Rems-Murr-Sport

Winnender Inline-Skater Mona Heller und Noah Sing sind Europameister

Inline
Erfolgreiche Winnender Skater von links: Noah Sing, Mona Heller, Maximilian Löw. © Volker Sing

Mit herausragenden Ergebnissen sind die Winnender Inline-Skater von den Titelkämpfen in Spanien zurückgekehrt. Mit zwei Goldmedaillen, einmal Silber und einem zweiten Platz im Weltcuprennen war Mona Heller wieder einmal bombastisch unterwegs. Fast ebenso gut war Teamkamerad Noah Sing, mit einmal Gold und zweimal Silber. Der Junior im Team der SV Winnenden, Maximilian Löw, platzierte sich mit einem fünften und einem sechsten Rang ebenfalls weit vorne unter den insgesamt 170 Teilnehmern.

Souveräner Team-Titel

Die Titelkämpfe fanden im 10.000-Einwohner-Städtchen Villablino in Nordspanien (Kastilien) statt. Insgesamt wurden vier Rennen ausgetragen. Am ersten Tag stand der Teamwettbewerb auf dem Programm. Jeweils zwei Frauen und zwei Männer starteten für ihre Nation. Gewertet wurde die Summe aus zwei Läufen aller Teammitglieder. Mona Heller und Noah Sing hatten sich aufgrund ihrer bisherigen guten Leistungen für das Team Deutschland qualifiziert und wurden zusammen mit Elea Börsig (TG Tuttlingen) und Jörg Bertsch (TSV Degmarn) ihrer Favoritenrolle gerecht. Das deutsche Team gewann souverän den Europameistertitel mit über sechs Sekunden Vorsprung auf die Spanier. Polen kam auf Platz drei.

Die ersten drei gehen ins Risiko und scheiden aus

Am Nachmittag wurde ein Weltcupslalom ausgetragen. Mona Heller kam mit einem Hauch von drei hundertstel Sekunden Rückstand auf Rang zwei bei den Frauen. Damit ist ihr der Weltcupgesamtsieg vor dem letzten Rennen im September in Oviedo kaum noch zu nehmen. Maximilian Löw qualifizierte sich nach Sturz im ersten Durchgang nicht für den Finallauf der Männer.

Dieser hatte es in sich. Drei deutsche Bundeskadersportler lagen nach Lauf eins extrem knapp beieinander auf den ersten drei Plätzen, darunter Noah Sing auf Platz zwei. Alle gingen im zweiten Durchgang volles Risiko und schieden nacheinander aus. So freute sich der Spanier Sergio Mendez Perez, der als viertletzter Starter des Finallaufs noch ins Ziel gekommen war, über seinen ersten Weltcupsieg.

Parallelslalom als Höhepunkt

Der Höhepunkt für die zahlreichen Zuschauer waren die Parallelslalom-Wettbewerbe, die am zweiten Wettkampftag am Morgen mit einem Qualifikationslauf starteten. Direkt danach wurden das Sechzehntel- und Achtelfinale gefahren. Zur besten Sendezeit wurden am Abend Viertel-, Halb- und Finalläufe übertragen. Mona Heller fuhr in der Qualifikation klare Bestzeit und beendete alle ihre Rennen als deutliche Siegerin. Das Finale fand um 21.30 Uhr unter Flutlicht statt. Auch dieses gewann Heller souverän mit 44 hundertstel Sekunden Vorsprung vor Bundeskaderteam-Kameradin Manuela Schmohl vom SC Unterensingen.

Strafzeit nicht mehr aufzuholen

Die Winnender Vereinskameraden hatten bei den Männern mehr zu kämpfen. Maximilian Löw schied im Viertelfinale nach zwei knappen Rennen gegen Maximilian Schödlbauer vom FC Chammünster aus und erreichte damit und dem Ergebnis aus dem Qualifikationslauf Platz sechs bei den Männern. Auf Schödlbauer traf im Halbfinale Noah Sing. Nach zwei kampfbetonten Rennen ging Sing als Sieger vom Platz. Im Finale um den Europameistertitel hatte er es mit dem Polen Michal Styrylski zu tun, der zuvor den Weltmeister Jörg Bertsch aus dem Wettbewerb geworfen hatte. Doch schon im ersten Lauf rutschte Sing in der Mitte der Strecke auf einem glatten Asphaltflicken weg und fuhr am Tor vorbei. Die Strafzeit von einer Sekunde auf die Laufzeit des Polen war im zweiten Lauf nicht mehr aufzuholen und Sing musste sich mit der Silbermedaille zufriedengeben.

Am letzten Wettkampftag fanden die Europameisterschaften im Inline-Alpin-Slalom statt. Bei den Frauen gehörte Mona Heller zu den Favoritinnen – und fuhr auf Rang zwei. Der Rückstand auf die Erstplatzierte betrug wieder nur drei hundertstel Sekunden. „Bei so knappen Ergebnissen kann eine Windböe oder ein kleiner Rutscher entscheidend sein“, sagte die Winnenderin. Sie habe das Glück auch schon auf ihrer Seite gehabt und freue sich sehr über den Gewinn der "hochverdienten Teamgoldmedaille und des Europameistertitels im Parallelslalom, bei welchem ich in den letzten Wettbewerben Pech hatte und durch Sturz oder Fehler ausgeschieden bin“.

Noah Sing wurde bei den Männern ebenfalls Vize-Europameister mit knappem Rückstand von 17 Hundertstel auf den Sieger Luca Gökeler vom TV Unterlenningen. Beide profitierten vom Ausfall des nach dem ersten Lauf führenden Spaniers Perez, der nach guter Performance im zweiten Durchgang am viertletzten Tor stürzte. Maximilian Löw belegte nach zwei guten Slalomläufen Platz fünf bei den Männern.

Mit herausragenden Ergebnissen sind die Winnender Inline-Skater von den Titelkämpfen in Spanien zurückgekehrt. Mit zwei Goldmedaillen, einmal Silber und einem zweiten Platz im Weltcuprennen war Mona Heller wieder einmal bombastisch unterwegs. Fast ebenso gut war Teamkamerad Noah Sing, mit einmal Gold und zweimal Silber. Der Junior im Team der SV Winnenden, Maximilian Löw, platzierte sich mit einem fünften und einem sechsten Rang ebenfalls weit vorne unter den insgesamt 170

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