Sport

Vorfreude bei Hoffenheim auf Dortmund-Gastspiel

TSG-Coach Sebastian Hoeneß
TSG-Coach Sebastian Hoeneß gibt vor einem Spiel ein Interview. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild © Matthias Balk

Sinsheim (dpa/lsw) - Sebastian Hoeneß geriet ins Schwärmen. Die Vorfreude auf die Bundesligapartie bei Borussia Dortmund am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) war dem Trainer der TSG 1899 Hoffenheim anzumerken. Immerhin ist es für ihn das erste Spiel im Signal Iduna Park mit Zuschauern. «Ich freue mich richtig drauf. Freitagabend, Flutlichtspiel - was gibt es Schöneres? Die Aufregung wird spätestens mit dem Gang ins Stadion kommen», sagte Hoeneß am Donnerstag.

Von der Atmosphäre wollen sich die Kraichgauer aber nicht beeindrucken lassen - und ihrem Ruf als Angstgegner des BVB gerecht werden. Nur neun der letzten 26 Aufeinandertreffen konnten die Gastgeber für sich entscheiden. Darauf will sich Hoeneß aber nicht verlassen, denn Dortmunds Angriffswucht ist bekannt. «Es geht darum, diese zu brechen - und zwar durch gutes Entscheidungsverhalten am Ball. Wir müssen mutig sein», forderte Hoeneß.

Seine Mannschaft werde sich nicht verstecken, machte er klar. Nur lange Bälle seien daher höchstens eine Notlösung. Freiburg hat es am vergangenen Spieltag beim 2:1-Sieg vorgemacht. Hoeneß hat das genau analysiert. Leidenschaftliche Verteidigung, Glück und Ausnutzung der eigenen guten Momente können einige Gegenmittel sein. «Wir haben aber auch unsere eigenen Ideen, wie wir vorgehen wollen», sagte Hoeneß.

Besonders Dortmunds Stürmerstar Erling Haaland gelte es zu stoppen. «Es ist kein Geheimnis, dass man gut beraten ist, ihn kollektiv zu verteidigen. Er ist unfassbar schnell, direkt und geradlinig», sagte der 39-Jährige. Doch auch sein Team hat torgefährliche Spieler, vor denen sich der BVB in Acht nehmen muss.

Andrej Kramaric beispielsweise, der liebend gern gegen Dortmund trifft. Die Stärke des Kroaten ist seine Vielseitigkeit im Abschluss. Auch Jacob Bruun Larsen ist ein wichtiger Faktor im Hoffenheimer Spiel geworden. Der frühere Dortmunder besticht laut Hoeneß mit seiner Klarheit im Spiel, seiner Schnelligkeit und Ballbehandlung.

Ob Hoeneß auch wieder auf Pavel Kaderabek und Florian Grillitsch setzen kann, bleibt abzuwarten. Beide waren nach Verletzungen bisher noch nicht fit geworden. «Das müssen wir kurzfristig entscheiden. Hinter beiden steht noch ein Fragezeichen», sagte der TSG-Trainer.

Gern würde er auch noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Gerade in der Innenverteidigung besteht aufgrund der langen Verletzungsausfälle von Benjamin Hübner, Ermin Bičakčić und Håvard Nordtveit Bedarf. «Jetzt liegt mein Fokus auf Freitag, dann lasse ich mich überraschen, was Alex Rosen noch heraus zaubert», sagte Hoeneß mit Blick auf den am kommenden Dienstag schließenden Transfermarkt.

© dpa-infocom, dpa:210826-99-977814/3