Fußball im Rems-Murr-Kreis

Zwei Handball-Nationalspielerinnen für den VfL Waiblingen

VfL Waiblingen
Matilda Ehlert (links) und Magdalena Probst (rechts) verstärken den VfL Waiblingen in der 1. Handball-Bundesliga. © Heiko Potthoff

Einen Monat nach dem Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga der Frauen vermeldet der VfL Waiblingen die Neuverpflichtung von gleich zwei Junioren-Nationalspielerinnen: Matilda Ehlert (17) und Magdalena Probst (18) wechseln von der SG BBM Bietigheim an die Rems.

Der Waiblinger Meister-Trainer Thomas Zeitz betrachtet die Verpflichtung der beiden Jugendnationalspielerinnen als Glücksfall für den VfL und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ehlert und Probst. „Dass sich zwei weitere Junioren-Nationalspielerinnen für uns entschieden haben, zeigt zudem, dass der Verein in den vergangenen Jahren zu einer renommierten Adresse geworden ist.“ Auch lobt Zeitz die gute Kommunikation mit dem Coach der SG BBM Bietigheim, Markus Gaugisch, der seit Ostern 2022 in Personalunion auch Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ist. Gaugisch selbst betont: „Auf die beiden kann sich Waiblingen nur freuen. Beide sind extrem lernwillig, und ich hoffe, dass sie sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln können. Wenn ich einen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten kann, will ich das gerne tun.“

Bereits mit 15 Jahren in der DHB-Juniorinnenauswahl

Matilda Ehlert gehört bundesweit zu den größten Handballtalenten ihres Jahrgangs 2004 und gab schon mit 15 Jahren ihr Debüt in der DHB-Juniorinnenauswahl. Die 1,81 Meter große Halblinksspielerin startete ihre Handballkarriere bei den Minis des TV Großbottwar, spielte mit der B-Jugend der HABO JSG noch die HVW-Qualifikation, bevor sie im Mai 2019 zur SG BBM Bietigheim wechselte. Zuletzt zeigte sie mit der A-Jugend der SG in der Jugendhandball-Bundesliga und im Bietigheimer Drittligateam ihr Können. Die Teilnahme mit der Bietigheimer A-Jugend am Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft in Leipzig sowie der Vizetitel bei der U-17-Juniorinnen-EM in Montenegro im vergangenen Jahr sind für die 17-Jährige ihre bislang größten sportlichen Erfolge.

Ehlert trainierte auch mit dem Erstligateam des diesjährigen Quadruple-Gewinners Bietigheim und bekam dort erste Spieleinsätze. Die Gymnasiastin wurde im Herbst 2021 zudem in den Elitekader des DHB aufgenommen. Hier erhalten die größten deutschen Handballtalente eine gezielte Förderung.

Ambitionierte Ziele und ein junges Team

„Mati bringt trotz ihres jungen Alters bereits sehr viel Erfahrung aus Bietigheim mit und hat ein riesiges Potenzial“, freut sich der VfL-Trainer Thomas Zeitz auf die Rückraumspielerin. „Sie hat ein hohes Spielverständnis, eine gute Übersicht und ist sehr ehrgeizig. Mati wertet unseren Kader qualitativ weiter auf.“

„Der VfL hat ambitionierte Ziele und ein junges Team. In den Gesprächen mit Thomas sowie den weiteren VfL-Verantwortlichen habe ich eine sehr hohe Wertschätzung erfahren“, äußert sich Matilda Ehlert zu ihren Beweggründen für den Wechsel. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und möchte dem Team helfen, die Ziele zu erreichen.“

Auch der zweite Neuzugang aus Bietigheim, Magdalena Probst, gehört dem starken Handballjahrgang 2004 an. Wie Ehlert ist auch die 18-jährige Probst Junioren-Nationalspielerin des DHB. Ebenso zählt die Abiturientin die EM im vergangenen Jahr in Montenegro und das Final-Four-Turnier in Leipzig („Endlich wieder vor Zuschauern“) zu ihren bisherigen sportlichen Highlights.

Magdalena Probst ist ein Bietigheimer Eigengewächs

Das Bietigheimer Eigengewächs startete schon mit fünf Jahren mit dem Handballsport, wurde mit der C-Jugend württembergischer Meister und gewann mit der Jugendauswahl den Länderpokal 2020. Bereits im Januar 2020, kurz nach ihrem 16. Geburtstag, kam Probst zu ihrem ersten Einsatz im Erstligateam der SG und warf gegen Mainz auch gleich ihr erstes Bundesligator. Primär spielte die Linksaußen im Jugendhandball-Bundesligateam und bei der zweiten Frauenmannschaft von Bietigheim (3. Liga).

„Ohne die Unterstützung durch meine Familie und aus dem Umfeld hätte ich das alles nicht erreicht“, blickt Probst, die auf die Aufnahme in die Sportfördergruppe der Bundeswehr ab November hofft, auf den hohen zeitlichen Aufwand.

Zwei Glücksfälle

Nun steht der nächste Schritt an. „Ich habe im Probetraining eine sehr sympathische Mannschaft angetroffen. Das Konzept und die Ambitionen des Vereins gefallen mir.“ Zudem sei die Nähe zu ihrem Wohnort Bietigheim ein weiteres Kriterium für den Wechsel.

„Wie schon Mati ist auch Magda ein Glücksfall für uns“, freut sich der VfL-Chefcoach Zeitz auf das Nachwuchstalent. Nach dem Karriereende von Alina Ridder stand mit Rabea Pollakowski bislang nur eine etatmäßige Linksaußenspielerin im Kader für die Saison 2022/2023. „Ich bin mir sicher, dass wir mit Polli und Magda nun eine sehr gute Besetzung auch auf dieser Position haben.“

Beide Spielerinnen stehen dem Waiblinger Trainer in der am 1. Juli beginnenden Vorbereitungsphase jedoch nur eingeschränkt zur Verfügung. Denn am 29. Juni steht der nächste Lehrgang zur Vorbereitung auf die U-18-Weltmeisterschaft in Nordmazedonien (30. Juli bis 10. August) an. Bevor es also für die beiden VfL-Neuzugänge ins Abenteuer 1. Liga geht, steht zunächst dieses weitere Highlight an.

Einen Monat nach dem Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga der Frauen vermeldet der VfL Waiblingen die Neuverpflichtung von gleich zwei Junioren-Nationalspielerinnen: Matilda Ehlert (17) und Magdalena Probst (18) wechseln von der SG BBM Bietigheim an die Rems.

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Der Waiblinger Meister-Trainer Thomas Zeitz betrachtet die Verpflichtung der beiden Jugendnationalspielerinnen als Glücksfall für den VfL und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ehlert und Probst. „Dass sich zwei

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