TVB Stuttgart

TVB: Torhüter Miljan Vujovic soll mit Silvio Heinvetter den Kasten zunageln

TVB Stuttgart - Trainingslager 2022
Silvio und ich haben eine unterschiedliche Spielweise. Das ist gut für die Mannschaft.Ein halbes Jahr früher als geplant wechselte Miljan Vujovic zum TVB Stuttgart. Nun hat er sozusagen ein halbes Jahr Vorsprung und will zeigen, weshalb er slowenischer Nationaltorhüter ist und ihn der Geschäftsführer Jürgen Schweikardt für eines der größten Torhütertalente hält. © Sandy Dinkelacker

Er war einer im Torhüter-Roulette des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart – und Miljan Vujovic ist der einzige, der aus dem Quartett der vergangenen Saison übrig geblieben ist. Gemeinsam mit dem Routinier Silvio Heinevetter (37) soll der bald 22-jährige Slowene den Kasten zunageln. „Wir sind völlig unterschiedliche Typen“, sagt er. „Und das ist gut für die Mannschaft.“

Ein echter Neuzugang ist Miljan Vujovic im Grunde nicht. Im November vergangenen Jahres hatte der TVB die Verpflichtung des slowenischen Nationaltorhüters für die kommende Saison verkündet, zusammen mit Tobias Thulin sollte der 21-Jährige ein Gespann bilden. Es kam bekanntlich anders. Ganz anders. Weil Vujovics Landsmann Primoz Prost ebenso wenig überzeugte wie Thulin, eiste der TVB Vujovic vorzeitig aus Celje los – und sicherte sich kurze Zeit später auch noch die Dienste von Ivan Pesic für die Rückrunde.

Ein neues Gefühl für Vujovic

Prost verabschiedete sich zwar in der Winterpause, doch mit Pesic und Thulin hatte Vujovic immer noch zwei Kollegen neben, vor oder hinter sich. Je nach Betrachtungsweise. „Das war schon schwierig für mich“, sagt Vujovic. „Das war ich nicht gewöhnt, ich war immer die Nummer eins.“ Leistungsfördernd schien die Konstellation nicht zu sein, die Torhüterposition blieb – bis auf wenige Ausnahmen – auch in der Rückrunde ein Schwachpunkt der Stuttgarter. „Wenigstens habe ich von Tobias und Ivan einiges lernen können.“

Überhaupt sieht er die ersten sechs Monate als Eingewöhnungszeit an. „Klar, ich tue mich jetzt leichter, kenne schon vieles und habe gegen jede Mannschaft einmal gespielt.“ Und er kenne schon das System.

Vom Feld ins Tor

Dem Handballsport verschrieb er sich mit zehn Jahren – dabei spielte er zunächst im linken Rückraum“, sagt er und grinst. „Ich hatte wirklich Talent.“ Irgendwann habe ihm sein Vater, Torhüter und Trainer, geraten, ins Tor zu wechseln. „Er sagte, da musst du nicht so viel laufen.“ Tatsächlich funktionierte diese Umschulung prächtig, beim slowenischen Topclub RK Celje Pivovarna Lasko sammelte er schnell internationale Erfahrung in der European League und Champions League und spielte sich in die Nationalmannschaft.

Nun freut sich Miljan Vujovic auf die Zusammenarbeit mit Silvio Heinevetter. „Natürlich ist das toll für mich, ich kann mir einiges abschauen“, sagt er – und schiebt gleich nach. „Wobei wir eine völlig unterschiedliche Spielweise haben. Aber das ist super und macht es dem Gegner schwer, sich auf uns einzustellen.“ Während sich Heinevetter – wie die schwedischen Keeper – viel bewege in seinem Tor, bevorzuge er den sogenannten Jugo-Stil. Die Torhüter antizipierten mehr und beobachteten den Ball. „Ich sage nicht, dass das der bessere Stil ist“, sagt Vujovic und lacht.

Vorfreude auf die Porsche-Arena

Natürlich weiß auch er: Das Wichtigste ist, was hinten rauskommt. Sprich: Die Torhüter müssen Bälle halten – egal wie.

Nun freut er sich auf den Saisonstart und vor allem auf die Spiele in der voll besetzten Porsche-Arena. „Es macht auch großen Spaß zu sehen, wie viel Leute sich hier beim TVB engagieren.“ Es sei zu spüren, dass die Leute ihren Club liebten. „Das habe ich in der Form noch nicht erlebt.“

Es passt also aktuell alles für Miljan Vujovic. Fast alles, denn eine kleine Baustelle gibt’s doch. Möglicherweise zwingen ihn höhere Mächte demnächst dazu, sich eine neue Wohnung zu suchen. „Mit gefällt’s in Kernen, ich habe auch kurze Wege ins Training“, sagt er und lacht. „Meine Freundin geht aber gerne shoppen, das ist ein bisschen schwierig.“

Er war einer im Torhüter-Roulette des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart – und Miljan Vujovic ist der einzige, der aus dem Quartett der vergangenen Saison übrig geblieben ist. Gemeinsam mit dem Routinier Silvio Heinevetter (37) soll der bald 22-jährige Slowene den Kasten zunageln. „Wir sind völlig unterschiedliche Typen“, sagt er. „Und das ist gut für die Mannschaft.“

Ein echter Neuzugang ist Miljan Vujovic im Grunde nicht. Im November vergangenen Jahres hatte der TVB die

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