TVB Stuttgart

Saisonstart beim TVB: Trainer Roi Sánchez freut sich über mehr Alternativen

TVB Stuttgart-Trainingslager 2022
Der TVB-Trainer Roi Sánchez schwört sein Team (von links Patrick Zieker, Samuel Röthlisberger, Fynn Nicolaus, Jan Forstbauer, Jorge Serrano, Steffen Hepperle, Daniel Fernandez, Luca Mauch) auf die zweite Saison unter seiner Verantwortung ein. Platz zwölf ist das Ziel. „Aber erst im Juni, nicht sofort“, sagt der Spanier und bittet angesichts des harten Auftaktprogramms um Geduld. © Sandy Dinkelacker

In vielerlei Hinsicht anstrengend gewesen ist das erste Jahr in der Handball-Bundesliga für Roi Sánchez. Hoch motiviert und optimistisch geht der Spanier nun in seine zweite Saison mit dem TVB Stuttgart. „Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden, handballerisch haben wir uns gut präsentiert“, sagt der 38-Jährige. „Wo wir tatsächlich stehen, wissen wir aber erst im Wettkampf.“ Viel kniffliger könnte die erste Aufgabe kaum sein: An diesem Sonntag (16.05 Uhr) muss der TVB beim THW Kiel antreten, dem Vizemeister und Pokalsieger der vergangenen Saison und deutschen Rekordmeister.

Gute Rückrunde entschädigte

Mit großem Enthusiasmus hatte Roi Sánchez seine Aufgabe in Stuttgart angetreten, die Laune indes ging rasch in den Keller angesichts der anhaltenden Verletzungssorgen, der einen oder anderen unerklärlich schwachen Darbietung seiner Mannschaft und des nervenaufreibenden und langen Abstiegskampfs. Die gute Rückrunde, mit Ausnahme der Heimpleite gegen den Absteiger Nettelstedt-Lübbecke, entschädigte und macht dem Trainer Mut für die neue Saison.

Zu gerne würde er an die Rückserie anknüpfen, in der die Bittenfelder immerhin 15 Punkte sammelten und in der Rückserientabelle auf Rang zehn landeten. „Wenn wir es schaffen, zwei solche Halbserien zu spielen, können wir 30 oder 32 Punkte holen“, sagt Sánchez. „Die würden locker zu Platz zwölf reichen.“ Und damit zu exakt jenem Ziel, das die Verantwortlichen für die achte Spielzeit des TVB in der ersten Liga ausgegeben haben.

Punkte auch gegen Top-Teams möglich

Wenn alles halbwegs normal läuft, dürfte sich der TVB in den ersten Wochen wohl kaum in diesen Sphären bewegen. Zu knackig ist das Auftaktprogramm. Außer Kiel warten noch die Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen. Am zweiten Spieltag kommt der HC Erlangen in die Porsche-Arena. Will der TVB einen Start mit 0:8 Punkten verhindern, muss er gegen die Franken gewinnen. Das weiß auch Sánchez. „Erlangen ist aber eine gute Mannschaft, gegen die du genauso verlieren kannst“, sagt er. Auf der anderen Seite könne sein Team auch gegen Kiel, die Füchse oder die Löwen punkten. Das habe es in der vergangenen Saison gezeigt – auch wenn es in den acht Spielen gegen die Top-Teams nur zu einem Remis gegen Berlin gereicht habe.

Das Saisonziel außen vor gelassen, müsse seine Mannschaft auswärts mehr Spiele gewinnen und „irgendwie gegen die Top vier ein paar Punkte klauen“. Gegen den Meister SC Magdeburg und die SG Flensburg-Handewitt stand der TVB kurz vor einer Überraschung.

Vielleicht sorgt der breitere, ausgeglichenere Kader in der neuen Saison für die paar Prozent, die häufig über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Transfers, da ist sich Sánchez sicher, bieten ihm in der Defensive wie in der Offensive mehr Alternativen. Im Abwehrzentrum agierten in der vergangenen Spielzeit hauptsächlich Samuel Röthlisberger und Dominik Weiß. Letzterer ist weg, dafür kommt der schwedische Spezialist Oscar Bergendahl hinzu, „auch Ivan Sliskovic kann solide verteidigen“. Bewährte Kräfte auf den Halbpositionen sind Fynn Nicolaus und Adam Lönn. Besser sei auch das Niveau im Tor mit Silvio Heinevetter und Miljan Vujovic – auch wenn die Feinabstimmung noch ein bisschen Zeit brauche, so Sánchez.

Stark auf den Außenpositionen

„Auch vorne haben wir mehr Möglichkeiten, Max Häfner ist von Anfang an dabei.“ Ivan Sliskovic sei ein cleverer Spieler. „Und wir dürfen Nico Schöttle nicht vergessen, er kann uns sofort helfen.“ Insgesamt besser besetzt sei sein Team auf den Außenpositionen durch die Verpflichtung von Daniel Fernandez und Jorge Serrano. Diese beiden sowie Patrick Zieker und Sascha Pfattheicher könnten eine entscheidende Rolle spielen bei der Umsetzung einer der neuen Regeln, dem Anwurfkreis. Roi Sánchez hat nach der Erfahrung der Testspiele allerdings nicht das Gefühl, dass sich das Spiel dadurch „massiv“ ändern wird. Die zweite Neuerung, vier statt sechs Pässe bei passivem Spiel, könne mehr Einfluss nehmen. „Wir müssen abwarten, aber natürlich haben wir auch da etwas vorbereitet.“

In vielerlei Hinsicht anstrengend gewesen ist das erste Jahr in der Handball-Bundesliga für Roi Sánchez. Hoch motiviert und optimistisch geht der Spanier nun in seine zweite Saison mit dem TVB Stuttgart. „Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden, handballerisch haben wir uns gut präsentiert“, sagt der 38-Jährige. „Wo wir tatsächlich stehen, wissen wir aber erst im Wettkampf.“ Viel kniffliger könnte die erste Aufgabe kaum sein: An diesem Sonntag (16.05 Uhr) muss der TVB beim THW Kiel antreten,

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