Rems-Murr-Sport

Zuversicht beim SV Breuningsweiler

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Unterschiedliche Welten. Während es beim SV Breuningsweiler (hier Patrick Goncalves im Vorrundenspiel gegen den TSV Schornbach) wieder aufwärts geht, der Meisterschaft entgegen, steht der TSV (Gianluca Tosto) aktuell auf einem Abstiegsplatz. © Gisbert Niederführ

Es geht aufwärts – zumindest beim SV Breuningsweiler. Der Tabellenführer der Fußball-Landesliga scheint die Krise überwunden zu haben. TSV Schwaikheim und TSV Schorndorf dagegen sind noch nicht so weit. 

SV Breuningsweiler (1., 47 Punkte) – SG Stetten/Kleingartach (13., 26 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr in Winnenden). Der SVB gewinnt wieder – und das souverän. 3:0 in Crailsheim. „Das war ein außergewöhnlich gutes Spiel“, sagt Trainer Hannes Stanke. „Vielleicht sogar unser bestes.“ Die Mannschaft habe wieder die Lust auf Fußball gezeigt wie in der Vorrunde und als Mannschaft sehr gut verteidigt. Ausschlaggebend dafür war eine Mannschaftssitzung, die die Weichen stellte. Ergebnis: Wir wollen, was wir in der Vorrunde erreicht haben, nicht herschenken. Der neue Plan heiß, so Stanke: „Sieben aus neun.“ Das bedeutet: sieben Siege aus den ausstehenden neun Spielen. Das würde die Meisterschaft bedeuten. Gegen Stetten wird Lucas Friedrich noch geschont, Christian Mayer ist im Urlaub, wurde aber schon in Crailsheim sehr gut von Xander Beier vertreten. Der war in der Vorrunde noch in den USA, kann erst jetzt zeigen, was für ein „überragend guter Fußballer“ (Stanke) er ist.

TSV Schornbach (14., 25 Punkte) - Spvgg Gröningen-Satteldorf (3., 37 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Noch einmal einen Platz nach unten gegangen ist es für den TSV Schornbach. Trainer Giuseppe Greco aber versucht im 3:3 in Stetten-Kleingartach das Positive zu sehen. Sein Team hatte – trotz guten Starts und 2:0-Führung – am Ende die Moral, sich gegen das 2:3 zu stemmen. Davon wünscht er sich mehr. Weniger jammern, mehr kämpfen. Greco: „Wir müssen dem Gegner auch Schmerzen zufügen.“ Schließlich tue der das auch, seine Spieler hingegen seien „viel zu lieb“. Er warnt aber davor, die Krise selbst herbeizureden. „Wir haben schließlich nur einmal verloren.“ Und wo der TSV jetzt steht, sei zweitrangig. Am 9. Juni gelte es, über der Linie zu stehen. Mit Satteldorf kommt nun zumindest ein Gegner, der eher auf spielerische Lösungen setzt, was dem TSV entgegenkommt. Dennoch sagt Greco: „Der April ist der Monat des Kampfes.“ Seine Spieler müssten den Kampf aber auch annehmen – und das nicht nur für ein Spiel.

SV Fellbach (7., 28 Punkte) – 07 Ludwigsburg (9., 28 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Eine deutliche Niederlage (0:4) mussten die Fellbacher in Satteldorf verkraften. Zu Hause fühlen sie sich wohler und sollten deshalb im Duell mit den punktgleichen Ludwigsburgern auf jeden Fall gewinnen.

SV Leingarten (15., 18 Punkte) – TV Oeffingen (8., 28 Punkte; Samstag, 15.30 Uhr). Als einzigem Rems-Murr-Team ist dem TVOe vor einer Woche ein Sieg gelungen. Darauf ausruhen kann er sich bei zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nicht. In Leingarten muss er zumindest ein Unentschieden erreichen.

SV Kornwestheim (16., 15 Punkte) – TSV Schwaikheim (12., 26 Punkte; Sonntag, 15 Uhr). Allmählich wird es eng für die Schwaikheim. Der TSV steht nach drei Niederlagen in Folge auf dem Abstiegsrelegationsplatz. „Der Druck wächst“, sagt denn auch TSV-Trainer Toni Guaggenti. Für die Schwaikheimer ist es eine neue Situation. „Bisher haben wir immer ein Polster nach unten gehabt.“ Das ist nun weg. Dafür wird das Lazarett immer voller. Christian Seitz, Marius Pfender, Kevin Salzmann fehlen ohnehin, Dennis Solyom ist gesperrt, mit Felix Weiblen (Innenbanddehnung im Fuß) kaum zu rechnen, Jochen Bartholomä (Fersenprellung) und Felix Ohr (starke Knieprellung) sind ebenfalls angeschlagen. Guaggenti überlegt, Spieler aus der zweiten Mannschaft nach oben zu holen. Der TSV braucht in Kornwestheim ein Erfolgserlebnis. Sonst bekommt die nächste Partie eine besondere Brisanz. Am kommenden Mittwoch steht das Nachholspiel gegen den TSV Schornbach auf dem Plan, ein Derby, in dem der Abstiegskampf zum zentralen Thema werden könnte.