TVB Stuttgart

21:31-Niederlage des TVB Stuttgart gegen Berlin - wieder haarsträubende Fehler

GER HBL Saison 2022/2023 FÜCHSE Berlin vs TVB Stuttgart, 10.09.22, Max-Schmeling-Halle, Berlin,
Die Defensive war das kleinere Problem des TVB bei der 21:31-Niederlage in Berlin. Es klemmt derzeit im Angriff. Hier versuchen Oscar Bergendahl (verdeckt) und Samuel Röthlisberger den Berliner Paul Drux zu stoppen. Der erneut starke Silvio Heinevetter ist bereit. © Heiko Voigt (@fotolaechler)

Dritter Sieg für den Handball-Erstligisten Füchse Berlin im dritten Saisonspiel, dritte Niederlage für den TVB Stuttgart beim 21:31 (10:17). Nach einer starken Anfangsphase und der 8:7-Führung (19.) verspielte der TVB binnen sechs Minuten mit einer Flut von haarsträubenden Fehlern alle Chancen und kassierte sieben Tore in Folge. Das sind sportliche Fakten. Bedeutender indes an diesem Samstagabend vor 6287 Fans in der Max-Schmeling-Halle war eine erfreuliche Personalie: Der Füchse-Trainer Jaron Siewert coachte nach einem überstandenen Schlaganfall erstmals in dieser Saison sein Team.

Zwei starke Torhüter

Zurückgekehrt war auch der TVB-Keeper Silvio Heinevetter, der elf Jahre für die Füchse spielte und herzlich empfangen wurde. Beispielsweise von seinem ehemaligen Teamkameraden Paul Drux. „Ich habe Silvio schätzen und lieben gelernt“, sagte der deutsche Nationalspieler vor dem Spiel und grinste. „Ich hoffe, er liefert ein gutes Spiel ab – aber kein zu gutes.“

Das tat der 37-Jährige auch, wie zuletzt gegen Erlangen. 33 Prozent der Würfe parierte er, das ist ein starker Wert. Zunächst jedoch schaute sich Heinevetter, der unter der Woche mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, das Geschehen von der Bank an – und staunte nicht schlecht: Die Füchse leisteten sich ein halbes Dutzend Ballverluste, der TVB verteidigte geschickt und führte nach 19 Minuten mit 8:7. Und das, obwohl er sich zu diesem Zeitpunkt acht Fehlwürfe und drei technische Fehler geleistet hatte. Unter anderem scheiterten die Gäste zweimal vom Siebenmeterstrich an Victor Kireev. Der russische Nationaltorhüter avancierte zu einem der Matchwinner mit der Weltklasse-Quote von 42 Prozent gehaltener Würfe.

Gidsel und Drux bringen die Wende

Nach einer Viertelstunde hatte Jaron Siewert eine gute Idee: Er brachte im Rückraum den Neuzugang Mathias Gidsel sowie Paul Drux für Lasse Andersson und Fabian Wiede. Die beiden machten mächtig Alarm, während Stuttgart im Angriff gegen die stabile Füchse-Deckung ideenlos agierte. Der TVB verlor in der Defensive kurzzeitig die Orientierung – und vorne die Konzentration: Zwei Fehlwürfe und fünf Fehlpässe luden die Füchse zu einem 7:0-Lauf ein. Nach dem 14:8 (25.) hatten sie alles unter Kontrolle und gingen mit der 17:10-Führung in die Halbzeit. Damit war die Partie im Grunde gelaufen.

Hanusz wieder Alleinunterhalter

In den zweiten Spielabschnitt startete der TVB mit einem Wechselfehler und hatte weiterhin große Schwierigkeiten, Lösungen zu finden gegen die Berliner Abwehr. Egon Hanusz versuchte, wie gegen Erlangen, alles. Es dauert acht Minuten bis zum ersten Treffer zum 11:20, doch auch die Füchse taten sich schwer im Abschluss und scheiterten immer wieder an Heinevetter. So stand's nach 50 Minuten 23:16 – der TVB hatte die Partie damit, zumindest was die Trefferanzahl betraf, ausgeglichen gestaltet.

In der Schlussphase schaltete Berlin noch einmal einen Gang hoch, in gleichem Maße stieg die Fehlerquote bei den Gästen wieder an. So musste sich der TVB gegen den Titelkandidaten mit 21:31 geschlagen geben und wartet weiter auf den ersten Punkt.

Die nächste Chance dazu bietet sich am kommenden Samstag, 17. September. Um 20.30 Uhr kommen die Rhein-Neckar Löwen zum baden-württembergischen Derby in die Porsche-Arena.

Füchse Berlin: Kireev, Milosavljev; Wiede (1), Darj, Holm (5), Andersson (3), Lindberg (6/2), Gidsel (4), Freihöfer (6), Langhoff, Chrintz, Kopljar, Vujovic (2), Marsenic (3), Drux (1).

TVB Stuttgart: Heinevetter, Vujovic; Häfner (3), Serrano, Fernandez, Hanusz (3), Schöttle (1), Lönn (2), Röthlisberger, Nicolaus, Forstbauer (2), Zieker (7/3), Pfattheicher (2), Bergendahl (1).

Dritter Sieg für den Handball-Erstligisten Füchse Berlin im dritten Saisonspiel, dritte Niederlage für den TVB Stuttgart beim 21:31 (10:17). Nach einer starken Anfangsphase und der 8:7-Führung (19.) verspielte der TVB binnen sechs Minuten mit einer Flut von haarsträubenden Fehlern alle Chancen und kassierte sieben Tore in Folge. Das sind sportliche Fakten. Bedeutender indes an diesem Samstagabend vor 6287 Fans in der Max-Schmeling-Halle war eine erfreuliche Personalie: Der Füchse-Trainer

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