TVB Stuttgart

Mit oder ohne Hilfe: Der TVB wird den Ligaverbleib klarmachen

Weiss
Im Hinspiel kassierte der TVB beim designierten Absteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke eine bittere 23:27-Niederlage. Hier versucht Dominik Weiß den Nettelstedter Luka Mrakovcic zu stoppen (links Adam Lönn, rechts Samuel Röthlisberger). © TOM WELLER

An diesem Donnerstag dürften die letzten minimalen Zweifel am Ligaverbleib des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart beseitigt sein. Gewinnt der SC Magdeburg gegen den HBW Balingen-Weilstetten, ist der SCM vorzeitig Meister – und der TVB hätte den drittletzten Platz in der Endabrechnung sicher. Die Bittenfelder können aber auch selbst alles klarmachen mit einem Sieg gegen das Schlusslicht TuS Nettelstedt-Lübbecke in der Porsche-Arena (19.05 Uhr). Was natürlich das Ziel ist, zumal der TVB noch eine Rechnung offen hat. Indes: Wieder einmal sieht’s personell nicht besonders gut aus im Kader von Trainer Roi Sánchez.

Stolz aufs Team trotz Niederlage

8:6 Punkte sammelte der TVB aus den jüngsten sieben Partien. Das ist eine gute Ausbeute für ein abstiegsbedrohtes Team. Doch es war mehr drin. Die 23:28-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen war ebenso unnötig wie das 30:33 beim TBV Lemgo. Selbst beim 26:28 gegen den ersatzgeschwächten Top-Club SG Flensburg-Handewitt hatte der TVB die Chance auf zumindest einen Punkt, führte mit 17:13 und schien den Gegner im Griff zu haben.

„Wir haben gut gespielt, das war schon schade“, sagt Sánchez auch eine Woche danach. Zum Coup habe letztlich die Power aus dem Rückraum gefehlt. „Wir haben Viggó Kristjánsson und Adam Lönn schon vermisst. Trotzdem können wir stolz sein auf unsere Leistung.“

Die Fans machen sehr viel Spaß

In den verbleibenden drei Partien gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke an diesem Donnerstag, beim HSV Hamburg in acht Tagen und am Sonntag, 12. Juni, gegen die MT Melsungen will Sánchez die maximale Ausbeute. Gründe gibt’s dafür genug. Mit zwei Punkten gegen das Schlusslicht wäre der Abstieg auch rechnerisch kein Thema mehr. Außerdem sollen die treuen Zuschauer ihren TVB in bester Erinnerung behalten vor der Handballpause. „In der Hinrunde, mit den ganzen Beschränkungen, hatte ich das Gefühl, die Fans hier sind kühl“, sagt Sánchez. „Das ist jetzt ganz anders, sie machen mir sehr viel Spaß.“

Bestens unterhalten werden sollen sie auch am Donnerstag. Ans Hinspiel in Lübbecke hat der TVB keine guten Erinnerungen. Mit dem 27:23-Sieg zog der Aufsteiger und designierte Absteiger in der Tabelle am TVB vorbei, die Bittenfelder rutschten auf den drittletzten Rang ab. Es lief im Hinspiel vieles gegen sie. Nach 42 Minuten sah Dominik Weiß die – umstrittene – Rote Karte. Kurze Zeit später musste Adam Lönn verletzt vom Feld. Nach dem 23:23 erzielten die Nettelstedter vier Tore in Folge.

Auch das noch: Hanusz fällt aus

Beim vor allem in der Hinserie aufmüpfigen Team von Trainer Emir Kurtagic, es schlug unter anderem den THW Kiel mit 29:25, ist allerdings längst Ernüchterung eingekehrt. 17 Spiele in Folge verlor der TuS, was auch dem großen Verletzungspech geschuldet war. Der Kader war nicht breit genug, um die Ausfälle zu kompensieren. Eine Eigenschaft indes hat das Team auch in der Erfolglosigkeit nicht verloren: die Kampfkraft.

Die wird auch der TVB wieder zu spüren bekommen. Und er wird sich strecken müssen, zumal die Personallage weiter angespannt ist. Der zuletzt überragende Spielmacher Egon Hanusz ist im Training umgeknickt, er fällt definitiv aus. Max Häfner dürfte die Rolle des Ungarn übernehmen. Ausgerechnet jetzt ist der junge Andri Már Rúnarsson, der in der Rückrunde kaum zum Einsatz gekommen ist, angeschlagen.

Immer noch nicht zu hundert Prozent fit sind Lönn und Kristjánsson. „Ich hoffe, dass jeder von den beiden wenigstens ein paar Minuten spielen kann“, so Sánchez.

Info

Aktuell sind für das vorletzte Heimspiel des TVB in dieser Saison 3200 Karten verkauft. Tickets gibt es an der Abendkasse (ab 17.30 Uhr) oder im Vorverkauf unter https://www.tvbstuttgart.de/tagestickets/

An diesem Donnerstag dürften die letzten minimalen Zweifel am Ligaverbleib des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart beseitigt sein. Gewinnt der SC Magdeburg gegen den HBW Balingen-Weilstetten, ist der SCM vorzeitig Meister – und der TVB hätte den drittletzten Platz in der Endabrechnung sicher. Die Bittenfelder können aber auch selbst alles klarmachen mit einem Sieg gegen das Schlusslicht TuS Nettelstedt-Lübbecke in der Porsche-Arena (19.05 Uhr). Was natürlich das Ziel ist, zumal der TVB noch

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