Rems-Murr-Sport

Waiblinger bei der RTL-Sendung „Ninja Warrior“ dabei

Marco Layer
Marco Layer macht bei Ninja Warrior mit. © Benjamin Büttner

„Es ist wie "Deutschland sucht den Superstar", nur dass nicht gesungen wird, sondern die Teilnehmer Hindernisse überwinden müssen“, erklärt Marco Layer die Action-Show „Ninja Warrior Germany“, für die sich dieses Jahr rund 3000 Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beworben haben. 300 werden zur fünften Staffel der Show eingeladen. Der 23-jährige Mitarbeiter des VfL Waiblingen und KiSS-Student ist dabei bei der Vorrunde Ende Mai in Köln. Und rechnet sich durchaus Chancen aufs Weiterkommen aus, weil Newcomer dort schon für manche Überraschung gesorgt haben.

Marco Layer liebt schon immer das Herumhangeln und er hüpft gern irgendwo drüber. Zu etwas „Action“ sagt der „Klettermaxe“, der die ersten Griffe daheim an Kletterbrettern und Klimmzugstangen geübt hat, auch nicht Nein. Nun ist der langjährige Mitarbeiter der VfL-Kindersportschule, des Kross-Jugendsportclubs und der VfL-Sportwoche „Spowo“ überglücklich, dass er bei der TV-Liveshow „Ninja Warrior Germany“ teilnehmen darf. „Ich kenne noch kein einziges Hindernis und weiß nicht, was mich erwartet.“ Das geht bei dem aus Japan stammenden Kraft-Konditions-Kletter-Contest allen so: Jeder müsse spontan mit dem Vorgefundenen umgehen.

Die Trendsportart ist nichts für Lauwarmduscher

Er ist fest entschlossen, zu zeigen, was er draufhat. Das kommt in seinem Bewerbungsvideo rüber, das er einreichen musste. Ganz „Ninja“-like geht er dort spendabel mit seinem Selbstvertrauen um: „Ich hab Bock, bin fit und will euch beweisen, dass ich ein Ninja Warrior bin.“ Die Trendsportart ist nichts für Lauwarmduscher: „Wenn man sich etwas quälen kann, dann überwiegt der Spaß“, sagt Layer.

Die Stationen vereinen kraftraubende Elemente der Sportarten Parkour, Crossfit und Klettern. Gefordert seien Sprung- und Griffkraft, Geschicklichkeit und Kraft im Oberkörper. Die Tücke dabei: Manche Hindernisse dürfen nur an bestimmten Stellen berührt werden, manche nur mit Füßen oder den Händen. Fast jedes Hindernis sei über Wasser aufgebaut. „Wer reinfliegt oder nur sein T-Shirt reinhängt, ist raus.“ Nach jedem Hindernis müsse der Teilnehmer in die Balance und in den sicheren Stand finden.

Ambitionierter Neuling

Dafür, dass Layer ein absoluter Neuling ist, geht er die Herausforderung ambitioniert an: „Mein Ziel ist es, in der Vorrunde zu bestehen, und dann hoffe ich, meine Fähigkeiten bringen mich noch weiter“, meint er, das Augenzwinkern nicht verbergend. Er gibt sich keinen Illusionen hin: „Ich habe nicht das Niveau der Top-Athleten, aber das Spannende ist, dass ein Ungeübter das Ding gewinnen kann, da keiner der Athleten den Parkour ausprobieren darf.“

Im Teilnehmerfeld finden sich Profikletterer des Bundes-Nationalkletterverbands-Kaders, die seit über zehn Jahren klettern. Dagegen liest sich Marcos Ninja-Vita bescheiden: Erst im November 2019 sei er ins intensive Training eingestiegen. Davor habe es kaum passende Trainingsmöglichkeiten gegeben, nur ein einziges Mal, im Rahmen der Sportwoche des VfL Waiblingen, wo sie einen eigenen Ninja-Parcour aufgebaut hätten. „Ich habe Kinder und Jugendliche begleitet, dabei ist der Funke für das Ninja übergesprungen.“

Klettern sei schon immer sein Ding. Balance bringe er vom Snowboarden mit, die gute Kondition gehe aufs Konto seiner fußballerischen Vergangenheit beim TSV Schlechtbach. Seit sieben Jahren widme er sich dem Thema „Parkour’’. Mal robbt er über Baumstämme, mal springt er aus dem Stand über Bäche.

Draußen in der Natur sehe er immer etwas, das sich als Hindernis einbauen lässt. „Ich kann überall loslegen, brauche nur gescheite Schuhe“, beschreibt er seine Begeisterung für die sportliche Hindernis-Überspringerei. Toll sei bei der Sportart der Spielraum für „Freestyle“: Nur die Hindernisse seien fix, beim Weg, sich durchzubewegen, könne sich jeder frei entfalten. „Man hat nie ausgelernt, je besser man die Techniken beherrscht, desto mehr Möglichkeiten findet man, um sich weiterzuentwickeln.“

„Körper und Geist sind wie zwei Freunde"

Das positive Gefühl, etwas geschafft zu haben und sich verbessert zu haben, gibt er als Parkours-Trainer an Jugendliche weiter. „Viele lernen ihren Körper besser kennen und können sich selbst besser einschätzen und abreagieren, das hilft auch bei der Konfliktbewältigung.“ Was er seinen Schülern erklärt, übertrage er auf sein eigenes Leben: „Körper und Geist sind wie zwei Freunde. Wenn es dem einen nicht gut geht oder man auf ihn nicht achtet, dann verstehen sie sich nicht, dann gibt’s Konflikte.“ Die Steigerung wäre jetzt, der erste „Ninja Warrior Germany“ zu werden: „Für mich steht aber das Spaßhaben im Vordergrund“, sagt er. Auch der Netzwerkgedanke sei nicht von der Hand zu weisen. „Ich kann Kontakte knüpfen und vielleicht mal mit einigen der Athleten zusammen trainieren.“

Layer hofft, dass ihn seine Fähigkeiten ein Stück weit vorwärtsbringen. Dafür will er gut vorbereitet sein. „Wenn ich mitmache, dann will ich auch Leistung zeigen, egal auf welchem Platz ich lande.“ Was, wenn er es nicht ins Finale schafft? „Dann weiß ich, woran ich arbeiten muss, um wieder hingehen zu können.“

„Es ist wie "Deutschland sucht den Superstar", nur dass nicht gesungen wird, sondern die Teilnehmer Hindernisse überwinden müssen“, erklärt Marco Layer die Action-Show „Ninja Warrior Germany“, für die sich dieses Jahr rund 3000 Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beworben haben. 300 werden zur fünften Staffel der Show eingeladen. Der 23-jährige Mitarbeiter des VfL Waiblingen und KiSS-Student ist dabei bei der Vorrunde Ende Mai in Köln. Und rechnet sich durchaus Chancen aufs

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