TVB Stuttgart

TVB-Keeper Heinevetter: „Die Saison beginnt für uns nun richtig“

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Silvio Heinevetter bei der Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel an diesem Donnerstag (19.05 Uhr) in der Stuttgarter Porsche-Arena © Jens Körner

Ernüchternd gewesen ist der Saisonauftakt für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart, war er doch beim 23:36 in Kiel chancenlos. Kein Grund indes, alles infrage zu stellen nach nur einer Partie, finden die Verantwortlichen. „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen, aber dann das Spiel schnell abhaken“, sagte der neue Torhüter Silvio Heinevetter bei der Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel an diesem Donnerstag (19.05 Uhr) gegen den HC Erlangen in den Räumen des Sponsors Wohninvest. „Für uns beginnt die Saison nun richtig.“

Stetig bergab nach 15 Minuten

Eine klare Niederlage gegen Kiel ist keine Überraschung – ganz gleich, wie der Gegner des THW in der Wunderino-Arena heißt. Dennoch: Ein bisschen mehr Widerstand hätten sich die Fans des TVB Stuttgart zum Saisonauftakt doch gewünscht. Tatsächlich bot das Team von Trainer Roi Sánchez den Zebras eine Viertelstunde lang die Stirn. Nach dem 7:7 indes ging’s, in allen Mannschaftsteilen, stetig bergab.

„Wir haben leider die Wucht der Kieler zu spüren bekommen, das war kein gelungener Saisonstart für uns“, sagte der TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt. 13 Tore Differenz seien natürlich zu viel. „Andererseits ist auch egal, wie hoch die Niederlage ausfällt. Klar ist, dass wir uns steigern müssen.“

Anders vorgestellt hat sich auch der Trainer den Nachmittag in Kiel. „Vielleicht kam das Spiel für uns als Mannschaft, mit sechs neuen Spielern, einfach zu früh“, sagte Roi Sánchez. „Wir haben aber auch viele Sachen sehr gut gemacht.“

Selbstkritischer Kapitän

So zeigte beispielsweise Silvio Heinevetter, dass er dem TVB im Tor zu Stabilität verhelfen kann – allerdings auch nur 20 Minuten lang. Der Neuzugang ist überzeugt davon, „dass da etwas zusammenwachsen kann“. In der Anfangsphase habe das Zusammenspiel zwischen der Abwehr und ihm gut funktioniert.

Selbstkritisch gab sich der Kapitän. „Wir dürfen nicht derart auseinanderfallen“, sagte Patrick Zieker. Es müsse gelingen, sich nach schlechten Phasen wieder zu fangen und den Rückstand bei sechs oder sieben Toren zu halten. „Trotzdem dürfen wir das Spiel jetzt nicht als Maßstab nehmen und alles schlechtreden. Wir haben eine gute Truppe und eine gute Stimmung.“

Keine Zeit zum Nachdenken

Zudem sei’s nicht angebracht, sich lange an einem Spiel aufzuhalten. Dafür sei angesichts von acht Spielen in fünf Wochen auch keine Zeit. „Wir freuen uns jetzt riesig aufs erste Spiel und eine volle Halle.“

Ganz voll wird die Porsche-Arena nicht werden. Schweikardt rechnet mit 3500 bis 4000 Fans. „Damit wären wir sehr zufrieden.“ Die Zuschauerzahlen am ersten Spieltag hätten gezeigt, dass noch keine Handballzeit sei. Außerdem seien noch Ferien. Froh ist der Geschäftsführer, dass es aktuell keinerlei Hygienekonzeptvorgaben der Regierung oder der Handball-Bundesliga gibt. „Wir können zum Handballevent zurückgehen, wie es vor Corona eines war, die Kinder dürfen wieder Autogramme holen.“ Wie in der vergangenen Saison, so plant der TVB wieder mit zwei Set-ups in der Porsche-Arena: Werden weniger Fans erwartet, wird die Halle durch Vorhänge kompakter gestaltet.

Im Vorjahr gewann der TVB beide Spiele

So auch gegen den HC Erlangen, der vermutlich wieder von etlichen Fans nach Stuttgart begleitet werden wird. Der HCE erwischte einen sehr guten Saisonauftakt, ließ der HSG Wetzlar beim 31:27 keine Chance. „Erlangen hat einen guten Kader“, so Roi Sánchez. Beispielsweise mit den beiden Torhütern Klemen Ferlin und Bertram Obling, im Rückraum mit Simon Jeppsson, Nico Büdel und Antonio Metzner oder auf den Außenpositionen. Mut könnte dem TVB machen, dass er in der vergangenen Saison beide Spiele gegen die Franken gewann – 32:27 und 34:29. „Wir werden alles investieren, dass wir die Punkte wieder behalten“, so Sánchez.

Drei Spieler indes werden nicht mithelfen können: Jerome Müller fehlt wegen einer Fußverletzung noch mindestens drei Spiele. Drei bis vier Wochen ausfallen wird Ivan Sliskovic: Der Rückraumspieler, der bereits in Kiel zuschauen musste, hat sich eine Adduktorenverletzung zugezogen.

Überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen wird Andri Már Rúnarsson. Der junge Isländer hat sich vor dem ersten Spiel vom TVB verabschiedet. Der 20-Jährige kehrt in seine Heimat zurück und schließt sich dem Erstligisten Haukar Hafnarfjördur an, wo sein Vater Runar Sigtryggsson Trainer ist. Rúnarsson kam nach guten ersten Wochen in der vergangenen Saison kaum mehr zum Zug, nachdem der TVB auf der Spielmacherposition wieder zweifach besetzt war. „Es war von vorneherein so besprochen, dass wir über eine Ausleihe nachdenken zu dieser Saison, falls sich die Spielanteile nicht so entwickeln“, so Schweikardt. Der TVB habe auch schon Kontakt zu Vereinen hergestellt. „Er möchte einen neuen Anlauf nehmen, da macht es keinen Sinn, ihn zu irgendwas zu zwingen.“

Ernüchternd gewesen ist der Saisonauftakt für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart, war er doch beim 23:36 in Kiel chancenlos. Kein Grund indes, alles infrage zu stellen nach nur einer Partie, finden die Verantwortlichen. „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen, aber dann das Spiel schnell abhaken“, sagte der neue Torhüter Silvio Heinevetter bei der Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel an diesem Donnerstag (19.05 Uhr) gegen den HC Erlangen in den Räumen des Sponsors Wohninvest. „Für

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