Rems-Murr-Sport

Wetterchaos bringt Para-Ski-WM durcheinander

Rothfuss
Platz fünf in der Super-Kombination: Andrea Rothfuss legte sich schon im ersten Durchgang keinen guten Grundstein für Durchgang zwei. © Luc Percival

Mächtige Windböen, Sturm, Neuschnee und Schneeverwehungen: kein Wetter für eine Ski-Weltmeisterschaft. Deshalb blieb am vergangenen Wochenende die Piste in Espot in den spanischen Pyrenäen leer gefegt. Ausharren. Warten der Dinge, die da kommen. Andrea Rothfuss aus Kernen kämpft derzeit bei der Para-Ski-Weltmeisterschaft um Medaillen. Doch dieser Aufgabe stand eine nervliche Herausforderung bevor.

Seit Mittwoch waren alle offiziellen Trainingseinheiten abgesagt worden, erst am Sonntag konnten die ersten Sportler vorsichtig auf die Piste. Nun aber seien die Bedingungen sehr gut, am Dienstag schien die Sonne, als die 33-Jährige aus Kernen im Super-G Silber holte.

Am Mittwoch zeigte sich ihre deutsche Teamkollegin Anna-Maria Rieder, die nach dem ersten Durchgang in der Super-Kombination führte, zufrieden mit den Verhältnissen in Spanien: „Der Schnee ist gut, die Pisten sind gut, es ist deutlich schneller zu fahren.“

Verpasst, auf die Tube zu drücken

Andrea Rothfuss kam am Vormittag gegen die 22-Jährige in diesem ersten Rennen nicht an, hatte Rothfuss ihre Konkurrentin doch am Dienstag noch mit knapper Führung auf Platz drei verwiesen. Schon früh bekam sie kleine Probleme auf der Strecke, verlor wichtige Zehntel. Als sie ins Ziel kam (1:02,89 min), hatte sie bereits Platz drei inne, am Ende des ersten Durchgangs stand sie auf Rang fünf. „Ganz zufrieden bin ich mit dem Super-G-Lauf nicht“, sagte die 33-Jährige später. „Ich habe es nicht geschafft, im Steilen auf die Tube zu drücken.“ Sie sei zu zaghaft gewesen und habe bei den letzten zwei Toren den Speed nicht mit ins Flache genommen. Keine allzu prächtige Ausgangslage für die Sportlerin, die bereits 14 Medaillen von den Winter-Paralympics mit nach Kernen gebracht hat. „Für den Slalom heißt es nun alles oder nichts. Ich muss voll angreifen und schauen, was dabei rauskommt.“

Als Vierte in den Slalom

Mit der Startnummer neun machte sich Rothfuss auf die Piste. Vollgas war die Devise. Als vierte Starterin im Slalom überquerte sie nach 1:05,65 min die Ziellinie. Damit war sie zwar deutlich schneller als die Skifahrerinnen vor ihr, doch sollte das äußerst starke Teilnehmerfeld erst noch antreten. Anna-Maria Rieder schaffte die Slalomstrecke in nur 1:01,44 min. Sie wurde Gesamtzweite hinter Ebba Aarsjoe aus Schweden (1:00,85 min).

Für Andrea Rothfuss reichte es an diesem Dienstag für keine Medaille. Mit insgesamt 10,10 Sekunden Abstand zur Erstplatzierten aus Schweden beendete sie den Wettkampftag auf Rang fünf.

Mächtige Windböen, Sturm, Neuschnee und Schneeverwehungen: kein Wetter für eine Ski-Weltmeisterschaft. Deshalb blieb am vergangenen Wochenende die Piste in Espot in den spanischen Pyrenäen leer gefegt. Ausharren. Warten der Dinge, die da kommen. Andrea Rothfuss aus Kernen kämpft derzeit bei der Para-Ski-Weltmeisterschaft um Medaillen. Doch dieser Aufgabe stand eine nervliche Herausforderung bevor.

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Seit Mittwoch waren alle offiziellen Trainingseinheiten abgesagt worden, erst

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