TVB Stuttgart

Füchse Berlin: Zweiter Titelkandidat im dritten Spiel für den TVB Stuttgart

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Egon Hanusz (Mitte, hinten Adam Lönn) war gegen Erlangen der beste Stuttgarter. Hier versuchen Christoph Steinert und Tim Zechel (links) den TVB-Spielmacher zu stoppen. An diesem Samstag geht’s zum Titelkandidaten Füchse Berlin. © Ralph Steinemann Pressefoto

Zwei Spiele, null Punkte: Ist das schon ein Fehlstart für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart? Nach der ärgerlichen 27:29-Heimniederlage am Donnerstag gegen den HC Erlangen sind die Aussichten auf Punkte in den kommenden Spielen jedenfalls nicht besonders gut. An diesem Samstag (20.30 Uhr) geht’s zu den Füchsen Berlin, die hervorragend in die Saison gestartet sind. Eine Woche später kommen die ebenfalls noch verlustpunktfreien Rhein-Neckar Löwen in die Porsche-Arena. „Wir wussten ja, dass wir ein hammerhartes Auftaktprogramm haben“, sagt der TVB-Trainer Roi Sánchez.

Sechsmal den Ball nicht gefangen

Gerade deshalb hatten die Bittenfelder die beiden Punkte im ersten Heimspiel gegen Erlangen eigentlich fest eingeplant. Auch, um die ersten kritischen Stimmen nach der Auftaktpleite in Kiel verstummen zu lassen. Daraus indes wurde nichts – oder hat nichts werden können. Wer so viele leichte Fehler macht, der kann ein Bundesligaspiel kaum gewinnen. „Sechsmal haben wir den Ball nicht gefangen, dreimal in Überzahl“, so Sánchez. Dass es in der Halle heiß und der Ball feucht war, lässt der Coach als Entschuldigung nicht gelten. „Das war kein Bundesliganiveau. Wenn du so viele Geschenke verteilst, bestraft das Erlangen.“

Auch dem Gegner seien Fehler unterlaufen, allerdings nicht so dramatische. Und dabei hatte der TVB, zumindest am Donnerstag, die größte Baustelle der vergangenen Saison geschlossen: Silvio Heinevetter überragte mit 16 Paraden, auch Miljan Vujovic hielt bei seinem Kurzeinsatz stark.

Alleinunterhalter Hanusz

Es gibt – zu – viele Gründe, warum der TVB am Ende dennoch ohne Punkte dastand. Aus dem Überzahlspiel schlug er zu wenig Kapital, von den Halbpositionen im Rückraum fehlte die Durchschlagskraft. Und vier Siebenmeter in einem Spiel hat der TVB schon lange nicht mehr verworfen. Hoffnung macht die über weite Strecken ordentliche Abwehrleistung. „Die Positionsabwehr war in Ordnung, im Rückzug hatten wir ein bisschen Probleme.“

Im Angriff überragte Egon Hanusz – was seinen Trainer einerseits freute. „Wir dürfen aber nicht von ihm abhängig sein, sondern müssen auch andere Wege finden.“ Das Zusammenspiel zwischen dem Rückraum und dem neuen Kreisläufer Oscar Bergendahl funktioniert dagegen noch nicht wie erhofft. „Das ist ein Umbruch und braucht noch Zeit“, so Sánchez.

Berlin noch stärker als im Vorjahr

Im zweiten Auswärtsspiel muss der TVB nun an diesem Samstag (20.30 Uhr) zu den Füchsen Berlin. Der Vorjahresdritte, der diese Platzierung mindestens bestätigen möchte, trumpfte in seinen ersten beiden Spielen auf. FA Göppingen hatte beim 27:34 keine Chance, die HSG Wetzlar sah bei der 25:37-Heimschlappe kein Land. Die Füchse spielten wie aus einem Guss. Der Kader ist noch stärker besetzt als in der vergangenen Saison. Der dänische Weltmeister Matthias Gidsel bildet zusammen mit dem deutschen Nationalspieler Fabian Wiede eines der stärksten Duos in der Liga im rechten Rückraum. Sánchez zählt Gidsel zu den besten fünf Spielern weltweit auf dieser Position.

Für den Kreis holten die Füchse den abwehrstarken schwedischen Nationalspieler Max Darj vom Bergischen HC. Fürs Tor kam der russische Nationalspieler Viktor Kireev. Nummer eins bleibt aber Dejan Milosavljev. Der Serbe hatte in der vergangenen Saison die meisten Paraden in der Liga. In Wetzlar lag seine Quote bei 46 Prozent. „Er entwickelt sich zum besten Torwart der Liga“, sagt Sánchez.

Ausnahmespieler haben die Berliner eine ganze Reihe – unter anderem auf Rechtsaußen mit dem nimmermüden Hans Lindberg (41) oder im Rückraum mit den beiden Dänen Lasse Andersson und Jacob Holm.

Personell gibt’s beim TVB keine Veränderungen. Es fehlen weiterhin die verletzten Jerome Müller und Ivan Sliskovic.

Ein besonderes Spiel wird’s für Silvio Heinevetter. Der TVB-Torhüter, der wegen leichten Rückenproblemen am Freitag mit dem Training aussetzte, spielte von 2009 bis 2020 bei den Berlinern.

Zwei Spiele, null Punkte: Ist das schon ein Fehlstart für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart? Nach der ärgerlichen 27:29-Heimniederlage am Donnerstag gegen den HC Erlangen sind die Aussichten auf Punkte in den kommenden Spielen jedenfalls nicht besonders gut. An diesem Samstag (20.30 Uhr) geht’s zu den Füchsen Berlin, die hervorragend in die Saison gestartet sind. Eine Woche später kommen die ebenfalls noch verlustpunktfreien Rhein-Neckar Löwen in die Porsche-Arena. „Wir wussten ja,

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