Handball im Rems-Murr-Kreis

Ziel der Waiblinger Handballerinnen: Spannung halten vor dem Endspurt

HenkelL12
Die Linksaußen Leonie Henkel steht dem VfL Waiblingen am Samstag in Wuppertal nicht zur Verfügung. Der Tabellenzweite ist beim Drittletzten dennoch klarer Favorit. © Ralph Steinemann Pressefoto

Weiterhin souverän treten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen auf. In der aktuellen Form dürfte auch der kommende Gegner nicht zum Stolperstein werden: Der TVB Wuppertal steht auf einem Abstiegsplatz. Allerdings muss der VfL-Trainer auf Leonie Henkel und Alina Ridder verzichten.

TVB Wuppertal (14. Platz, 9:31 Punkte) – VfL Waiblingen (2. Platz, 35:5 Punkte/Samstag, 18.45 Uhr). Das 28:22 gegen den HC Leipzig war der fünfte Sieg hintereinander für den VfL Waiblingen. Gefährdet war er zu keinem Zeitpunkt, vielmehr gab’s schon zur Halbzeit beim 20:10 keine Zweifel mehr. Warum aber hat der VfL, wie schon in den beiden Spielen zuvor gegen Herrenberg und Heide, in den zweiten 30 Minuten deutlich nachgelassen?

Der VfL-Trainer war davon nicht überrascht – und ihm war’s „gar nicht so unrecht“. Er sei gespannt gewesen auf den Auftritt seiner Mannschaft, sagt Thomas Zeitz – und positiv angetan vom Auftreten im ersten Spielabschnitt. „Wir haben in der Woche vor dem Spiel aus verschiedenen Gründen schlecht trainiert.“ Dies habe sich nach der Halbzeit im Spiel widergespiegelt. „Wir bewegten uns zu wenig und die Passgenauigkeit stimmte nicht mehr.“

Gewisse Grundzufriedenheit

Ein Spiel, in dem es nicht über 60 Minuten hinweg flutsche, sei wichtig für die Entwicklung. Wenn man mit 35:5 Punkte dastehe, könne eine „gewisse Grundzufriedenheit“ eintreten. Nach einem Spiel wie gegen Leipzig könne er seine Spielerinnen wieder aus der Lethargie herausreißen. Deutliche Siege könnten einem auch mal auf die Füße fallen. „Wir müssen schauen, dass wir das Kribbeln und die Spannung aufrechterhalten.“

Eine stabile Form und einen scharfen Fokus brauchen die Waiblingerinnen in den verbleibenden zehn Spielen. Wie schon gegen Leipzig, so ist der VfL auch im kommenden Spiel der Favorit. Der TVB Wuppertal hat in dieser Saison große Probleme und als Drittletzter bereits fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. In einem Nachholspiel unterlag der TVB den Füchsen Berlin mit 16:22. Die Berlinerinnen (31:9 Punkte) wahrten damit ihre theoretische Chance, doch noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Indes: Es sieht eher danach aus, als stritten sich der HSV Solingen-Gräfrath (35:5), der VfL Waiblingen (35:5) und FA Göppingen (32:4) um Platz eins und zwei.

Der VfL hat es in der eigenen Hand

Die Chancen der Waiblingerinnen stehen dabei nicht schlecht. „Wir spielen noch zweimal gegen Solingen und haben es in der eigenen Hand“, sagt Zeitz. Gefahren indes, Punkte gegen andere Gegner zu verlieren, lauern überall. Auch in Wuppertal? „Es ist immer unangenehm, wenn eine Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht“, so Zeitz. „Wir müssen konzentriert bleiben.“

Zwei Spielerinnen werden nicht einsatzfähig sein: Für Alina Ridder (Entzündung im Knie) kommt ein Einsatz noch zu früh. Leonie Henkel hat sich mit dem Coronavirus infiziert. „Mit so etwas müssen wir immer rechnen, das ist nicht zu vermeiden“, sagt Zeitz. Gut durch die Saison gekommen ist der VfL bis jetzt, was die üblichen Verletzungen betrifft. „Mit muskulären Problemen hatten wir wenig zu kämpfen. Unsere Athletiktrainer machen da eine klasse Arbeit, darüber bin ich sehr froh.“

Weiterhin souverän treten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen auf. In der aktuellen Form dürfte auch der kommende Gegner nicht zum Stolperstein werden: Der TVB Wuppertal steht auf einem Abstiegsplatz. Allerdings muss der VfL-Trainer auf Leonie Henkel und Alina Ridder verzichten.

TVB Wuppertal (14. Platz, 9:31 Punkte) – VfL Waiblingen (2. Platz, 35:5 Punkte/Samstag, 18.45 Uhr). Das 28:22 gegen den HC Leipzig war der fünfte Sieg hintereinander für den VfL

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper