Frauenfußball

Voss-Tecklenburg will bis 2027 Bundestrainerin bleiben

Martina Voss-Tecklenburg
Ist seit 2018 Bundestrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: Martina Voss-Tecklenburg. © Sebastian Gollnow

Milton Keynes/Berlin (dpa) - Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kann sich gut vorstellen, ihren nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2023 auslaufenden Vertrag langfristig zu verlängern.

«Ich hätte richtig Lust darauf», sagte die 54-Jährige der «Sport-Bild». Voss-Tecklenburg sorgt aktuell mit der Frauen-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in England für großes Aufsehen und hat das Team bis ins Halbfinale an diesem Mittwoch gegen Frankreich geführt.

«Wenn ich weiter ein Teil davon sein darf, dann wäre das ein großes Geschenk und Privileg. Ich glaube, diese EM hilft schon, wenn wir uns Ende des Jahres zusammensetzen, um zu besprechen, wie es weitergeht», meinte die ehemalige Nationalspielerin.

Joti Chatzialexiou, der Sportlichen Leiter Nationalmannschaften, sagte: «Es ist gut zu hören, dass Martina ihre Zukunft als Bundestrainerin sieht. Es war uns wichtig, diese EM zu spielen. Nach dem Turnier werden wir miteinander sprechen.» Der 46-Jährige meinte weiter: «Ich würde ungern mit einem auslaufenden Vertrag der Bundestrainerin in eine Weltmeisterschaft gehen. Es steht außer Frage: Wir werden dem DFB-Präsidium die sportliche Empfehlung geben, den Vertrag von Martina zu verlängern!»

Voss-Tecklenburg sagte, man habe im Trainerteam schon eine Vision Richtung 2027 - dann soll Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien die Weltmeisterschaft ausrichten. «Wenn ich wirklich bis 2027 Bundestrainerin sein dürfte, dann bin ich 60...», meinte Voss-Tecklenburg.

Deutschland trifft bei der EM am Mittwochabend im Halbfinale auf Frankreich. Gastgeber England hat das Endspiel am Sonntag im Londoner Wembley-Stadion durch einen 4:0-Erfolg am Dienstag über Schweden bereits erreicht.