Handball im Rems-Murr-Kreis

Ziel des VfL Waiblingen in Bietigheim: Gute Aktionen gegen die Übermacht

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Samira Brand (mit Ball, rechts Vivien Jäger) und der VfL Waiblingen zeigten bei ihrem Bundesliga-Debüt gegen die Sport-Union Neckarsulm (hier von links Lin Johannsen, Daphne Gautschi und Sharon Nooitmeer) trotz der Niederlage eine starke Leistung. Jetzt geht’s zum Meister. © Ralph Steinemann Pressefoto

Das zweite Spiel in der ersten Handball-Bundesliga der Frauen bei der SG BBM Bietigheim an diesem Mittwoch (19 Uhr/Sporthalle am Viadukt) dürfte für den VfL Waiblingen das „leichteste“ der Saison sein: Der Meister hat 56 Spiele hintereinander gewonnen. „Wir machen uns keine Illusionen“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz. „Bietigheim alleine entscheidet, wie das Spiel ausgeht. Wir wissen, wo wir hinfahren, und können realistisch einschätzen, was da passieren wird.“ Der Coach freut sich trotzdem aufs Derby – und auf ein Wiedersehen mit einem sehr geschätzten Kollegen.

Aufregung spielte eine Rolle

Mit 23:30 verlor der VfL seine Erstliga-Premiere gegen die Sport-Union Neckarsulm. Standesgemäß, wobei der Aufsteiger mehr Widerstand leistete, als viele erwartet hatten. Auch ein paar Tage danach ist der Trainer noch ein bisschen hin- und hergerissen. „Wir haben mitgehalten, das ist super“, sagt Thomas Zeitz. Auf der anderen Seite habe sein Team zwischen der 44. und 51. Minute sechs freie Chancen und eine normale Chance liegenlassen und damit die Möglichkeit ausgelassen, das Spiel bis zum Ende offen zu halten. „So haben wir den Neckarsulmerinnen die Sicherheit gegeben, und sie haben das Spiel mit ihrer Qualität und Erfahrung runtergespielt.“

Möglicherweise habe auch die Aufregung seiner Spielerinnen eine Rolle gespielt. „Sie haben gemerkt, dass tatsächlich etwas drin ist. Und dann kam auch noch die Kulisse dazu.“ Sie müssten lernen, in der einen oder anderen Situation etwas kaltschnäuziger zu werden. Manche Spielerin sei nach dem Spiel, trotz des guten Auftritts, enttäuscht gewesen. Inzwischen könnten alle die Lage richtig einschätzen und drehten die Erkenntnisse des Spiels ins Positive um. „Bei unserem Auftaktprogramm war’s ja nicht unrealistisch, dass wir zweimal unter die Räder kommen“, so Zeitz.

Bietigheim dominiert auch in dieser Saison

Das könnte dem VfL Waiblingen an diesem Mittwoch bei der SG BBM Bietigheim leicht passieren. Das Team von Trainer Markus Gaugisch gewann in der vergangenen Saison ohne Punktverlust die deutsche Meisterschaft, holte den DHB-Pokal, den Supercup und die European League – und knüpft in der noch jungen neuen Spielzeit an diese unglaublichen Leistungen an. Auf den erneuten Supercup-Sieg beim 38:26 gegen den VfB Oldenburg und das 36:15 im ersten Ligaspiel beim BSC Sachsen Zwickau ließ die SG zum Auftakt der Champions League am Sonntag ein 46:23 bei Banik Most folgen.

Ein Sieg mit 23 Toren Differenz: Da kann es einem durchaus etwas mulmig werden. Wobei: In der Saisonvorbereitung schlug der VfL die Tschechinnen auch deutlich. „Aber natürlich unterstreicht das Ergebnis einmal mehr, was für eine Ausnahmemannschaft Bietigheim ist“, sagt Zeitz. Über die Höhe eines Sieges in der Bundesliga entschieden die Bietigheimerinnen selbst. „Es kommt darauf an, wie fit sie sind, mit wie viel Esprit und Euphorie sie auftreten. Wir hätten uns jedenfalls ein Champions-League-Spiel gewünscht, in dem Bietigheim ein bisschen mehr gefordert worden wäre.“

Thomas Zeitz hat sich zusammen mit seinem Team andere Ziele fürs ungleiche Derby gesetzt. „Wir möchten so viele gute Aktionen wie möglich haben und freuen uns über jede einzelne.“ Alles, was gegen Bietigheim funktioniere, klappe in jedem anderen Ligaspiel erst recht.

Angesichts des hochkarätig besetzten Kaders möchte Thomas Zeitz keine Spielerin der SG besonders hervorheben – und outet sich als „absoluter Fan“ von Karolina Kudlacz-Gloc. Er findet sie als Handballerin „unglaublich“, und – noch wichtiger – sie sei geerdet und vorbildlich im Umgang mit den jungen Spielerinnen, gegen die sie spiele. „Wir freuen uns jetzt einfach, dass wir als VfL Waiblingen um Punkte spielen dürfen gegen diese Mannschaft, die zudem mit Markus Gaugisch einen fachlich wie menschlich überragenden Trainer hat.“

Das zweite Spiel in der ersten Handball-Bundesliga der Frauen bei der SG BBM Bietigheim an diesem Mittwoch (19 Uhr/Sporthalle am Viadukt) dürfte für den VfL Waiblingen das „leichteste“ der Saison sein: Der Meister hat 56 Spiele hintereinander gewonnen. „Wir machen uns keine Illusionen“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz. „Bietigheim alleine entscheidet, wie das Spiel ausgeht. Wir wissen, wo wir hinfahren, und können realistisch einschätzen, was da passieren wird.“ Der Coach freut sich

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