Rems-Murr-Sport

Winterbach vor ultraschwerer Aufgabe

StrohmayerT3
Im letzten Spiel der Vorrunde waren die Winterbacher (links Inayet Alpbogan, rechts Francesco Formaro gegen Timo Strohmayer) in Schorndorf nah am Sieg, erkämpften einen Punkt. In der Rückrunde müssen allerdings noch viele folgen, soll der Abstieg vermieden werden. © Ralph Steinemann

Als Vorletzter geht der VfL Winterbach in die Rückrunde der Fußball-Bezirksliga. Obwohl sich am Kader nichts verändert hat, sind die Winterbacher zuversichtlich, den Abstieg vermeiden zu können. Dennoch, so Trainer Nico Spina, sei das eine „ultraschwere Auf- gabe“.

Spina führt den VfL seit Mitte November als Nachfolger von Marwan Obeida. Eigentlich hatte er wegen Familie und Beruf ein Jahr Pause einlegen wollen. „Es kommt eben doch oft anders, als man will“, sagt Spina. Fit halten wollte er sich beim VfL – und war plötzlich erste Wahl nach der Trennung von Obeida.

Der Anfrage konnte er sich als guter Freund von VfL-Abteilungsleiter Thomas Martin schlecht entziehen. Er stellte allerdings Bedingungen: Bis zur Winterpause „wollte ich sehen, ob die Spieler annehmen, was ich ihnen sage“.

Das haben sie offenbar getan. Der VfL verkaufte sich besser, holte vier Punkte gegen SV Fellbach II und SG Schorndorf, verlor knapp, „aber verdient“ gegen die TSG Backnang II und unglücklich in Kaisersbach. Spina sagt zu, den Job bis zum Saisonende zu übernehmen.

Er will nun allerdings einiges ändern. Hatte er sich in den ersten Spielen darauf konzentriert, die Defensive zu stärken, will er jetzt der Mannschaft den Fußball vermitteln, den er für erfolgreich hält.

Spina war der Stil bisher zu sehr Kick&Rush. „In den unteren Ligen kann man nicht 90 Minuten lang das Tempo gehen, es braucht auch Phasen der Ruhe.“ Und dazu müssen die Spieler den Ball halten können, sie müssen sich anbieten, wissen, wohin sie mit und ohne Ball laufen, um den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Das nehme die Mannschaft bisher gut an.

Spinas Hoffnung auf den Ligaverbleib gründet zudem auf zwei weiteren Punkten. Zum einen hat der VfL in der Rückrunde zehn Heimspiele, unter anderem gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, und nur vier Auswärtsbegegnungen. In der Vorrunde mussten die Winterbacher mehrfach das Heimrecht tauschen, weil der Kunstrasenplatz erneuert wurde. Auch konditionell werde die Mannschaft besser aufgestellt sein. Einige Spieler konnten aus den unterschiedlichsten Gründen nicht regelmäßig trainieren. Nun stehen mit Fatmir Sylaj, Marko Memmler, Mattis Escherle und Lukas Tretter wieder wichtige Spieler regelmäßig auf dem Trainingsplatz.

Dennoch sei die Aufgabe „ultraschwer“. Potenzial und Willen seien vorhanden, aber: „Wir müssen minimum 50 Prozent der Spiele gewinnen“, sagt Spina. Sonst droht womöglich doch noch der Abstieg, denn die Konkurrenz hat sich auch noch lange nicht aufgegeben.

Mut macht Spina, dass in der Vorrunde oft nur Kleinigkeiten zu einem besseren Ergebnis gefehlt hätten. Mit neuer Spielidee und verbesserter physischer Basis könnten die nun den Ausschlag für den VfL geben.