MotoGP

Sachsenring-König Marquez fehlt: Die Konkurrenz lauert

Marc Marquez
Fehlt verletzungsbedingt beim Großen Preis von Deutschland: Der Spanier Marc Marquez. © Alessio Marini

Hohenstein-Ernstthal (dpa) - Eines steht schon fest, obwohl das erste Motorrad noch gar nicht angelassen wurde.

Schaffte es Marc Marquez seit 2010 in einer der drei WM-Klassen stets ganz nach oben auf das Podest am Sachsenring, wird es an diesem Sonntag zumindest in der Königsklasse einen neuen Sieger geben.

Der Spanier fehlt verletzungsbedingt. Alles verändert sich deswegen aber nicht. Einige Fragen und Antworten vor dem ersten Großen Preis von Deutschland mit Zuschauern seit zwei Jahren.

Wer sind in den einzelnen Klassen die Favoriten?

Es wird ein neuer «King of the Ring» in der MotoGP gesucht. «Am Sonntag werden wir sehen, für wen dieser Ort fortan kein schwarzer Fleck auf der Landkarte mehr ist», sagte der frühere Motorrad-Rennfahrer Alexander Hofmann der Deutschen Presse-Agentur. Neben dem Gesamtführenden Fabio Quartararo gehören auch der Weltmeister von 2020, Joan Mir, und Aleix Espargaro zu den hoch gehandelten Piloten.

In der Moto2-Serie waren Celestino Vietti sowie Aron Canet zuletzt ordentlich drauf. Und in der Einstiegsklasse gehören für gewöhnlich ein Dutzend Fahrer zu den Siegaspiranten. Einen Favoriten auszumachen, ist nahezu unmöglich.

Wie wird der Große Preis in Deutschland angenommen?

Nach dem coronabedingten Ausfall 2020 und der Geister-Ausgabe 2021 sind die Zuschauer zurück. Etwa 200.000 Fans werden erwartet. «Der Verkauf läuft bestens», sagte Sprecher Oliver Runschke vom ADAC. Es konnten nicht nur etablierte Sponsoren gehalten werden. Die Organisatoren konnten sogar weitere Partner gewinnen. Bis mindestens 2026 ist die Motorrad-WM zu Gast in Sachsen.

Was ist aus deutscher Sicht zu erwarten?

Zwei Lokalmatadoren sind dabei. Stefan Bradl springt für Marc Marquez ein. «Es ist für Stefan keine einfache Situation. Er ist fast häufiger dabei als der eigentliche Stammpilot», sagte Hofmann, der inzwischen als Experte für den Fernsehsender ServusTV arbeitet. Beim Heimrennen geht es für Bradl darum, die erste Runde zu überstehen. Zuletzt gelang ihm das nicht.

Marcel Schrötter könnte in der mittleren Klasse für ein Ausrufezeichen sorgen. «Auf ihm sollten die Hoffnungen der deutschen Fans ruhen», sagte Hofmann. Die Formkurve zeigt nach oben, ein Podest ist realistisch.

Wo kann man die Rennen verfolgen?

ServusTV hat die Übertragung für das Rennwochenende in Deutschland ausgebaut. Schon am Freitag ist das erste Freie Training der MotoGP-Klasse zu sehen. Die Höhepunkte sind die drei Qualifikationen am Samstag ab 12.35 Uhr und die Rennen tags darauf ab 11.00 Uhr. Der Streaminganbieter DAZN überträgt mit Ausnahme der Warm-ups die Sessions aller Klassen.