Leichtathletik Rems-Murr

Winnender Leichtathlet Jens Mergenthaler räumt bei Meisterschaft ab

Baden-Württembergische Leichtathletik-Finals der Aktiven in Heilbronn
Mit Anzeige: Drei Goldmedaillen hat Jens Mergenthaler von der SV Winnenden bei den baden-württembergischen Meisterschaften geholt. © Ralf Görlitz

„Das war natürlich ein toller Erfolg am Wochenende“, blickt Jens Mergenthaler zurück. Erst war gar nicht klar, ob der Läufer des SV Winnenden überhaupt zu den baden-württembergischen Meisterschaften nach Heilbronn fahren will. Dann aber nahm er die Herausforderung als Trainingseinheit an. „Eine sehr intensive Trainingseinheit“, wie der 25-Jährige zugibt.

Dreimal Gold. Über 800, 1500 und 3000 m. „Das waren taktisch geprägte Rennen, die sich in der letzten Runde entschieden haben.“ Und da ließ der Winnender Athlet die Konkurrenz hinter sich. Ebenso bei den deutschen Meisterschaften in Berlin, als Jens Mergenthaler sich über 3000 m Hindernis mit einer Zeit von 8:46,78 min den vierten Platz sicherte.

Die 8:30-min-Marke nicht geknackt

Ein entscheidender Lauf, der zwar gut lief für den Winnender Athleten. Mit dem er aber knapp an der EM-Norm vorbeischrammte. 8:30 min sind da die Mindestanforderung, er hätte in Berlin unter die ersten zwei kommen müssen, um sich das direkte Ticket nach München sichern zu können. Eine andere Möglichkeit, einen Startplatz bei der Europameisterschaft zu ergattern, wäre über die Platzierung der Weltrangliste.

Die Hoffnung auf die EM gibt er nicht auf

Zwei Rennen hatte Mergenthaler dann im Auge, mit denen er das Ticket zur EM noch lösen konnte. Da wäre das Rennen in Ninove (Belgien), das zum Flanders Cup gehört. Und die Last-Minute-Qualifikation in Pfungstadt, bei der er mit einer Zeit von 8:42,03 min Zweiter wurde.

Doch die Hoffnung auf die Teilnahme in München stirbt bei Mergenthaler zuletzt. Ein kleines bisschen Hoffnung hat er jetzt nun doch noch. Er steht auf nationaler Ebene auf Rang fünf. „Die ersten beiden sind bei der EM dabei, die zwei vor mir sind momentan krank.“ Vielleicht doch noch ein Türchen, das sich auftut? „Es ist sehr spannend, wie das alles ausgeht“, sagt Mergenthaler. Am 15. August soll es losgehen. Und wenn es doch noch klappen sollte, dann wäre der Läufer absolut bereit für die Europameisterschaft. „Die EM ist das große Ziel für dieses Jahr. Und je länger die Saison geht, umso schneller werde ich. Ich bin in guter Form.“

Konkurrenz auf nationaler Ebene

Für den Athleten war dieses Jahr, betrachtet man das Streben nach Europaniveau, nicht das erfolgreichste, gibt er zu. Anfängliche Schwierigkeiten, wie Corona und der Trainerwechsel, haben ihn schlecht starten lassen. Doch nun startet er durch.

Deshalb war es für ihn eine gute Herausforderung, die baden-württembergischen Meisterschaften anzugehen. „Die Rennen waren nicht schlecht besetzt und es ist immer schön, auf Konkurrenten auf regionaler Ebene zu treffen, die man schon lange kennt.“

Zuerst einmal konzentrierte sich Mergenthaler auf das Rennen in Pfungstadt (800 m), das am Mittwochabend stattfand und bei dem er sich mit 1:49,15 min auf Rang zwei durchsetzte. Damit knackte er seine bisherige Bestzeit und gleichzeitig den Vereinsrekord über 800 m. Sein Vereinskollege Luis Schaich wurde in seinem Lauf in guten 1:53,53 min Zehnter. Als Nächstes steht am Wochenende das Lohrheide-Meeting in Bochum-Wattenscheid an, wo er die 1500 m unter 3:40 min laufen will. Seine persönliche Bestzeit bislang: 3:40,4 min. „Das ist aber auch immer mit etwas Glück verbunden, wie der Rennverlauf ist und auf welcher Position man ist.“

So geht es weiter

Nachdem der Läufer sich intensiv auf die Rennen vorbereitet hat, fast jedes Wochenende einen Wettkampf gelaufen ist, steht dann etwas Regeneration auf dem Plan. Ein bis zwei Wochen will sich der Winnender im September geben, bevor er sich dann wieder auf die Läufe auf der Straße und Cross einstellt. Die gehen dann nämlich im Herbst bald los. Am 18. September lautet die erste Aufgabe: zehn Kilometer Straße, deutsche Meisterschaft. Am 26. November findet die deutsche Cross-Meisterschaft statt, wo er sich für die Europameisterschaft im Dezember in Dublin (Irland) qualifizieren will.

„Das war natürlich ein toller Erfolg am Wochenende“, blickt Jens Mergenthaler zurück. Erst war gar nicht klar, ob der Läufer des SV Winnenden überhaupt zu den baden-württembergischen Meisterschaften nach Heilbronn fahren will. Dann aber nahm er die Herausforderung als Trainingseinheit an. „Eine sehr intensive Trainingseinheit“, wie der 25-Jährige zugibt.

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Dreimal Gold. Über 800, 1500 und 3000 m. „Das waren taktisch geprägte Rennen, die sich in der letzten Runde entschieden

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