TVB Stuttgart

Der TVB Stuttgart beim Hochgeschwindigkeits-Team

TVB beim Hochgeschwindigkeits-Team_0
Auf Manuel Späth (blaue Spielkleidung) und den TVB kommt an diesem Donnerstag in der Magdeburger Getec-Arena einiges zu. Der SCM (hier von links Marko Bezjak, Carlos Molina, Zeljko Musa und Albin Lagergren) gilt als das tempostärkste Team der Liga. © Ralph Steinemann

Vier Zähler aus acht Spielen sind eine durchwachsene Bilanz für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, werden an diesem Donnerstag (ab 19 Uhr im Liveticker) nicht mehr Punkte hinzukommen. Der SC Magdeburg liegt mit 10:8 Punkten zwar ebenfalls hinter den Erwartungen zurück, zu Hause indes ist der Vorjahresdritte eine Macht.

Das neunte Saisonspiel des TVB ist das sechste in der Fremde – und eines, das zur höchsten Kategorie zählt. In der Getec-Arena haben die Gegner in der Regel nicht besonders viel Spaß. In der vorigen Saison behaupteten sich dort lediglich die Rhein-Neckar Löwen, die Füchse Berlin und FA Göppingen. In dieser Spielzeit traten der HBW Balingen-Weilstetten (26:38), die HSG Nordhorn-Lingen (27:39) und FA Göppingen (21:30) die Heimreise mit deftigen Pleiten an. Der Meisterschaftsfavorit THW Kiel musste mit 31:32 klein beigeben, die Rhein-Neckar Löwen dagegen holten sich beim 32:28 die Punkte.

„Ich bin auch überrascht, dass die Magdeburger schon acht Punkte haben liegenlassen“

Auswärts ging das Team von Trainer Bennet Wiegert gegen Melsungen, Wetzlar und Hannover leer aus. Mit 10:8 Punkten liegt der SCM hinter den Erwartungen zurück. Nach dem fünften, vierten und dritten Platz in den vergangenen Spielzeiten traute der eine oder andere Experte den Magdeburgern sogar den ganz großen Wurf zu. „Ich bin auch überrascht, dass die Magdeburger schon acht Punkte haben liegenlassen“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. „Das zeigt aber auch, wie ausgeglichen die Liga in dieser Saison ist. Noch ist für Magdeburg aber nichts verloren.“

Große Stärke des Stuttgarter Gegners ist die Offensivpower. In der vergangenen Spielzeit erzielte lediglich der THW Kiel mehr Tore, nicht nur gegen den TVB (40:27 und 37:30) ließ es der SCM ordentlich krachen. In dieser Saison traf der SCM im Schnitt 31-mal pro Spiel ins Schwarze. Wie kein anderes Team der Liga setzt Magdeburg auf kompromisslosen Tempohandball. Das Gegenstoßspiel beherrscht der SCM nahezu perfekt, die Laufwege passen.

Rechtsaußen Sascha Pfattheicher muss weiter zuschauen

„Unser zentrales Thema muss das Rückzugsverhalten sein, das muss in die Köpfe rein“, sagt Schweikardt. „Wir dürfen nicht hinterherschauen, sondern müssen sehen, dass wir schnellstmöglich ins Sechs gegen sechs kommen.“ Wenngleich die Magdeburger aufgrund ihrer hohen individuellen Qualität auch hier etliche Lösungen parat hätten. Mit Marko Bezjak und Christian O’Sullivan habe Magdeburg Spieler, die äußerst stark seien im Eins gegen eins und „den Ball hervorragend am Leben halten“. Albin Lagergren und Michael Damgaard seien dagegen wurfstark. Kurzum: Magdeburg ist schwer zu verteidigen. „Und mit Zeljko Musa hat es einen der besten Kreisläufer der Liga.“ Weitere Stützen im Team sind der dänische Weltmeister im Tor, Jannik Green, sowie der Torschützenkönig und deutsche Nationalspieler Matthias Musche auf Linksaußen.

„Wir wissen, was da auf uns zukommt“, sagt Schweikardt. Der TVB müsse aber auf sich schauen und versuchen, seine Leistung stetig zu verbessern. Das Ergebnis dürfe nicht im Vordergrund stehen. „Gegen Magdeburg können wir ohne Druck und Angst spielen.“

Der TVB wird mit unverändertem Kader nach Magdeburg reisen. Das heißt, der Rechtsaußen Sascha Pfattheicher muss weiter zuschauen. Die Verletzung an der Hüfte hat sich als Muskelriss entpuppt.


„Weihnachten im Schuhkarton“

Nach dem kommenden Spieltag haben die Bundesligisten ein Wochenende frei, weil die Nationalmannschaft im Einsatz ist. Im nächsten Spiel erwartet der TVB am Samstag, 2. November (20.30 Uhr), den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt in der Porsche-Arena. Der TVB und die Hilfsorganisation „Die Samariter“ bieten im Rahmen des Heimspiels allen Fans die Möglichkeit, bei der Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzumachen. Seit 1993 wurden damit weltweit bereits über 157 Millionen Kinder in über 150 Ländern erreicht. Die Besucher können ihre gepackten Schuhkartons am Stand vor der Porsche-Arena abgeben und Kindern aus schwierigen Verhältnissen über Weihnachten Freude bereiten.

Zum Spiel beim HBW Balingen-Weilstetten am Donnerstag, 7. November, setzt der TVB wieder einen kostenlosen Fan-Bus ein. Abfahrt am Vereinsheim in Bittenfeld ist um 15.30 Uhr, das Spiel beginnt um 19 Uhr. Ticketpreise: Sitzplätze 26 Euro, Stehplätze Erwachsene 12 Euro, Stehplätze ermäßigt 9 Euro (Schüler/Studenten, Rentner, Schwerbehinderte). Anmeldungen per Mail an: marketing@tvbstuttgart.de.