TVB Stuttgart

Ein Sieg gegen den HC Erlangen wäre zu schön gewesen

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Der HC Erlangen (hier Johannes Sellin) war für Michael Schweikardt und den TVB 1898 Stuttgart eine etwas zu hohe Hürde. © Leonie Kuhn

Waiblingen. Es wäre zu schön gewesen: Bei einem Sieg gegen den HC Erlangen wäre der Handball-Erstligist TVB 1898 Stuttgart auf Rang drei geklettert. Nun stehen nach dem – wenig aussagekräftigen – zweiten Spieltag 2:2 Punkte und 58:58 Tore zu Buche. „Wir haben nicht die Leistung des Melsungen-Spiels abgerufen“, sagt TVB-Trainer Baur. „Und Erlangen hat es richtig gut gemacht.“

Den Spielbericht TVB 1898 Stuttgart - HC Erlangen lesen Sie hier.

Die Ausgangsposition. hatte Begehrlichkeiten geweckt. „Nicht bei den Spielern“, sagt der TVB-Trainer Markus Baur. Die hätten die Situation durchaus realistisch einschätzen können. Der TVB hatte einen Sahnetag erwischt, die Melsunger blieben unter ihren Möglichkeiten. „Dass die Erwartungen beim einen oder anderen im Umfeld nach dem überraschenden Sieg groß waren, ist normal“, so Baur. Sprich: Wer ein Top-Team schlägt, der darf gegen den Vorjahres-Neunten eigentlich keine Probleme bekommen.

Bitter kam nicht so richtig ins Spiel

Das Torhüterduell. Johannes „Jogi“ Bitter ist in der vergangenen Saison beim TVB oft einer der Sieggaranten gewesen, auch am Erfolg gegen Melsungen hatte er einen großen Anteil. Gegen Erlangen dagegen kam der Weltmeister nicht so richtig ins Spiel und machte nach 25 Minuten Platz für Jonas Maier. Gefruchtet hat der Wechsel nicht, dem Neuzugang aus Lemgo erging es nicht viel besser. Nach 42 Minuten kehrte Bitter zurück, ein Faktor indes wurde er nicht mehr. „Ich glaube, wir haben zum ersten Mal das Torhüterduell verloren, seit ich hier bin“, sagt Baur.

Die Abwehr: Ein bisschen Pech kam auch hinzu

Mit dem verletzten Dominik Weiß fehlte der Fels in der Brandung. Als Erklärung für die – zumindest in den ersten 30 Minuten – etwas zögerliche Defensive reicht dies allerdings nicht. Schließlich hatte der „Lange“ auch gegen Melsungen nicht auf der Platte gestanden. „Erlangen hat unsere Deckung geschickt nach hinten gedrängt“, sagt Baur. „Unsere Abwehr war nicht kompakt und ist unsicher geworden, weil auch das Zusammenspiel mit dem Torhüter nicht funktioniert hat.“

Ein bisschen Pech kam auch hinzu. Der eine oder andere abgefälschte Ball fand den Weg ins Netz, die Abpraller landeten häufig bei den Erlangern. Die machten im Übrigen äußerst wenige Fehler. „Es war ein Spiegelbild zum Melsungen-Spiel“, sagt Baur. „Da ging bei uns fast alles.“

Der Angriff: „Viel zu schnell die Abschlüsse gesucht“

Vorne lief’s beim TVB lange nicht so flüssig wie gegen Melsungen – was natürlich auch an der sehr starken und aufmerksamen Erlanger Defensive lag. Über den Kreis kam der TVB, anders als im ersten Spiel, fast gar nicht zum Zug. Und den Rückraumspielern fehlte die Konstanz. Die Franken dagegen hatten hier ihre große Stärke: 21 ihrer 31 Tore erzielten sie aus der Fernwurfzone.

Trotz aller Schwierigkeiten hatte der TVB in den zweiten 30 Minuten dreimal die Chance auf den Ausgleich, verfiel jedoch in Hektik. „In dieser Phase haben wir viel zu schnell die Abschlüsse gesucht“, sagte der TVB-Rechtsaußen Bobby Schagen kurz nach dem Spiel. Der Niederländer war, wie schon gegen Melsungen, der erfolgreichste Werfer des TVB – und er stellte seine Tauglichkeit auch auf fremdem Terrain unter Beweis: Aus dem rechten Rückraum donnerte der 27-Jährige den Ball zweimal trocken unter die Querlatte.

Irgendwann indes hatte Erlangen auch diese Variante durchschaut.


TVB 1898 Stuttgart - Die Eulen Ludwigshafen

Am Sonntag, 17. September findet um 12.30 Uhr das nächste Heimspiel in der Scharrena statt. Karten im Vorverkauf gibt es wie immer bei Easy-Ticket, 0711/255 55 55 und auf der Geschäftsstelle des TVB 1898 Stuttgart, Schulstraße 29, 07146/281 87 50, E-Mail: moh@tvb1898.de.