TVB Stuttgart

Prognose: TVB Stuttgart braucht sechs Punkte aus sieben Spielen zum Ligaverbleib

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Zwei wichtige Spieler des TVB, die angeschlagen sind: Viggó Kristjánsson (hinten) wird trotz einer Knöchelverletzung auflaufen gegen Leipzig. Beim besten Torschützen Adam Lönn (mit Ball, gegen den Lemgoer Frederik Simak) entscheidet sich der Einsatz kurzfristig. © Ralph Steinemann Pressefoto

Vermutlich sechs Punkte, so lautet die vorsichtige Rechnung, brauchen die Erstliga-Handballer des TVB Stuttgart noch aus den restlichen sieben Spielen zum Ligaverbleib. Der Plan: Um die Nerven zu beruhigen, soll an diesem Sonntag (16.05 Uhr) in der Porsche-Arena gegen den SC DHfK Leipzig ebenso ein Sieg her wie sieben Tage später beim Abstiegskonkurrenten GWD Minden. „Dann würde es ganz gut aussehen“, sagt der TVB-Trainer Roi Sánchez.

25 Fehlwürfe sind einfach zu viel

Im engen Abstiegskampf müssen die vier gefährdeten Teams jede noch so kleine Chance ergreifen, um Punkte zu hamstern. Die hatte der TVB zuletzt bei den keinesfalls überragenden Rhein-Neckar Löwen – und unterlag dennoch mit 23:28. Dabei hatte der TVB, anders als in den meisten Partien in dieser Saison, ein Plus auf der Torhüterposition: Tobias Thulin machte sein bestes Spiel im TVB-Trikot. „Wir hatten schon das Gefühl, dass wir eine gute Chance verpasst haben“, sagte Sánchez bei der virtuellen Pressekonferenz des TVB vor dem Spiel gegen Leipzig. Seine Spieler hätten alles investiert, doch 25 Fehlwürfe seien schlichtweg zu viel gewesen. „Deshalb waren wir auch ziemlich enttäuscht.“

Leipzig eines der erfolgreichsten Teams derzeit

Nun kommt ein Gegner nach Stuttgart, der sich in dieser Spielzeit deutlich stabiler präsentiert als die Rhein-Neckar Löwen. Der SC DHfK Leipzig hat sich klammheimlich zu einem der erfolgreichsten Teams in diesem Kalenderjahr in der ersten Liga gemausert. 16:4 Punkte lautet die Bilanz aus den jüngsten zehn Spielen, nur beim 28:29 in Göppingen ging die Mannschaft von Trainer André Haber komplett leer aus. Logische Folge: Die Leipziger spielen um Platz fünf mit hinter den großen vier Magdeburg, Kiel, Berlin und Flensburg.

Sánchez hat großen Respekt vor dem Gegner. „Leipzig hat die beste Abwehr der Liga und mit Marko Mamic einen der besten Defensivspieler“, so der Spanier. Im Schnitt kassierten die Sachsen 25 Gegentreffer pro Partie. Zum Vergleich: Die TVB-Torhüter mussten 32-mal hinter sich greifen. Verlassen kann sich Leipzig auf seine beiden Keeper, die Nationalspieler Kristian Saeveras (Norwegen) und Mohamed Essam Moustafa El-Tayar. Der Ägypter kam erst im Winter.

Leipzig hat die beste Abwehr der Liga

Aus ihrer kompakten Abwehr erzielen die Leipziger reihenweise Tore über den Tempogegenstoß und ihre schnellen und abschlussstarken Außenspieler. Deshalb sei ein guter Rückzug ein großes Thema für den TVB, so Sánchez. Prägende Spieler im Rückraum des SC seien Lovro Jotic, Sime Ivic und der Jung-Nationalspieler Luca Witzke. „Es wird sehr schwer, aber wir haben eine Chance, wenn wir so auftreten wie in unseren letzten Heimspielen.“ Ein Faktor seien die Fans, die sich zum ersten Mal seit langer Zeit völlig frei in der Halle bewegen können. Es ist keine Maske mehr nötig. Rund 4600 Karten sind verkauft. „Wir hoffen, dass wir die 5000 knacken können“, so der TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt. „Wir brauchen unsere Zuschauer in unserer Situation besonders dringend.“

Das Hinspiel verloren die Bittenfelder in Leipzig klar mit 24:33. Nicht im Kader stand damals Viggó Kristjánsson gegen seinen ehemaligen und auch künftigen Verein. Am Sonntag wird er in der Porsche-Arena wieder mit von der Partie sein – allerdings nicht hundertprozentig fit. Eine Knöchelverletzung plagt den isländischen Nationalspieler seit Wochen. „Wir haben schon Mai“, sagt Roi Sánchez. „Da hat jede Mannschaft angeschlagene Spieler – auch Leipzig.“

Die Frage indes ist, wer diesen Umstand besser wegstecken kann. Noch schlechter als bei Kristjánsson sieht’s bei Adam Lönn aus, über dessen Bedeutung für den TVB es keine zwei Meinungen gibt. „Wir vermissen Adam, er ist einer unserer wichtigsten Spieler“, sagt Sánchez. Kurzfristig werde entschieden, ob der Schwede auflaufen wird. „Wir müssen genau nachdenken, ob es sich lohnt oder nicht.“

Vermutlich sechs Punkte, so lautet die vorsichtige Rechnung, brauchen die Erstliga-Handballer des TVB Stuttgart noch aus den restlichen sieben Spielen zum Ligaverbleib. Der Plan: Um die Nerven zu beruhigen, soll an diesem Sonntag (16.05 Uhr) in der Porsche-Arena gegen den SC DHfK Leipzig ebenso ein Sieg her wie sieben Tage später beim Abstiegskonkurrenten GWD Minden. „Dann würde es ganz gut aussehen“, sagt der TVB-Trainer Roi Sánchez.

25 Fehlwürfe sind einfach zu viel

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