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Zrinski Waiblingen: Ohne Niederlage zur Meisterschaft

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Meister der Fußball-Kreisliga-B-III:: Zrinski Waiblingen. Hintere Reihe: Antonio Pranjic, Robert Zdencaj, Mario Luksic, Tomislav Vidackovic, Bruno Tolic, Dario Anusic, Mladen Petrovic, Lovro Zecevic, Josip Brnic, Nikica Seric, Ivan Bubalo, Mario Vujica, Kristijan Vrbetic, Marko Mutapcic. Mittlere Reihe: Leandro Lopez, Giuseppe Pantisano, Ivan Poplasen, Dragan Jelavic, Kristijan Grgic, Vedran Hrastovic, Marijan Bosnjak, Mateo Kolar, Robert Vojakovic, Marko Nedic. Vordere Reihe: Mile Boto, Frano Knezovic, Josip Andrijevic, Milenko Paponja, Nikola Pasic, Stipica Gavran. © privat

Eine Saison ohne Niederlage – Zrinski Waiblingen hat sich souverän die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B III gesichert.

Das Ziel „oben mitspielen“ hatten die Kroaten ausgegeben. Intern aber, so Tomislav Vidackovic, sei durchaus die Meisterschaft angepeilt worden. „Nach der Verlorengegangenen Relegation im Vorjahr.“ Damals hatte es Zrinski mit der zweiten Mannschaft über die Kreisliga B IV versucht, Platz zwei belegt, jedoch in der zweiten Relegationsrunde gegen den FSV Waiblingen II im Elfmeterschießen verloren.

Es war nicht das einzige Negativerlebnis gewesen. Team eins in der B III hatte der Verein zurückziehen müssen. Diesmal lief alles völlig anders.

Trainer Mutapcic – der Schlüssel zum Erfolg

Schon in der Schlussphase der Spielzeit 2017/18 hatten die Waiblingern Marko Mutapcic (53) als Trainer verpflichtet. „Er war der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Vidackovic. Der A-Lizenz-Trainer habe „einen guten Draht zu den Spielern“ gefunden. Zudem habe die Qualität seiner Arbeit die Spieler ins Training gezogen, anders als im Vorjahr. 25 Leute seien jeweils auf dem Platz, zwei Mannschaften über die gesamte Saison durchzuziehen sei diesmal keine Probleme gewesen.

Anfangs habe Zrinski auch noch je nach Gegner Spieler aus den beiden Kadern hin- und hergeschoben. Doch schließlich habe sich ein starker Kader herausgeschält, in dem unter anderem Nikica Seric (19 Treffer), Dariu Anusic („den Durchbruch geschafft“) oder Mateo Kolar eine wichtige Rolle gespielt haben. Genauso Rechtsaußen Mile Boto, mit 21 Treffern erfolgreichster Torschütze, und Bruno Tolic, als defensiver Mittelfeldspieler sehr treffsicher (elf Tore). Letztlich, sagt Vidackovic, der zusammen mit Frano Knezovic die zweite Mannschaft betreute, „sehen wir uns sowieso als eine Mannschaft“.

Immer überzeugt, das Spiel noch drehen zu können

Lediglich zwei Unentschieden leistete sich Zrinski: 1:1 gegen den SC Korb II und beim Tabellenzweien SV Remshalden II. Auch wenn die Mannschaft zurücklag, „waren wir immer überzeugt, dass wir das noch drehen können“. Und so standen die Kroaten schließlich bereits vorzeitig als Meister fest; in einer Liga, in der sich gleich vier Mannschaften während der Saison zurückgezogen haben. „Das hat uns nicht so gut gefallen.“

In der Kreisliga A will Zrinski Waiblingen „eine gute Rolle spielen“. Der Kader bleibe voraussichtlich zusammen, Neuzugänge stehen noch nicht endgültig fest. Nachholbedarf aber gebe es im Sturm und auf der linken Abwehrseite. Die wichtigste Frage jedoch ist geklärt: Trainer Marko Mutapcic macht weiter.

Infos zu Zrinski Waiblingen

Der Kultur- und Sportverein Zrinski Waiblingen wurde 1987 gegründet. Fußballerisch war er schnell erfolgreich, weil sich ihm gute Kicker, die wegen des Krieges aus Kroatien geflohen waren, anschlossen.
Zrinski schaffte es 1995 sogar für ein Jahr in die Landesliga. Im Tor stand damals Alen Krak, der später Nationaltorwart von Bosnien-Herzegowina war.
Bis 2009 gehörten die Waiblinger danach zum festen Inventar der Bezirksliga. Dann folgte der Abstieg in die Kreisliga A, 2001 ging es runter in die Kreisliga B.
Marko Mutapcic (53) spielte bei den Stuttgarter Kickers einst in der Zweiten Bundesliga und bei Schwarz-Weiß Bregenz in der ersten österreichischen Liga.