die neue Saison vor. Sie waren aber wenig später über einige Dinge in Urbach/Plüderhausen „unzufrieden“, wie der Trainer sagt, ohne auf Details einzugehen. Sie entschieden, sich geschlossen dem TSV Haubersbronn anzuschließen und so dem Handballsport in diesem Schorndorfer Stadtteil wieder Leben einzuhauchen. Die Abteilung, in der früher „nur“ Jugendarbeit betrieben wurde, war so gut wie tot.

Im März dieses Jahres war das. Getroffen wurde die Entscheidung der 18 Spieler im Alter zwischen 17 und 46 Jahren zwar im „Achterstüble“, aber nicht, wie man vermuten könnte, aus einer Bierlaune heraus, sondern nach einem Auswärtsspiel. Vorausgegangen waren „reifliche Überlegungen“, sagt Rölz, „wir sind das nicht blauäugig angegangen“.

In der Lauswiesenhalle sollen Vorbilder geboren werden

In der neuen Runde fangen sie in der Kreisliga D an, das ist die unterste Klasse im Handballverband. Rölz gibt als Ziel aus, „oben mitspielen“ zu wollen. Wobei der 24-Jährige als Trainer zwar auch ein paar Einsatzminuten haben wird, „aber nicht sehr viele“. Denn es macht für ihn nicht groß Sinn, Trainer zu sein und gleichzeitig auf dem Spielfeld zu stehen. Gleichzeitig hat er aber auch den Aufbau von Jugendmannschaften im Visier. Die hat’s in der Handballabteilung des TSV Haubersbronn zwar auch schon gegeben, aber immer nicht lange. Für Rölz liegt auf der Hand, warum die Nachwuchsspieler den Verein nach und nach verlassen haben: „In Haubersbronn gab’s keine aktive Mannschaft, bei der sich die Jungen etwas abgucken konnten nach dem Motto: ,Da will ich auch mal hin‘.“ Vorbilder fehlten also, und die sollen jetzt in der Lauswiesenhalle (sie ist übrigens die einzige in Schorndorf, die während der Sommerferien offen ist) wieder geboren werden. Rölz weiß, dass das mit dem Aufbau einer Jugendmannschaft „nicht einfach“ wird. Es seien aber schon ein paar Anfragen da.

„Spreu vom Weizen“ steht auf den Trainingsanzügen

Sponsoren haben die TSV-Handballer bereits einige an Land gezogen. Sie haben unter anderem die Trainingsanzüge bezahlt, die ein nicht ganz gewöhnliches Logo haben: „Spreu vom Weizen“ heißt es und soll laut Rölz verdeutlichen, dass die Haubersbronner irgendwie besondere Handballer sind. Weniger spektakulär sind die Trikots: Sie sind schwarz-weiß.

Marc Rölz glaubt fest daran, dass noch mehr Sponsoren die TSV-Handballer unterstützen werden, wenn es erst einmal eine Jugendabteilung gibt. Bis es so weit ist, versucht er, seinen Mannen zweimal in der Woche so viel beizubringen, dass sie in der Kreisliga D vorne mitspielen können. Das Training findet montags und mittwochs jeweils von 20 bis 22 Uhr in der Lauswiesenhalle statt. Wer sich berufen fühlt, die neuen Haubersbronner Handballer zu unterstützen, kann gerne kommen. Und sei es nur, um seinen Sprössling für die Jugendabteilung anzumelden.