Handball im Rems-Murr-Kreis

Vorletzter Schritt für VfL-Handballerinnen auf dem Weg in die erste Liga

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Auf geht’s in die vorletzte Runde: Wenn es perfekt läuft, könnten der Waiblinger Trainer Thomas Zeitz und seine Frauen bereits am Samstag den Aufstieg feiern. © Ralph Steinemann Pressefoto

Es prickelt gewaltig bei den Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen: Sollte der Spitzenreiter am Samstag beim HSV Solingen-Gräfrath gewinnen und der Tabellenzweite FA Göppingen in Harrislee verlieren, wäre der Aufstieg in die erste Bundesliga vor dem finalen Spieltag perfekt. „Das würde ich annehmen“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz. „Mir würde aber schon reichen, wenn wir unsere Aufgabe erledigen – und die wird schwer genug.“

Die VfL-Spielerinnen brauchen längst kein Fernglas mehr, das große Ziel können sie zwei Spieltage vor Saisonende mit bloßem Auge erkennen: Der Aufstieg in die Beletage des deutschen Frauenhandballs ist zum Greifen nahe. Die Rechnung ist einfach: Gewinnt der VfL an diesem Samstag (18.15 Uhr) beim Tabellenvierten Solingen und eine Woche später das Heimspiel gegen den längst abgestiegenen TV Aldekerk, knallen die Sektkorken.

Die Belohnung abholen

„Natürlich wollen wir uns jetzt die Belohnung abholen“, sagt der Trainer Thomas Zeitz. Woche für Woche sei eine größere Anspannung zu spüren, aber das sei ja auch ein schönes Gefühl. Sein Team habe jetzt schon Großartiges erreicht, die Saison sei super gelaufen. „Wir haben nach 28 Spielen sieben Minuspunkte auf dem Konto und verpassten unglücklich den Einzug ins Final Four.“

Und die Waiblingerinnen haben kleine Nackenschläge hervorragend verkraftet. Die unglückliche 35:36-Niederlage gegen Solingen-Gräfrath nach einer beeindruckenden Aufholjagd beispielsweise. Möglicherweise ist der VfL sogar stärker zurückgekommen. Bei den jüngsten Siegen gegen Regensburg (31:19) und in Nürtingen (24:18) traten die Waiblingerinnen äußerst selbstsicher und souverän auf. Speziell die starke Abwehrleistung macht Zeitz zuversichtlich auf der Zielgeraden der Saison. „Wenn es vorne mal nicht so gut läuft, kriegst du Sicherheit, wenn du dich auf die Abwehr und die Torhüterinnen verlassen kannst.“

Solingen schwächelt ein bisschen

Die Defensive schwächelte insbesondere im Hinspiel gegen den Gegner am Sonntag. Die Solingerinnen düpierten den VfL ein ums andere Mal. Der Sieg gegen Waiblingen eröffnete Solingen die große Chance zumindest auf Rang zwei und damit die Aufstiegsspiele. Etwas überraschend indes zeigt die Formkurve seither nach unten. In Nürtingen (28:34) und Ketsch (28:36) gab’s nichts zu holen, der HSV hat sich damit aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. „Solingen ist sicher enttäuscht, dass es nicht mehr eingreifen kann“, sagt Zeitz. „Das kann gegen uns aber auch zu einer Trotzreaktion führen.“ Entscheidend sei, vom Start weg konzentriert und mit der nötigen Körpersprache aufzutreten. „Ich habe aber ein gutes Gefühl, die Spielerinnen haben die richtige Mischung aus Fokus und Entspannung.“

Wichtig sei in dieser entscheidenden Phase auch, das Training zu dosieren, nicht zu übertreiben und auch mal freizugeben. Die Saison sei schließlich lang und anstrengend gewesen. Körper und Geist brauchten Erholung. „Wir müssen jetzt einfach noch einmal alle Kräfte bündeln.“ Tatkräftige Unterstützung in fremder Halle hat das Team: Es fährt ein Fan-Bus nach Solingen.

Bis auf die am Rücken lädierte Margot Bergfeld hat der Trainer seinen kompletten Kader beisammen.

Es prickelt gewaltig bei den Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen: Sollte der Spitzenreiter am Samstag beim HSV Solingen-Gräfrath gewinnen und der Tabellenzweite FA Göppingen in Harrislee verlieren, wäre der Aufstieg in die erste Bundesliga vor dem finalen Spieltag perfekt. „Das würde ich annehmen“, sagt der VfL-Trainer Thomas Zeitz. „Mir würde aber schon reichen, wenn wir unsere Aufgabe erledigen – und die wird schwer genug.“

Die VfL-Spielerinnen brauchen längst kein Fernglas

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