Handball im Rems-Murr-Kreis

VfL Waiblingen verliert gegen Buxtehude: „Zu wenig Mut und zu viele Fehler“

Lena Klingler
Lena Klingler (mit Ball) und der VfL Waiblingen schafften zwar den Ausgleich, ließen sich von den Gästen aus Buxtehude jedoch immer wieder abschütteln. © Markus Rauscher

Als die Gäste in den Schlussminuten ihren Vorsprung vom engen 17:18 (51.) auf sieben Tore ausbauten (18:25), musste sich Thomas Zeitz erst einmal setzen. Der Trainer des VfL Waiblingen, der die vergangenen 50 Minuten vollen Einsatz von der Seitenlinie vorlebte, geht über in Resignation. „Als wir auf 17:18 rankamen, hätte etwas passieren müssen“, sagte er nach der Handball-Bundesliga-Partie. „Dieser Funke ist nicht übergesprungen und dann weißt du als Trainer irgendwann, das wird nichts mehr.“

Und das in einer durchaus durchwachsenen Partie. Die Waiblingerinnen empfingen nach ihrem ersten Sieg in der Handball-Bundesliga in Oldenburg den Tabellenfünften aus Buxtehude. Gleich zu Beginn der Dämpfer: Nach etwas mehr als sechs Minuten stand es bereits 5:0 für die Gäste. Eine erste Auszeit, ein erstes Wachrütteln. Einmal schütteln, weiter ging’s, und dann begann die erste Aufholjagd.

Der Ausgleich nach der Halbzeitpause brachte VfL Waiblingen nicht den erhofften Dreh

Es war nicht das letzte Mal, dass die Gäste aus Buxtehude davonzogen. Aber auch nicht das letzte Mal, dass die Waiblingerinnen wieder den Anschluss machten. „Wir kamen ran, wir waren wieder weg, wir kamen wieder ran, wir waren wieder weg“, so Zeitz und zeigt eine Wellenbewegung. Eines ist aber klar: Die Gastgeberinnen sind dem Rückstand hinterhergelaufen. Zur Halbzeit waren die Waiblingerinnen zwar dran, 9:10, den einzigen Ausgleich aber machte nach der Pause Matilda Ehlert mit einem Siebenmetertreffer zum 10:10.

„Es wäre mehr drin gewesen“, so Zeitz. „Aber wir haben im Angriff unsere Chancen liegenlassen.“ Zugegeben, die Buxtehuder Torhüterin Marie Andresen war schnell und machte es dem VfL gerade in den Anfangsminuten nicht einfach. „Keine Frage, überragende Torhüterleistung“, bestätigte auch Zeitz. Aber: „Aber auch darauf haben wir uns im Voraus vorbereitet. Und wenn ich sage, schießt nicht halbhoch, und die ersten Würfe sind alle genau so, dann mussten sie das erst selbst lernen.“

VfL Waiblingen hat Chance auf Führung nicht genutzt

Die Chance, in Führung zu gehen, verpassten die Waiblingerinnen und liefen nach einem Siebenmeter von Isabelle Dölle (33.) erneut den Buxtehudenerinnen hinterher. Anstatt wieder aufzuholen, nutzte der VfL die Chancen nicht. Ein Siebenmeter blieb ungenutzt, drei weitere Angriffe führten ins Nichts - und die Gäste zogen auf 13:10 (39.) davon. Beim Spielstand von 14:18 (48.) wachte der VfL noch einmal auf, ließ hinten nichts zu und kam durch zwei Treffer von Emma Hertha und einen von Caren Hammer in der 51. Minute wieder ran.

Doch das ließ sich Buxtehude nicht bieten, drehte zum Schluss noch einmal auf, schenkte den Waiblingerinnen, die mit sieben Feldspielerinnen im Angriff all in gingen, zwei Treffer ins leere Tor ein. Ein Zeitpunkt, an dem das Spiel endgültig verloren war.

Lobende Worte hat VfL-Trainer Thomas Zeitz für seine Mannschaft in Sachen Einstellung: „Man hat wieder gesehen: Egal was ist, wir machen weiter. Wir kämpfen uns wieder ran.“ Das sei der absolut richtige Weg - nicht nachzulassen. Großes Manko blieb aber die Chancenverwertung. „Wir hatten zu wenig Mut und haben zu viele Fehler gemacht. Wir waren im Abschluss zu schlecht.“

Und das gegen eine Mannschaft, die an diesem Abend nicht die Leistung abrief, die sie an Platz fünf der Bundesliga-Tabelle brachte. „Wir hätten eine Chance gehabt: Wenn Buxtehude einen schlechten Tag erwischt und wir gut drauf gewesen wären.“ Aber das am Samstagabend sei sicherlich kein Handball-Leckerbissen gewesen, da waren sich beide Trainer einig.

VfL: Meissner, Zec - Nagler (1/1), Probst (1/1), Ehlert (3/1), Klingler, Brand (3), Hammer (1), Hertha (5), Gisa, Henkel (1), Jäger (1), Pollakowski (1), Eckhardt (1).

BSV: Andrehsen, Rühter - Süchting (2), Nielsen (2), Mühlner (1), Dölle (4/2),Winterberg, Schönfeld, Kähr (7), Hagen (5), von Prittwitz (4), Hartstock, Lakenmacher.

Als die Gäste in den Schlussminuten ihren Vorsprung vom engen 17:18 (51.) auf sieben Tore ausbauten (18:25), musste sich Thomas Zeitz erst einmal setzen. Der Trainer des VfL Waiblingen, der die vergangenen 50 Minuten vollen Einsatz von der Seitenlinie vorlebte, geht über in Resignation. „Als wir auf 17:18 rankamen, hätte etwas passieren müssen“, sagte er nach der Handball-Bundesliga-Partie. „Dieser Funke ist nicht übergesprungen und dann weißt du als Trainer irgendwann, das wird nichts

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