TVB Stuttgart

Macht der TVB Stuttgart in Lemgo den Ligaverbleib klar?

Hanusz
Der TVB-Spielmacher Egon Hanusz (hinten Dominik Weiß) war von der Mindener Abwehr kaum zu stoppen. Hier setzt sich der Ungar gegen Lucas Meister (links) und Joshua Thiele durch. © TOM WELLER

Der 30. Spieltag der ersten Handball-Bundesliga könnte für den TVB Stuttgart ein erfreulicher werden: Verliert der Vorletzte GWD Minden am Samstag beim Bergischen HC und gewinnt der TVB am Sonntag (13 Uhr) beim TBV Lemgo, können die Bittenfelder endgültig für die achte Saison in der besten Handball-Liga der Welt planen.

Freude über 8:2 Punkte 

Mit dem 26:25-Sieg in Minden schraubte der TVB seine Bilanz der jüngsten fünf Spiele auf 8:2 Punkte. Den Siegen gegen Erlangen (34:29), in Balingen (28:25), gegen Leipzig (29:25) und eben in Minden steht lediglich die – vermeidbare – 23:28-Niederlage bei den allerdings wiedererstarkten Rhein-Neckar Löwen gegenüber. „Die Ausbeute freut uns natürlich“, sagt der TVB-Trainer Roi Sánchez. Allerdings habe seine Mannschaft auch in etlichen Spielen zuvor viele Dinge gut gemacht und sei lediglich nicht dafür belohnt worden.

„Uns hat auch das Glück gefehlt, das wir jetzt in Minden in wichtigen Phasen des Spiels hatten.“ Der große Unterschied indes zur Hinrunde ist die Defensive. Zum einen erfüllen die Torhüter – endlich – die Erwartungen. Und mit dem jungen Fynn Nicolaus, der wegen einer Schulterverletzung monatelang hatte zuschauen müssen, bekam der TVB einen starken Abwehrspieler hinzu.

Ohne den großen Druck

Theoretisch braucht der TVB für den Ligaverbleib noch Punkte, praktisch ist er fünf Spiele vor Schluss bei sieben Zählern Vorsprung durch. Die finalen kleinen Zweifel könnte der TVB mit seinem zehnten Saisonsieg am Sonntag in Lemgo beseitigen – falls der BHC tags zuvor die Mindener in Schach gehalten hat.

Natürlich sei dies das Ziel, sagt Sánchez. „Aber wir genießen es jetzt erst mal, dass wir ohne den großen Druck in ein Spiel gehen können.“ Was indes keinesfalls bedeute, dass der TVB die Saison nun austrudeln lässt. „Unsere Mannschaft ist sehr professionell, ich bin mir sicher, dass das nicht passieren wird“, so Sánchez. „Wir wollen auch das gute Gefühl behalten, das wir jetzt haben.“

Lemgo im Magdeburg-Stil

Der TBV Lemgo spielt nach einer überzeugenden Hinrunde – unter anderem mit einem Remis in Kiel und Siegen bei den Rhein-Neckar Löwen sowie gegen Göppingen – nicht mehr ganz so konstant. Sánchez glaubt, dass der TBV durch die Einsätze in der European League und im DHB-Pokal ein paar Körner liegenlassen musste. Kommt der TBV allerdings in den Flow, ist er schwer zu stoppen. Das mussten die Bittenfelder bei der 37:40-Hinspielniederlage schmerzlich erfahren. „Lemgo spielt ein bisschen wie Magdeburg“, sagt der TVB-Coach. „Im Angriff ist das eine der besten Mannschaften der Liga.“

Brandgefährlich seien die Außen Bjarki Már Ellison und Lukas Zerbe/Bobby Schagen. Im Rückraum hat der Lemgoer Trainer Florian Kehrmann mehrere Könner zur Auswahl: Tim Suton, Jonathan Carlsbogard, Lukas Hutecek oder Andreas Cederholm.

Der TVB Stuttgart wird mit unverändertem Kader anreisen. Möglicherweise wird Adam Lönn nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feiern. „Adam hat gut trainiert“, sagt Sánchez. „Ich bin optimistisch, dass wir ihn für ein paar Minuten bringen können.“

Der 30. Spieltag der ersten Handball-Bundesliga könnte für den TVB Stuttgart ein erfreulicher werden: Verliert der Vorletzte GWD Minden am Samstag beim Bergischen HC und gewinnt der TVB am Sonntag (13 Uhr) beim TBV Lemgo, können die Bittenfelder endgültig für die achte Saison in der besten Handball-Liga der Welt planen.

Freude über 8:2 Punkte 

Mit dem 26:25-Sieg in Minden schraubte der TVB seine Bilanz der jüngsten fünf Spiele auf 8:2 Punkte. Den Siegen gegen Erlangen

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