TVB Stuttgart

Die fünf Neuzugänge des TVB

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Mit seiner großen Erfahrung und seinem Spielwitz soll Michael Kraus dem TVB die Existenz in der ersten Liga sichern. © ZVW

Michael Kraus
Nach Johannes „Jogi“ Bitter hat sich der TVB 1898 Stuttgart mit Michael „Mimi“ Kraus (32) den zweiten Weltmeister von 2007 geangelt. „Ich habe große Lust, an diesem Projekt mitzuwirken“, sagt der 32-Jährige – und hofft, dass er nach seiner Knieverletzung, die er sich im Testspiel gegen seinen Ex-Club Göppingen zugezogen hat, rechtzeitig zum Saisonstart fit wird.

Eine große Eingewöhnungszeit in seinem neuen Umfeld braucht Kraus übrigens nicht: Er kennt sich bestens aus in Bittenfeld, schließlich ist seine Mutter im Ort aufgewachsen.

Video: Vier Neuzugänge des TVB im Interview.

Felix Lobedank                                            
Der erste Neuzugang des TVB für die kommende Saison war gleich ein alter Hase: Zehn Spielzeiten erste Liga hat Felix Lobedank (32) auf dem Buckel. Fünf Jahre spielte der gebürtige Bamberger beim HBW Balingen-Weilstetten, dann ebenso lang bei FA Göppingen. Mindestens zwei Jahre sollen nun beim dritten württembergischen Erstligisten folgen, der Vertrag des Linkshänders läuft jedenfalls bis 2018.

Für Felix Lobedank hat die Saison allerdings denkbar schlecht begonnen. Er war gerade dabei, nach der langen Rehabilitationsphase zu alter Leistungsstärke zurückzufinden, da ereilte ihn schon wieder das Verletzungspech: Im Saisoneröffnungsspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen brach er sich den Daumen und muss sich nun erneut in Geduld üben.

Bobby Schagen                                  
Sein erstes Jahr in der stärksten Handball-Liga der Welt hatte sich Bobby Schagen (26) ganz anders vorgestellt. Beim TuS Nettelstedt-Lübbecke wollte der niederländische Nationalspieler durchstarten, am Ende standen magere acht Punkte und der Abstieg zu Buche. „Wir waren letztlich chancenlos, das war schon eine riesige Enttäuschung“, sagt er. Für ihn selbst dagegen sei die Saison gar nicht so schlecht gelaufen, er habe viel gespielt und sich weiterentwickelt.

In der neuen Saison steht der 26-Jährige vor der kniffligen Aufgabe, den Publikumsliebling und besten TVB-Torschützen Michael Spatz zu ersetzen. „Ich weiß, dass dies große Fußstapfen sind“, sagt Schagen. Einfacher dagegen sei’s gewesen, sich in seinem neuen Team zurechtzufinden. „Das ist eine ziemlich coole Truppe, man merkt, dass der Kern schon lange zusammen ist.“

Marian Orlowski                                 
Ausgebildet worden ist Marian Orlowski (23) in der Handball-Akademie des VfL Gummersbach, 2012 wechselte der linke Rückraumspieler zum Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, mit dem er mittelfristig den Aufstieg in die erste Liga anpeilen wollte. „Dann ist der TVB dazwischengegrätscht“, sagt Orlowski und lacht. Nach einer schweren Verletzung feierte er im November vergangenen Jahres sein Comeback – und war überrascht, als bereits im Januar die Bittenfelder anklopften. Nach einem Gespräch mit Günter und Jürgen Schweikardt und einer kurzen Bedenkzeit habe er zugesagt. „Schließlich war die erste Liga mein Traum, dafür habe ich immer alles gegeben“ – und auch den einen oder anderen herben Rückschlag wegstecken müssen.

Er freut sich, dass er etliche erfahrene Spieler um sich hat. „Davon profitiert natürlich jeder junge Spieler, ich bin über jeden Tipp sehr froh.“ Seinen Trainer Markus Baur kennt Orlowski übrigens aus der Jugend-Nationalmannschaft.

Linus Mathes                                      
Die Rollen im Tor des TVB sind klar verteilt: Nummer eins ist Johannes Bitter, Nummer zwei Dragan Jerkovic. Sollte sich einer der beiden indes verletzen – in der Vorbereitung hat es Jerkovic erwischt –, braucht’s ein „Backup“. Das haben die Bittenfelder im talentierten Linus Mathes (20) gefunden. Er ersetzt Sebastian Arnold, der nach einer Regeländerung des DHB als Torhüter des viertklassigen TSV Neuhausen/Filder nicht mehr mit einem Zweitspielrecht ausgestattet werden darf. Erstzugriffsrecht bei Mathes hat der Drittligist TSB Horkheim.

Langweilig dürfte es Linus Mathes nicht werden. Mindestens eine Trainingseinheit pro Tag steht im Terminkalender, entweder beim TSB oder TVB. Zudem studiert er an der Uni Stuttgart im dritten Semester Sportwissenschaften. „Diesen Stress nehme ich jedoch gerne in Kauf.“

Mehr über die Neuzugängen können Sie in der gedruckten Samstagsausgabe lesen.