Fitness und Gesundheit

So bleiben Sie im Alter länger fit und gesund

fahrradfahren
In Bewegung bleiben, interessiert bleiben an Neuem, das ist auch im Alter besonders wichtig. © pixabay/WFranz

Früher oder später macht es sich bemerkbar: Das Älterwerden kommt und geht an niemandem völlig spurlos vorüber. Dem Ticken der biologischen Uhr sollten wir aber nicht tatenlos zusehen, denn es liegt auch an uns selbst, wie lange wir fit und beweglich bleiben – körperlich wie geistig.

Bereits mit der Geburt beginnen wir zu altern oder anders ausgedrückt: In unserem Leben durchlaufen wir eine Entwicklungsphase nach der anderen - jeder von uns in seinem individuellen Tempo.

Ab 40 geht's bergab

Unumstritten ist dabei, dass im Alter von ungefähr 40 Jahren unser Stoffwechsel allmählich langsamer wird und Muskeln und Knochenmasse mehr und mehr abnehmen. Folglich drohen unsere körperlichen und geistigen Fähigkeiten nachzulassen und das Erkrankungs- und Verletzungsrisiko steigt. Das Gute dabei ist, wer dieser Entwicklung entgegentritt, kann den biologischen Alterungsprozess spürbar verlangsamen. Je früher, desto besser! Denn bereits in jungen Jahren stellen wir durch unsere Lebensgewohnheiten die Weichen, um selbst im hohen Alter noch bei guter Gesundheit, aktiv und selbstständig zu sein.

Folgende Tipps helfen, Gesundheit, Fitness und Lebensqualität mit Blick aufs Alter nachhaltig positiv zu beeinflussen:

Körperlich aktiv bleiben/werden

Bewegung ist für den Körper wie ein gut wirkendes Medikament. Treiben Sie deswegen in jedem Lebensalter regelmäßig Sport! Damit erhalten Sie Ihre körperliche Leistungsfähigkeit und tragen dazu bei, dass Ihr Stütz- und Bewegungssystem elastisch und kräftig bleibt.

Man muss dabei keine Wunderdinge vollbringen: Ihr Ziel sollte es sein, drei- bis viermal wöchentlich mindestens 30 Minuten am besten an der frischen Luft aktiv zu sein. Optimalerweise besteht Ihr Training aus einem Mix von Kraft-, Ausdauer-, Balance- und Beweglichkeitsübungen. Fahrradfahren, Nordic Walken, Schwimmen, aber auch Spaziergänge eignen sich bestens, um die Ausdauer zu verbessern und das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Einbeinstand, Zehenspitzengang, leichte Kniebeugen oder Liegestütze an der Wand helfen, Kraft und Gleichgewicht zu trainieren. Yogaübungen fördern neben der Beweglichkeit auch die innere Ruhe.

Sich ausgewogen ernähren

Achten Sie stets auf eine hohe Nährstoffdichte. Gemeint sind Lebensmittel mit wenig Kalorien und vielen Nährstoffen wie etwa Vitamine und Mineralstoffe. Dazu gehören möglichst frisches Gemüse und Obst sowie Hülsenfrüchte und ein verträglicher Vollkornproduktanteil. Außerdem sind zwei Portionen Seefisch pro Woche ratsam. Fleisch, Wurst und andere tierische Erzeugnisse sollte man besser nur in geringen Mengen verzehren.

Genügend trinken

Warten Sie nicht, bis der Durst kommt, sonst fehlt dem Körper bereits Flüssigkeit. Dies gilt vor allem im Alter, wenn das Durstgefühl nachlässt. Ein Erwachsener sollte etwa 1,5 Liter pro Tag trinken. Nach dem Sport sowie bei hohen Temperaturen darf es auch etwas mehr sein. Mineral- oder Leitungswasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind die besten Durstlöscher.

Nicht rauchen und wenig Alkohol

Verzichten Sie auf Nikotin und andere Suchtmittel. Gehen Sie mit Alkohol und Medikamenten immer sehr bewusst und maßvoll um und versuchen Sie, lang anhaltende körperliche und seelische Überlastungen zu vermeiden.

Positive Grundhaltung

Eine positive Lebenseinstellung ist gesund! Wenden Sie sich einer persönlich ansprechenden Aufgabe wie etwa einem erfüllenden Hobby zu. Was könnte das sein? Überlegen Sie am besten, was Sie schon immer machen wollten und wofür Sie bisher keine Zeit hatten. Ebenfalls wichtig: Erfreuen Sie sich an den kleinen Dingen im Alltag und stehen Sie Herausforderungen stets positiv und mutig gegenüber. Auch so können Sie Gesundheit und Wohlbefinden stärken.

