TVB Stuttgart

Nach Remis gegen Lemgo: "Jetzt müssen wir Punkte hamstern"

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Mal wieder gab’s gemischte Gefühle beim TVB Stuttgart nach dem 26:26-Unentschieden gegen den TBV Lemgo. Manuel Späth (vorne gebückt) und Trainer Jürgen Schweikardt schauen skeptisch, Elvar Asgeirsson und Nick Lehmann jubeln. © Ralph Steinemann Pressefoto

Gegen den TBV Lemgo ist der Handball-Erstligist TVB Stuttgart auf einem guten Weg gewesen zum ersten Punktspiel-Heimsieg seit acht Monaten. Mit dem 26:26-Unentschieden kommt der TVB aber nicht so richtig vom Fleck. „Das ist schade“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt am Tag danach. „Mit fünf Zählern wären wir nicht weit weg gewesen von unserem Soll. Jetzt müssen wir Punkte hamstern.“

Mut gefasst hatte der TVB nach dem ersten Saisonsieg bei den Eulen Ludwigshafen. Der zweite doppelte Punktgewinn blieb ihm jedoch verwehrt. Die Situation gestaltet sich damit weiterhin schwierig für das Team von Trainer Jürgen Schweikardt, dem nach wie vor die Stabilität über 60 Minuten hinweg fehlt. Zwei Zähler nur sind’s bis zu den Abstiegsrängen, und mit dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt stehen nun mehr oder weniger unlösbare Aufgaben an.

„Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir die gute bis sehr gute Leistung aus den ersten 30 Minuten nicht über die Halbzeit retten konnten“, sagt Schweikardt. Geärgert hat er sich über den unnötigen Treffer der Lemgoer zum 15:11 Sekunden vor der Pause, als Fabian van Olphen die TVB-Deckung – bei angezeigtem Zeitspiel – mit einem Knickwurf düpierte. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sich die Stuttgarter mit einer gewissen Schlafmützigkeit um eine bessere Ausgangsposition für die zweiten 30 Minuten gebracht haben.

Feueralarm in der Scharrena

Nicht gutgetan hat dem Team auch die längere Pause aufgrund des Feueralarms. „Ich möchte keine Ausreden suchen“, sagt Schweikardt. Fakt indes sei, dass ein Team, das dringend ein „Reset“ benötige, eher davon profitiere. „Und dieses Team waren definitiv nicht wir.“ Das Gegentor vor der Pause, der Feueralarm und die beiden schnellen Tore der Lemgoer nach Wiederanpfiff seien die entscheidenden Phasen im Spiel gewesen. „Was wir uns mühsam erarbeitet hatten, war ruck, zuck wieder weg.“

Im zweiten Spielabschnitt hatte der TVB mit individuellen Schwächen zu kämpfen. „Wir bekamen Carlsbogard im Eins-gegen-eins nicht in den Griff, er war der entscheidende Mann bei Lemgo.“ Erschwerend hinzu kam, dass mit Adam Lönn ausgerechnet einer der bisher konstantesten Spieler keinen guten Tag erwischte. So kam sechs Minuten vor dem Ende Dominik Weiß zu seinem Comeback. „Das war eigentlich nicht geplant, weil er erst einmal mit der Mannschaft trainiert hat“, sagt Schweikardt.

Eine weitere Option wäre der Neuzugang Rudolf Faluvegi gewesen, der ebenfalls nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand. „Ich denke, das wäre in dieser schwierigen Situation zu viel für ihn gewesen.“ Und schließlich fehlte dem TVB auch das sogenannte Spielglück. Die Abpraller landeten in der Regel beim Gegner. „Das sind Kleinigkeiten“, so Schweikardt. „Bei engen Spielen können sie aber den Ausschlag geben.“