Handball im Rems-Murr-Kreis

Zweitliga-Frauen des VfL Waiblingen gewinnen eigenes Turnier

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VfL-Neuzugang Rabea Pollakowski (Mitte) wurde zur besten Feldspielerin des Turniers gekürt. © Heiko Potthoff

(thz). Das zweitägige Vorbereitungsturnier um den Kempa-Cup in der Waiblinger Stauferhalle ist für die Handballerinnen des gastgebenden VfL ein voller Erfolg gewesen. Der Zweitligist gewann alle vier Partien und holte den Gesamtsieg.

Und nicht nur das: Zwei Neuzugänge schoben sich gleich ins Rampenlicht. Rabea Pollakowski wurde zur besten Feldspielerin und Svenja Wunsch zur besten Torhüterin des Turniers gekürt.

Das Team insgesamt war allerdings etwas schwer in die Gänge gekommen und schaffte es zunächst nicht, an die Leistungen aus der Vorwoche anzuknüpfen. Gegen den Drittligisten SG Schozach-Bottwartal führte der VfL dank einer soliden Abwehr lange deutlich, am Ende aber wurde es wieder eng.

Waiblingen gewann nur mit 17:15, etliche technische Fehler und einige vergebene Großchancen verhinderten ein deutlicheres Ergebnis.

Viel besserer Auftritt des VfL gegen Zürich

Beim zweiten Auftritt am ersten Turniertag zeigten die Gastgeberinnen ein ganz anderes Gesicht. Gegen den im Vergleich zur Vorsaison stark verbesserten Schweizer Erstligisten GC Amicitia Zürich gelang ein 30:18-Kantersieg. Besonders in Sachen Tempo nach vorne zeigte der VfL einige gute Ansätze, und auch beim Zusammenspiel war eine deutliche Steigerung gegenüber der ersten Partie gegen Schozach-Bottwartal zu erkennen.

Am zweiten Turniertag ging es zunächst gegen die Germania Fritzlar. Der Drittligist zog sich sehr gut aus der Affäre und bot den wieder etwas schleppend aus den Startlöchern kommenden Waiblingerinnen lange Paroli. Die klassenhöhere Mannschaft setzte sich aber dennoch deutlich durch (22:16).

Die abschließende Partie gegen den Zweitliga-Konkurrenten TG Nürtingen, der laut VfL-Coach Thomas Zeitz deutlich stärker als in der Vorsaison einzuschätzen ist, wurde zum Endspiel um den Turniersieg. In einem munteren Spielchen behielt Waiblingen klar die Oberhand und setzte sich mit 23:18 durch. Waiblingen wurde mit 8:0 Punkten Turniersieger vor Nürtingen (6:2) und Schozach (3:5).

Trainer Zeitz: "Ein absolut gelungenes Turnier"

VfL-Trainer Zeitz war sehr zufrieden: „Es war ein absolut gelungenes Turnier von A bis Z. Für mich war es interessant zu sehen, wie wir gegen vermeintlich schwächere Gegner auftreten würden. Dabei war mir fast klar, dass wir das eine oder andere Problemchen bekommen werden. Dennoch hat das Team gezeigt, dass wir in Sachen Struktur und Geschlossenheit schon ein gutes Stück vorangekommen sind.“

„Ordentliche“ offene Deckung

Die Mannschaft gehe mit kniffligen Situationen wesentlich besser um als im vergangenen Jahr und sei auch spielerisch schon auf einem sehr guten Weg. „Und man sieht, dass wir durch die Neuzugänge einiges an Möglichkeiten dazugewonnen haben. Die gilt es sukzessive weiterzuentwickeln und zu verbessern.“ Die als Alternative zur klassischen 6:0-Abwehr eingeführte offensive Deckung habe teilweise ebenfalls schon ordentlich funktioniert.

Zeitz ist sehr zuversichtlich im Hinblick auf die kommende Saison, die am Samstag, 4. September, mit dem Derby beim Erstliga-Absteiger FA Göppingen beginnt. Es mache Spaß, mit der Waiblinger Mannschaft zu arbeiten. „Jede Spielerin ist willig und bereit, für das Team alles zu geben. Das gefällt mir und ist für mich schon jetzt ein gravierender Unterschied im Vergleich zur letzten Saison.“