Nutzen Sie Angebote zur Vorsorge

Mit Hilfe von Vorsorgeuntersuchungen können ernste Krankheiten frühzeitig erkannt und kann eine Behandlung rechtzeitig eingeleitet werden. Ergreifen Sie selbst die Initiative und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was Sie für die Erhaltung Ihrer Gesundheit tun und auf welche Weise Sie zu einem gesunden Altwerden beitragen können.

Krankheiten nicht nur hinnehmen

Wenden Sie sich zeitnah an Ihren Hausarzt, wenn Krankheiten auftreten. Im Falle einer chronischen Erkrankung ist ein regelmäßiger Besuch der ärztlichen Sprechstunde notwendig. Auch bei nachlassendem Seh- und Hörvermögen kann Ihnen geholfen werden. Nehmen Sie solche Beeinträchtigungen nicht einfach so hin. Sprechen Sie vielmehr mit ärztlichem Fachpersonal über mögliche Hilfsmittel und nutzen Sie diese, wenn sie Ihnen angeraten wurden.

Vorausschauend planen

Setzen Sie sich rechtzeitig mit der Frage auseinander, wie Sie Ihr Leben im Alter gestalten möchten. Bereiten Sie sich gedanklich auf Veränderungen in Ihrem Leben wie zum Beispiel auf den Berufsaustritt vor. Fragen Sie sich, mit welchen Chancen und Anforderungen diese Veränderungen verbunden sind und wie Sie diese nutzen bzw. wie Sie ihnen begegnen können.

Denken Sie bei der Vorbereitung aufs Alter auch ans Wohnen. Durch rechtzeitige Anpassung Ihrer häuslichen Situation und Umgebung können Sie dazu beitragen, Ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Die Beseitigung von Hindernissen, die Nutzung von Hilfsmitteln, ein Umbau oder gegebenenfalls auch ein Umzug können dafür entscheidende Faktoren sein.

Pflegen Sie auch im Alter Kontakte

Beschränken Sie sich nicht allein auf Kontakte mit der Familie, sondern denken Sie auch an Menschen in der Nachbarschaft, Freunde und Bekannte. Und: Kontakte mit jüngeren Menschen sind eine gegenseitige Bereicherung!

Am Puls der Zeit bleiben

Setzen Sie körperliche, geistige und soziale Aktivitäten aus früheren Lebensjahren auch im Alter fort. Fragen Sie sich, inwieweit Sie daran anknüpfen möchten oder bestenfalls sogar Neues dazulernen können. So bleibt das Köpfchen immer schön gefordert und damit lange fit.

Haben Sie Mut zur Selbstständigkeit

In belastenden Situationen sollten Sie sich fragen, wie Sie mit dieser Belastung am besten fertig werden, was Ihnen guttun könnte, mit welchen Menschen Sie zusammen sein möchten, wie Ihnen diese helfen können und wann Ihnen die Hilfe anderer zu viel ist. Wenn Sie Hilfe benötigen, so trauen Sie sich, darum zu bitten. Haben Sie aber auch den Mut, Hilfe abzulehnen, wenn Sie sich dadurch in Ihrer Selbstständigkeit zu stark eingeschränkt fühlen.

Sehen Sie das Alter als Chance

Begreifen Sie das Alter als eine Lebensphase, in der Sie sich weiterentwickeln können: Sie können Ihre Fertigkeiten und Interessen erweitern, zu neuen Erkenntnissen gelangen und zu einem reiferen Umgang mit Anforderungen des Lebens finden.

Es ist nie zu spät, den eigenen Lebensstil zu verändern. Man kann in jedem Alter anfangen, ein gesundheitsbewusstes und körperlich, geistig sowie sozial aktives Leben zu führen. So können Sie auf bereits eingetretene Risikofaktoren – zum Beispiel Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Übergewicht – einwirken und deren schädliche Einflüsse verringern.

Früher oder später macht es sich bemerkbar: Das Älterwerden kommt und geht an niemandem völlig spurlos vorüber. Dem Ticken der biologischen Uhr sollten wir aber nicht tatenlos zusehen, denn es liegt auch an uns selbst, wie lange wir fit und beweglich bleiben – körperlich wie geistig.

Bereits mit der Geburt beginnen wir zu altern oder anders ausgedrückt: In unserem Leben durchlaufen wir eine Entwicklungsphase nach der anderen - jeder von uns in seinem individuellen Tempo.

Ab 40

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper