TVB Stuttgart

Kehrt Jogi Bitter gegen Nordhorn ins Tor des TVB Stuttgart zurück?

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In Erlangen, gegen Hannover und in Flensburg musste der TVB auf Johannes Bitter (mit Ball) verzichten. © Ralph Steinemann Pressefoto

Spätestens seit Sonntag dürften die Leistungen des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart in der Republik angekommen sein: Die ARD-Sportschau würdigte den Tabellenvierten am frühen Abend nach dem viel beachteten Auftritt in Flensburg in einem siebenminütigen Beitrag. An diesem Donnerstag (19 Uhr) erwartet der TVB – erneut vor der Geister-Kulisse in der Porsche-Arena – die HSG Nordhorn-Lingen. Eine Frage hat die Fans und Verantwortlichen im Vorfeld besonders umgetrieben: Wird der Torhüter Johannes Bitter, der wegen einer Coronavirus-Infektion drei Spiele aussetzen musste, wieder im Kader stehen?

Strenges Hygiene-Konzept

Vergangenen Donnerstag hat der Weltmeister die Quarantäne verlassen – was jedoch keinesfalls automatisch die Rückkehr in den Kasten des TVB zur nächsten Partie bedeutete. „Vom Gesundheitsamt und von den Ärzten hat Jogi die Freigabe erhalten, er ist nicht mehr ansteckend“, sagte der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt am Mittwoch. Tagtäglich hat der TVB auf einen negativen Coronatest gewartet, den das strenge Hygienekonzept der Handball-Bundesliga (HBL) vorschreibt.

Bis zum Tag vor dem Spiel war nicht klar, ob Bitter dem TVB an diesem Donnerstag zur Verfügung stehen wird. Den Laien lässt diese Regel ziemlich verständnislos zurück. „Wir spüren jetzt die Auswirkungen des Hygienekonzepts am eigenen Leib“, so Jürgen Schweikardt, der das Konzept der HBL zwar ausdrücklich lobt. „Aber vielleicht sollten wir tatsächlich in solchen Fällen darüber nachdenken, ob nicht ein bisschen nachjustiert werden sollte.“

Bitter hat grünes Licht von den Ärzten, spielen darf er aber nicht

Zum einen geht’s um die Verhältnismäßigkeit, zum anderen für den TVB natürlich auch um Punkte. Beim 31:26-Sieg gegen Hannover zeigte der Bitter-Vertreter Primoz Prost eine gute Leistung, zuvor in Erlangen (25:34) und auch in Flensburg (30:34) erwischte er jedoch keinen guten Tag. Auf der Bank saß mit Sebastian Rica-Kovac nur der fünfte Torhüter: Der mit Zweitspielrecht ausgestatteten Nick Lehmann befindet sich mit der SG BBM Bietigheim noch bis Montag in Quarantäne, Finn Hummel war beruflich unterwegs. Falls Bitter erneut ausfällt, wird der 19-Jährige in den Kader rücken.

Trotz der Niederlage beim Vizemeister in Flensburg hielt sich der TVB mit 11:7 Punkten in der Spitzengruppe. Den vierten Rang würde das Schweikardt-Team mit einem Sieg gegen den Fünfzehnten HSG Nordhorn-Lingen über das Wochenende hinweg verteidigen. Der TVB steht allerdings nur auf den ersten Blick vor einer leichten Aufgabe: Nach einer schwachen vergangenen Saison, in der die Nordhorner lediglich vier Punkte gesammelt hatten und ohne den Saisonabbruch abgestiegen wären, zeigt das Team in dieser Spielzeit ein ganz anderes Gesicht: Schon dreimal hat die Mannschaft des neuen Trainers Daniel Kubes den Platz als Sieger verlassen. Verloren hat es nur gegen die Top-Teams Berlin, Flensburg, Kiel, Melsungen, Bergischer HC sowie zuletzt gegen FA Göppingen.

Deckung nach Kubes-Art

„Wie wir, so hat sich auch Nordhorn deutlich entwickelt“, sagt Schweikardt. Und das mit nahezu unveränderter Besetzung, etliche Spieler sind der HSG seit Jahren treu. In der vorigen Saison war der österreichische Nationalspieler Robert Weber aus Magdeburg zum Team gestoßen. Allen voran der Rechtsaußen und der Torhüter Bart Ravensbergen präsentierten sich zuletzt in sehr guter Form.

„Wir müssen uns auf eine harte, konsequente Defensive einstellen“, so Schweikardt. Was nicht sonderlich verwundert, galt der neue Coach Daniel Kubes als Spieler doch als ausgewiesener Abwehr-Experte. Unter anderem beim THW Kiel, TBV Lemgo, bei der MT Melsungen sowie bei seinem aktuellen Club. Im Angriff agiere Nordhorn sehr variabel, sagt Schweikardt. „Es ist nicht so einfach, sich auf die Spielweise vorzubereiten. Das wird wieder eine Herausforderung für uns.“

Elvar Asgeirsson, der wegen einer Ellbogenblessur zuletzt pausieren musste, wird wahrscheinlich wieder dabei sein. Zwei Wochen fehlen dagegen wird Rudolf Faluvégi, der wieder einmal vom Pech verfolgt wird. Eine im Grunde harmlose Blutblase am Fuß hat sich entzündet. Schon zweimal mussten die Ärzte operativ eingreifen und die Wunde säubern. Es habe, so Schweikardt, die Gefahr einer Blutvergiftung bestanden. Der Ungar liegt noch im Krankenhaus.

Spätestens seit Sonntag dürften die Leistungen des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart in der Republik angekommen sein: Die ARD-Sportschau würdigte den Tabellenvierten am frühen Abend nach dem viel beachteten Auftritt in Flensburg in einem siebenminütigen Beitrag. An diesem Donnerstag (19 Uhr) erwartet der TVB – erneut vor der Geister-Kulisse in der Porsche-Arena – die HSG Nordhorn-Lingen. Eine Frage hat die Fans und Verantwortlichen im Vorfeld besonders umgetrieben: Wird der Torhüter

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