TVB Stuttgart

Bändigt der TVB Stuttgart den wilden Neuling Gummersbach?

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Kräftig zupacken wie hier gegen den Löwen Jannik Kohlbacher muss die TVB-Abwehr um Samuel Röthlisberger (links) und Oskar Bergendahl (hinten Miljan Vujovic) an diesem Donnerstag beim frechen Aufsteiger VfL Gummersbach. © Ralph Steinemann Pressefoto

Verkehrte Welt vor dem fünften Spieltag in der ersten Handball-Bundesliga: Der mittlerweile etablierte TVB Stuttgart ist an diesem Donnerstag (19.05 Uhr) in der Partie beim VfL Gummersbach keinesfalls in der Favoritenrolle. Während das Team von Trainer Roi Sánchez noch auf den ersten Zähler wartet, liegt der Aufsteiger nach teilweise furiosen Auftritten mit 6:2 Punkten auf Rang fünf der Tabelle. Steht der TVB vor dem nächsten großen Problem? „Gummersbach ist kein Problem, es ist eine Herausforderung für uns“, sagt der Spanier.

Konsequente Gegner

Hätte der TVB Stuttgart die beiden fest eingeplanten Punkte gegen den HC Erlangen geholt und stünde nun mit 2:6 da, dann wären die Störgeräusche wahrscheinlich deutlich leiser im Umfeld des TVB. Indes: Die Höhe der Niederlagen (23:36 in Kiel, 21:31 in Berlin und zuletzt 30:43 gegen die Rhein-Neckar Löwen) werfen schon ein paar Fragen auf.

Direkt nach der Pleite gegen die Löwen sagte Sánchez, dass er überrascht sei, mit welcher Konsequenz die Top-Mannschaften bereits zu Beginn der Saison zu Werke gingen. „Wir sind ja auch nicht die Einzigen, die mit so vielen Toren Differenz verlieren.“ Gegner wie Kiel, Berlin oder die Löwen seien für den TVB derzeit nicht zu schlagen. Fertig aus. „Aber natürlich ist eine Niederlage zu Hause mit 13 Toren zu hoch, wir waren einfach schlecht gegen die Löwen.“

Gummersbach knackt fast den Meister

In der Verfassung vom Spiel gegen die Mannheimer dürfte für den TVB auch in der Schwalbe Arena nichts zu holen sein. „Gummersbach hat den Flow aus der zweiten Liga mitgenommen“, sagt Sánchez. Der VfL habe nicht nur starke Ergebnisse erzielt, sondern auch sehr gut und überzeugend gespielt.

Die Gummersbacher sind zwar als Meister in die erste Liga aufgestiegen und verfügen über eine entsprechende Qualität. Einen derart fulminanten Start hatte dem Neuling aber wohl kaum einer zugetraut. Aus dem 30:26-Auftaktsieg in Lemgo hat das Team von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson offensichtlich jede Menge Energie gezogen. Der Meister SC Magdeburg musste kämpfen, bis er beim 30:28 die Punkte im Sack hatte. Gegen den Mitaufsteiger ASV Hamm-Westfalen (29:28) drehte der VfL die Partie ebenso wie bei der HSG Wetzlar (30:29).

Nun steht der Traditionsclub, der in der Saison 2018/19 aus der ersten in die zweite Liga abstieg, in der Tabelle nur einen Punkt schlechter da als die Füchse Berlin und die SG Flensburg-Handewitt. Entsprechend breit scheint die Brust zu sein vor dem Duell mit dem TVB. „Stuttgart ist trotz des 0:8-Starts nicht zu unterschätzen“, wird der Gummersbacher Spieler Tom Jansen auf der Website des VfL zitiert.

Müller wird nicht der Retter sein

Die Stuttgarter sind nicht das einzige Team, das nach vier Spieltagen den Erwartungen hinterherhinkt. Die HSG Wetzlar (0:8 Punkte), der SC DHfK Leipzig (0:8), der TBV Lemgo (1:7) und FA Göppingen (2:6) sollten dringend die Kurve kriegen. Deshalb sieht Sánchez die Lage nicht so dramatisch wie viele Kritiker. „Wir sind nur zwei Punkte von Platz zwölf weg. Ich glaube fest an die Qualität meiner Mannschaft.“ Die könnte an diesem Donnerstag Verstärkung bekommen: Jerome Müller hat nach überstandener Bänderverletzung wieder trainiert und könnte ein paar Spielminuten bekommen. Sánchez dämpft aber die Erwartungen: „Jerry wird nicht unser Retter sein.“ Fynn Nicolaus kränkelt, er wird aber wohl mitfahren.

Verkehrte Welt vor dem fünften Spieltag in der ersten Handball-Bundesliga: Der mittlerweile etablierte TVB Stuttgart ist an diesem Donnerstag (19.05 Uhr) in der Partie beim VfL Gummersbach keinesfalls in der Favoritenrolle. Während das Team von Trainer Roi Sánchez noch auf den ersten Zähler wartet, liegt der Aufsteiger nach teilweise furiosen Auftritten mit 6:2 Punkten auf Rang fünf der Tabelle. Steht der TVB vor dem nächsten großen Problem? „Gummersbach ist kein Problem, es ist eine

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