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Schlotterbecks Rückkehr und eine Frage: Kann er spielen?

Nico Schlotterbeck
Freiburgs Nico Schlotterbeck in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa/Archiv © Tom Weller

Freiburg (dpa/lsw) - Die Vorfreude bei Nico Schlotterbeck auf die Rückkehr zum 1. FC Union Berlin ist groß - dabei ist noch gar nicht klar, ob der Freiburger Leistungsträger gegen seinen Ex-Club überhaupt wird auflaufen können. Eine Knöchelblessur setzt dem 22-Jährigen zu, möglicherweise bleibt ihm an diesem Mittwoch (20.30 Uhr) nur ein Platz als Zuschauer. Dennoch freue er sich «riesig, die Jungs wiederzusehen», wie Schlotterbeck vor dem Gastspiel seiner Breisgauer in der Fußball-Bundesliga in der Hauptstadt versicherte.

Schlotterbeck war in der vergangenen Saison vom Sport-Club an die Eisernen ausgeliehen - und tauchte in dieser Zeit tief ins Unions-Leben ein. «Ich habe in Köpenick gewohnt und gesehen, was die Leute für den Verein empfinden. Für die ist der Club alles, die freuen sich die ganze Woche aufs Spiel», berichtete er. Dass am Mittwoch nur 5000 Zuschauer ins Stadion dürfen, sei schade. «Die Alte Försterei mal voll zu erleben, wäre ein Traum. Das habe ich bisher leider noch nicht als Spieler.»

Ob Schlotterbeck gegen Union überhaupt dabei sein kann, ist aus Sicht von SC-Trainer Christian Streich die noch wichtigere Frage. Die Chance auf einen Einsatz des am Knöchel verletzten Leistungsträgers liege bei «50 zu 50», sagte der Coach am Dienstag. Und machte klar: «Wenn er fit ist, spielt er. Wenn er Probleme hat, spielt er nicht.»

Schlotterbeck hatte sich bei der 1:2-Pleite der Freiburger am Wochenende gegen die TSG 1899 Hoffenheim verletzt. Bei seiner Auswechslung am Samstag - mit schmerzverzerrtem Gesicht und gestützt von Physiotherapeuten nach einem Tritt auf den Knöchel - sah es gar nicht danach aus, als käme ein Einsatz gegen Union auch nur theoretisch überhaupt in Betracht.

Doch die Blessur stellte sich als nicht ganz so schlimm heraus wie von vielen befürchtet. Die Reise des Teams in die Hauptstadt sollte der U21-Europameister, der in dieser Saison auch erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert worden war, nun in jedem Fall erst mal mitmachen.

Schon in der vergangenen Saison in Berlin fiel Schlotterbeck mehrere Monate verletzt aus - trotzdem habe ihn das Jahr «vom Selbstvertrauen und von der Spielidee weiter gebracht», wie er sagte. Er steht nach wie vor in Kontakt mit ehemaligen Mitspielern und Mitarbeitern von Union. «Ich schaue jedes Spiel von Union, und freue mich für sie, wenn sie gewinnen. Aber ich hoffe, dass sie gegen uns nicht so gut spielen.» Eine Parallele zum Freiburger Team sei der große Zusammenhalt. Wie jetzt habe es auch im Union-Team «einen unglaublichen Teamspirit und keine Grüppchenbildung» gegeben.

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