Premier League

Tuchel besiegt Klopp: «Schwerer Schlag» für Liverpool

FC Liverpool - FC Chelsea
Chelseas Mason Mount (l) feiert mit seinen Teamkollegen Antonio Rüdiger (M) und Ben Chilwell (r) das 1:0 gegen FC Liverpool. Foto: Phil Noble/PA Wire/dpa © Phil Noble

Liverpool (dpa) - Trainer Jürgen Klopp hat das Rennen um die Champions League nach Liverpools knapper 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den FC Chelsea noch nicht abgeschrieben.

«Es ist ein schwerer Schlag», sagte Klopp dem Sender Sky Sports nach der historischen fünften Heimniederlage in Serie für den englischen Fußballmeister. «Es ist noch nicht vorbei. Wir müssen Fußballspiele gewinnen.» Seine Reds sind in der Premier League nur noch Siebter.

Klopps Kontrahent Thomas Tuchel war nach Chelseas Auswärtssieg, durch den die Blues vorerst auf den vierten Tabellenplatz kletterten, hochzufrieden. «Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel, weil die anderen verloren haben», freute sich Tuchel. «Das Rennen läuft, es sind immer noch elf Spiele zu absolvieren. Wir gehen einen Schritt nach dem anderen. Wir können uns niemals ausruhen und nie feiern, dafür ist keine Zeit.»

Ein Treffer von Mason Mount in der 42. Minute entschied die Partie in Anfield. «Die individuelle Qualität von Mason Mount in diesem Moment hat den Unterschied gemacht», resümierte Klopp. «Es war ein enges, intensives Spiel. Beide Teams haben viel investiert. Das ist es im Prinzip.» Im Gegensatz zu Chelsea war Liverpool vor dem Tor aber nur selten gefährlich. Die Gäste aus London hätten schon früher in Führung gehen können, aber ein Treffer von Timo Werner (24. Minute) wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht gegeben.

«Wir haben mit Mut gespielt», lobte Tuchel. «Wir haben nie die Einstellung und den Willen verloren, (es war) ein verdienter Sieg und eine große Leistung.» Klopp haderte mit einigen Schwächen seines Teams. «Man muss anders verteidigen, das haben wir nicht gut gemacht», sagte er sichtlich enttäuscht. «Leider können wir nicht behaupten, dass das nur zuhause so ist. Es hat nichts mit Anfield zu tun, es passiert allgemein zu oft. In den entscheidenden Momenten müssen wir uns verbessern. Da müssen wir unsere Qualität zeigen, und das tun wir nicht oft genug.»

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